Obstbäume der Stadt
Ernten Sie jetzt kostenlos reife Früchte

Seit 1990 pflanzt der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen bereits Obstbäume auf städtischen Grundstücken an. Darunter sind viele alte Sorten.
  • Seit 1990 pflanzt der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen bereits Obstbäume auf städtischen Grundstücken an. Darunter sind viele alte Sorten.
  • Foto: Stadt Castrop-Rauxel
  • hochgeladen von Claudia Prawitt

Wer einmal die „Köstliche aus Charneux“ oder den „Roten Berlepsch“ probieren möchte, sollte die letzten Septembertage und den Oktober nutzen, um die reifen Früchte der städtischen Birnen- und Apfelbäume zu ernten.

Fühlt sich die Birne leicht weich an und lässt sich der Apfelstiel problemlos vom Ast lösen? Dann sind die Früchte vollreif und pur ein Genuss. Aber auch Fallobst kann genutzt und zu Saft oder Mus weiterverarbeitet werden.

„Das Pflücken von Äpfeln am Wegesrand – besonders meine Lieblingssorte, die Rote Sternrenette – ist für mich eine schöne Kindheitserinnerung. Auch jetzige und künftige Generationen von Kindern sollen das erleben“, sagt Klaus Breuer, Leiter des Bereichs Stadtgrün und Friedhofswesen, der mit seinem Team dafür sorgt, dass dies in Castrop-Rauxel möglich bleibt.

Seit 1990 pflanzt der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen bereits Obstbäume auf städtischen Grundstücken, wie zum Beispiel auf Wiesen und dem Gelände von Schulen. Dies hat unter anderem historische Gründe, denn bis in die 80er Jahre war auch das ländliche Umfeld von Castrop-Rauxel gestaltet durch Streuobstwiesen und landschaftsprägende Obstbaum-Alleen.

Ökologisch wertvoll

„Besonders hervorzuheben ist jedoch der hohe ökologische Wert der Obstbäume. Nicht nur Menschen, auch Tiere erfreuen sich an dem prächtigen Blütenflor im Frühjahr, der zahlreiche Insekten mit Pollen und Nektar ernährt“, erklärt Klaus Breuer. So ist eine einzige Obstwiese oder -allee Nahrungs-, Lebens- und Vermehrungsraum für bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten und gehört damit zu den artenreichsten Biotop-Typen in Mitteleuropa. Dabei ist gerade die Pflanzung alter Sorten wichtig, um der genetischen Verarmung entgegenzuwirken.

Insgesamt stehen deswegen mittlerweile rund 1.000 Bäume alter Obstsorten – wie der Rote Berlepsch (Apfel), die Gellerts Butter-Birne oder die Hedelfinger Riesen-Kirsche – an 26 Stellen im Stadtgebiet. Ihre Früchte sind häufig auch für Allergiker geeignet. Bürger können so zum Beispiel auf Obstwiesen in Henrichenburg, Ickern, Castrop, Behringhausen, Obercastrop, Bövinghausen, auf Schwerin und in Dingen Birnen, Äpfel oder – im nächsten Juni und Juli wieder – Kirschen kostenlos selber pflücken.

Wo sich die einzelnen Obstwiesen genau befinden, ist im CasGeoportal unter der Kartenrubrik „Natur und Umwelt“, das Symbol mit dem Baum, verzeichnet: www.castrop-rauxel.de/geoportal.

Autor:

Claudia Prawitt aus Lünen

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