Kirche in Gefahr
Feuerwehr kann Lambertuskirche bei Dachstuhlbrand nicht schützen

Vom Lambertusplatz aus könnte die Feuerwehr die Lambertuskirche nur unzureichend erreichen.
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  • Foto: Demuth
  • hochgeladen von Vera Demuth

Sollte der Dachstuhl der Lambertuskirche in der Altstadt je in Brand geraten, sähe sich die Castrop-Rauxeler Feuerwehr zurzeit nicht in der Lage, das Feuer zu löschen. Dies erläuterte der Erste Beigeordnete Michael Eckhardt im Betriebsausschuss 1 am 20. November.

Bereits im August 2018 war bekannt geworden, dass es am Lambertusplatz bei einem Einsatz der Feuerwehr wegen der Lage des Brunnens Platzprobleme geben könnte. Seitdem setzt sich die Verwaltung mit der Situation auseinander. Nun fragte Meinolf Finke (Linke) im Ausschuss nach, ob eine Lösung gefunden wurde, wie mit dem Brunnen, der von dem Castrop-Rauxeler Künstler Jan Bormann entworfen wurde, umgegangen wird.
Eine Lösung gibt es jedoch noch nicht. "Das ist eine relativ schwierige Geschichte", räumte Michael Eckhardt ein. Vom Biesenkamp aus könne die Feuerwehr die Lambertuskirche mit viel Mühe erreichen, hätte aber nicht genug Auffahrfläche und Raum, um die Drehleiter auszufahren. "Bei einem Dachstuhlbrand ist da nichts zu machen."
Vom Lambertusplatz aus stellt sich Situation ebenfalls schwierig da. "Die Feuerwehr kann sich am Brunnen durchfummeln, aber die Drehleiter ist zu kurz. Das ist ein aussichtsloser Kampf", so Eckhardt. Hilfe könnte aus Dortmund kommen. Die dortige Feuerwehr hat ein Spezialfahrzeug mit einem 50-Meter-Auslegearm. Allerdings ist der Vierachser so groß und benötigt andere Radien, dass er wegen des Brunnens nicht an die Kirche herankommt.
Es habe ein Treffen mit Jan Bormann gegeben, der das Urheberrecht an seinem Kunstwerk hat und dies auch geltend machen wolle. Dabei sei über den Kompromiss diskutiert worden, zwar Quader des Kunstwerks wegzunehmen, aber den Brunnen stehen zu lassen.

Risikoabschätzung

"Wir überlegen noch, wie wir damit umgehen", äußerte sich Eckhardt zu der gesamten Problematik. Es handele sich um eine Risikoabschätzung, bei der sich zum Beispiel die Frage stellt, ob der Wagen aus Dortmund verfügbar wäre, wenn er gebraucht würde, und wie schnell er da wäre.
Eine zügige Lösung scheint im Moment nicht in Sicht sein. Der Erste Beigeordnete rät aber dazu, trotz allem entspannt zu bleiben. "Die Situation ist nicht anders, als sie jahrzehntelang war."

Autor:

Vera Demuth aus Bochum

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