Abriss des Kraftwerks Knepper hat begonnen – Gelände soll zum Logistikstandort werden

Seit dreieinhalb Jahren ist das Kohlekraftwerk Gustav Knepper in Dingen nicht mehr in Betrieb. Jetzt hat der Abriss begonnen. In dieser Woche startete die Unternehmensgruppe Hagedorn aus Gütersloh, die das Areal Ende 2017 gekauft hat, damit, die Gebäude abzureißen.

Die Arbeiten betreffen zunächst das ehemalige Maschinen- und das Kesselhaus sowie das Verwaltungsgebäude. Sie waren in den vergangenen Monaten entkernt worden, wobei auch eine Schadstoffsanierung erfolgt sei, erläutert Rick Mädel, Geschäftsführer der Hagedorn Revital GmbH, einer Tochter der Hagedorn Gruppe. Um die Anwohner in den kommenden Monaten vor dem Lärm zu schützen, habe man einen Lärmschutzwall hinter dem Maschinenhaus errichtet.
Darüber hinaus sind auf dem Kraftwerksgelände Erschütterungssensoren installiert worden. Sie sollen die Arbeiten überwachen und Alarm schlagen, wenn es zu laut wird. „Dann fahren wir mit dem Lärm herunter“, so Mädel. Zuvor seien zudem Bestandsgutachten der Gebäude an der Oestricher Straße erstellt worden. „Wenn neue Schäden auftreten, bezahlen wir sie.“

Kühlturm und Schornstein bleiben erst noch stehen

Der Kühlturm und der Schornstein des Kraftwerks werden noch einige Zeit das Bild an der Stadtgrenze zu Dortmund prägen, denn sie werden gesondert gesprengt. „Wenn alles gut geht, im Oktober“, hofft Mädel. Bevor es so weit sei, würden die Anwohner beteiligt. Auch im Vorfeld der Abrissarbeiten gab es eine Anwohnerversammlung, während der der Ablauf besprochen wurde.
Für den Rückbau des gesamten Areals, das größtenteils auf Dortmunder Stadtgebiet liegt, kalkuliert die Firma Hagedorn rund 1,5 Jahre. „In Castrop-Rauxel brauchen wir vielleicht bis Ende des Jahres.“ Danach soll hier schon die Bodennivellierung erfolgen, um später das Nachnutzungskonzept umsetzen zu können. Zugleich wird entlang der Oestricher Straße ein begrünter Lärmschutzwall errichtet, der die Anwohner künftig schützen soll.
Das Nutzungskonzept für die ehemalige Kraftwerksfläche sieht vor, hier einen Logistikstandort zu entwickeln. Der „moderne Gewerbepark“, so Mädel, soll Logistikhallen sowie „leichteres Gewerbe“, wie Subunternehmer und Dienstleister, beinhalten.
„Wir wollen die Fläche Ende 2020 fertig haben“, erklärt Rick Mädel. Die Fertigstellung umfasst neben den Abbrucharbeiten die Geländeplanung sowie den Bebauungsplan. „Danach geben wir das Areal in die Hände eines Projektentwicklers.“ Dieser wiederum sucht dann Nachnutzer.

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