Rom, Liebe auf den ersten Blick
Eine Schnupperreise nach Rom macht Lust auf mehr

Meine Pizza bei Giovanni
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Alle Wege führen nach Rom, auch wenn man in Castrop-Rauxel wohnt. Meine Reise verdanke ich einer Kollegin. Ihre Begleitung war verhindert, so sprang ich kurzerhand ein. ( Altersteilzeit macht's möglich). Am 11. Juli ging es los, am 14. Juli zurück. Dank heftigen Rückenwindes dauerte der Flug nur 1,5 Stunden. Das Auschecken ging zügig, da wir ein 10 kg Gepäckstück mit in die Kabine nehmen durften, zuzüglich Handgepäck. Vom Flughafen Ciampino ging es schnell, preiswert und unkompliziert mit Bus und U-Bahn in die Metropole. Im Hotel legten wir nur unsere Sachen ab und gingen erst einmal eine vorzügliche Pizza bei Giovanni essen. Anschließend machten wir uns auf den Weg und begannen per pedes die Stadt zu erkunden. Wir liefen über den Tiber Richtung Piazza Venezia, vorbei am Forum Romanum zum Colosseum. Für mich war es Liebe auf den ersten Blick. Die Plätze und Brunnen, die Ausgrabungsstätten, die liebevoll und künstlerisch gestalteten Brücken, jedes für sich ein Kunstwerk. Auf der Straße zum Colosseum gaben sich Maler und Musiker ein Stelldichein. Den Rückweg bewältigten wir ebenfalls zu Fuß, war es doch bereits kühler und dunkel. Die Denkmäler und Plätze wurden in sanftes Licht getaucht, am Forum Romanum glitten Fledermäuse durch die laue Sommernacht. Am Ende des Tages zeigte der Fitnesstracker meiner Begleiterin mehr als 25.000 Schritte an. Guter Schlaf war garantiert. Am 2. Tag gönnten wir uns einen Hop on - hop off Bus. Aus luftiger Höhe auf dem Dach des Busses erkundeten wir die Stadt und stiegen aus, wo es uns gefiel. Wir sahen die spanische Treppe, den Trevibrunnen und flanierten auf der Via Condotti mit ihren luxuriösen Geschäften. Am Abend besuchten wir ein Konzert von Luciano Ligabue im Stadio Olimpico. Den Sänger kannte ich bis dahin nicht, er macht zünftige Rockmusik. Ganz nach meinem Geschmack. Den Abend ließen wir bei einem kühlen italienischen Bier ausklingen. Am 3. Tag wollten wir ein wenig entspannen. Wir kauften uns ein Tagesticket für 7,00 EUR und fuhren mit den Öffies zum Strand Ostia. Metro-Metro-Zug, nach etwa 40 Minuten waren wir da. Nach einem kurzen Fußweg suchten wir uns einen kostenfreien Abschnitt und genossen einen Tag am Meer. Gegen 14:00 aßen wir in einer der reizvollen Außengastronomien an der Promenade. Der Rückweg verlief genauso problemlos wie der Hinweg, alle Anschlüsse haben wir ohne lange Wartezeiten erreicht. Nach einer Erfrischungspause im Hotel ging es wieder zur Fuß weiter, über'n Tiber Richtung Pantheon, Piazza Navona und Campo de' Fiori. An letzterem ließen wir uns nieder auf einem Sofa vor dem Taba Café. Hier tranken wir ausgezeichneten Weißwein bei Musik aus den siebzigern. Ein absolutes Kultcafé, gut zum Kleinigkeiten essen, Wein trinken und Flair genießen mit Blick auf den heiligen Bruno. Auf dem Rückweg passierten wir einen Tiramisu Laden und teilten uns eine Portion des köstlichen Desserts. So ein gutes Tiramisu habe ich zuvor noch nicht gegessen. Die letzten meter zurück zum Hotel fuhren wir mit Bus und Metro. Wir hatten ja noch unser Tagesticket. Am 4. Tag erwartete uns die Rückreise. Bis dahin hatten wir aber noch viel Zeit, der Flug sollte erst um 20:00 Uhr starten. Wir trennten uns zunächst. Ich besuchte den Petersdom, meine Begleiterin die Engelsburg. Bei Betreten des Doms musste ich erst einmal inne halten. Ich war überwältigt von der Schönheit der Architektur, der künstlerischen Gestaltung und der Atmosphäre. Ich verbrachte den ganzen Vormittag dort und habe nur einen Bruchteil gesehen. Gegen Mittag trafen wir uns zum Essen auf dem Campo de' Fiori. Der Wirt schenkte uns ein Glas Prosecco, wir aßen Bruscetta mit schwarzen und weißen Trüffeln, eine italienische Spezialität mit Empfehlung vom Chef, sehr lecker. Bei Pasta ließen wir den letzten Urlaubstag ausklingen. Im Hotel holten wir nur noch unsere Koffer und begaben uns auf den Weg zum Flughafen. Metro-Bus-schon da. Für 1,50 EUR. Die 4 Tage Kurzurlaub waren wunderschön. Rom, ich komme wieder. Versprochen.

Autor:

Birgit Schwier aus Castrop-Rauxel

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