Geplante Bebauung in Henrichenburg: Anwohner machen mobil

So sieht das Baugebiet "Alter Garten" aus. Entwurf: Stadt
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  • hochgeladen von Nina Möhlmeier

"Es geht nicht darum, grundsätzlich ein neues Baugebiet in diesem Bereich zu verhindern. Aber es muss umweltverträglich und für die Anwohner zumutbar gestaltet werden", sagt Walther Winkelmann (79), Anwohner der Borghagener Straße in Henrichenburg.

Wie berichtet, soll auf einer rund 1,8 Hektar großen Fläche zwischen der Grundschule Alter Garten und der A2 ein Wohnbauprojekt mit ca. 30 bis 40 Wohneinheiten umgesetzt werden. Die "Begleiterscheinungen" rufen nun die betroffenen Anwohner um Walther Winkelmann und Alfons Babski auf den Plan.

"Ein platzübergreifendes neues Baugebiet, wie es im Bebauungsplan (...) ausgewiesen ist, bedroht die Lebensqualität der heute in diesem Gebiet wohnenden Bürger", heißt es in einem Schreiben an Bürgermeister Rajko Kravanja.
Unterschrieben wurde es von 54 Anwohnern der Borghagener Straße (zwischen Hagenstraße und Autobahnzufahrtsbrücke) und der Straße "Pothhof".

Vier Punkte:
Die Anwohner führen vier Punkte an, die es zu berücksichtigen gelte:
1. Der wertvolle alte Baumbestand auf dem Klothschen Hof müsse vollständig erhalten bleiben. Durch eine Ersatzpflanzung könne er nicht annähernd ersetzt werden. "Dass bei Erfüllung dieser Forderung zum Erhalt der Umwelt weniger Neubauten auf dem ehemaligen Hofgelände möglich sind, muss hingenommen werden."
2. Der Zugangsautoverkehr müsse gleichmäßig auf die drei Straßen Hagenstraße, Vockmannshof und Borghagener Straße verteilt werden. Es böten sich Regelungen an, wie sie im Neubaugebiet Pothhof/Im Brendick getroffen worden seien. Zufahrtsstraßen, die von ihrem Ausgangspunkt im Kreis zum Ausgangspunkt zurückgeführt würden, verhinderten Durchgangsverkehr.
3. Das Abwassersystem auf der Borghagener Straße sei heute schon überlastet. Es müssten also zusätzliche Kosten für den Ausbau des Abwassersystems aufgebracht werden.
4. Die Bolzwiese an der Grundschule "Alter Garten" müsse an ihrem Standort bleiben und dürfe nicht verlegt werden. "An keiner anderen Schule in Castrop-Rauxel ist man auf die Idee gekommen, einen Teil des Schulgeländes als Neubaugebiet zu nutzen."
Walther Winkelmann und die anderen Anwohner hoffen, dass ihre angeführten Punkte aufgenommen und in der weiteren Planung Niederschlag finden werden. "Sollte das nicht passieren, würden wir mit dem Gefühl leben, dass die Anliegen der Betroffenen nicht angemessen berücksichtigt werden", sagt Winkelmann. Er nutzte zudem am Donnerstag (28. September) die Möglichkeit, während der Einwohnerfragestunde im Rat der Stadt das Anliegen der Anwohner vorzubringen. "Es ist genaue der richtige Zeitpunkt, Anregungen einzubringen", erklärte Bürgermeister Rajko Kravanja. Zudem sei eine Bürgerversammlung geplant. Wann, ist bis dato noch offen.

Autor:

Nina Möhlmeier aus Castrop-Rauxel

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