NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin: Über die Würde der Arbeit

Fröhlicher Wahlkampfauftakt beim Neujahrsempfang der SPD-Voerde:  (v.l.) Uwe Goemann (SPD-Stadtverein Voerde), NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Staatssekretär und SPD-MdB-Kandidat Dr. Hans-Ulrich Krüger, SPD-MdL Norbert Meesters, SPD-Fraktionschef Wolfgang Scholten (SPD-Voerde) und Landrat Dr. Ansgar Müller (SPD).  Foto: Heinz Kunkel
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  • Fröhlicher Wahlkampfauftakt beim Neujahrsempfang der SPD-Voerde: (v.l.) Uwe Goemann (SPD-Stadtverein Voerde), NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Staatssekretär und SPD-MdB-Kandidat Dr. Hans-Ulrich Krüger, SPD-MdL Norbert Meesters, SPD-Fraktionschef Wolfgang Scholten (SPD-Voerde) und Landrat Dr. Ansgar Müller (SPD). Foto: Heinz Kunkel
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Voerde. Der hochgewachsene Friese mit dem ungewöhnlichen Namen Garrelt Duin wurde im letzten Juni von Hannelore Kraft als Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk aus dem Bundestag ins Kabinett geholt.

Kaum dort angekommen, kam er gleich mit seiner Forderung nach einem bundesweiten Ausgleich für die Kosten der Energiewende in die Polit-Charts.
Denn Bayern hatte im Sommer eine Klage gegen den Länderfinanzausgleich angekündigt, profitiert aber gleichzeitig seit Jahren von den Subventionen für Solar- und Windkraftanlagen: „Es kann nicht sein, dass die Haushalte in NRW die Flut der Solaranlagen auf den bayerischen Dächern fast alleine bezahlen müssen“., so Duin damals. Nach Angaben des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft erhielt Bayern allein 2011 netto 1,1 Milliarden Euro aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz-Fördertopf, in den besonders NRW kräftig einzahlt. Ein hochbrisantes Thema, an dem sich derzeit ja auch Bundesumweltminister Peter Altmeier die Zähne ausbeißt. Duin fordert von Angela-Merkels-Regierung einen intelligenten und gerechten Masterplan zur Energiewende.

Eine seiner ersten Aufgaben als Wirtschaftsminister führte Duin zur Aluminiumhütte Voerdal hier an den Niederrhein, die hier vor Ort im Gegensatz zur internationalen Konkurrenz mit deutlich höheren Energiekosten kämpfen musste und in Insolvenz gegangen ist. Duin will als Wirtschaftsminister eine Sonderregelung für solche energie-intensiven Unternehmen durchsetzen.
Schließlich geht es um rund 220.000 Arbeitsplätze am Industriestandort NRW.
„Ja, da haben auch Kraftwerke auf dem Weg hin zu sauberen Energien ihren Platz im Energiemix.“, so Duin.

Die Voerder-SPD mit ihren Frontmann Uwe Goemann, NRW-Staatsekretär und SPD-Bundestagskandidat Dr. Hans-Ulrich Krüger, MdL Norbert Meesters und Landrat Dr. Ansgar Müller bereiteten ihrem Ehrengast einen herzlichen Empfang.

Der revanchierte sich mit einem engagierten, politischen Rundumschlag, der endgültig keinen Zweifel mehr daran ließ, dass 2013 ein Bundestagswahljahr ist: Duin steht (wie seine Partei) für Arbeitsplätze. Aber nicht um jeden Preis: „Die Würde der Arbeit darf nicht verloren gehen“. Stammbelegschaften dürften durch Leiharbeit nicht gefährdet werden. Gleichzeitig hat Duin auch Verständnis für Arbeitgeber, die sich in Spitzenproduktionszeiten bürokratische Erleichterungen bei der zeitweisen Einstellung zusätzlicher Fachkräfte wünschen. Ein weiteres großes Thema ist für Duin die nachhaltige Regulierung der nationalen und internationalen Finanzmärkte, um sie spekulations- und krisenfest zu machen.

Zukunftsperspektive „Deltaport“

Da ist Duin mit dem ehemaligen NRW-Ministerpräsidenten und SPD-Spitzenkandidaten Peer Steinbrück auf einer Linie. Ein weiteres Ziel: NRW international noch besser aufstellen.

Der Zusammschluss der Häfen im Lippemündungsraum zu „Deltaport“ sei da ein hervorragendes Beispiel, betonte er. Die Unterstützung der Landesregierung besonders in Sachen Planung und Entwicklung bekräftigte er beim Neujahrsempfang gern. Auch Dr. Hans-Ulrich Krüger ist den Wahlkampf-Startlöchern. Der ehemalige Voerder Bürgermeister und langjährige MdB will sich für gut bezahlte Arbeit und eine Neustrukturierung des Länderfinanzausgleiches einsetzen - um die Kommunen nachhaltig zu stärken.

Autor:

Caro Dai aus Essen-Werden

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