Michael Hübner MdL fragt Tobias Stockhoff
Ampel-­Bergmänner auch für Dorsten?

Zur Erinnerung an die Kumpel, die am Aufbau des Ruhrgebietes maßgeblich beteiligt waren, wurde die erste und bislang einzige Bergmann-Ampel der Welt in Duisburg eingeweiht.
  • Zur Erinnerung an die Kumpel, die am Aufbau des Ruhrgebietes maßgeblich beteiligt waren, wurde die erste und bislang einzige Bergmann-Ampel der Welt in Duisburg eingeweiht.
  • Foto: Hannes Kirchner
  • hochgeladen von Olaf Hellenkamp

Dorsten/Düsseldorf. Michael Hübner MdL (SPD) ist vom Ampel­-Bergmann in Duisburg dermaßen begeistert, dass er jetzt Bürgermeister Tobias Stockhoff fragt, ob in Dorsten an ausgewählten Orten Fußgängerampeln mit Signalen in Form von Bergmännern eingerichtet werden können. Was Hübner vielleicht noch nicht wusste: Die Stadt Dorsten hat die Idee bereits aufgegriffen und prüft, ob und wo das eine oder andere Bergmännchen zum Einsatz kommen könnte.

Mit folgendem Brief richtet die Michael Hübner an Tobias Stockhoff:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Herr Stockhoff,

mit großer Freude habe ich von der in Duisburg neu eingerichteten „Bergmanns-­Ampel“ gehört. Am Duisburger Zoo zeigen an einer Fußgängerampel nicht die klassischen Ampelmännchen, sondern ein grüner und ein roter Kumpel mit Grubenlampe, an, wann Passanten die Straße queren dürfen und wann nicht. Auf die Ampel im Duisburger Osten, die auf Initiative einer Journalistin in Zusammenarbeit mit der Stadt entwickelt wurde, folgen sechs weitere Ampeln im gesamten Stadtgebiet. Ich finde das eine tolle Idee, erinnert die Kumpelampel doch in dem Jahr, in dem die letzte Ruhrgebietszeche die Steinkohleförderung einstellt, an die für die Menschen im Ruhrgebiet, die regionale Kultur und die gemeinsame Identität prägende Wirkung des Bergbaus.

Ähnlich wie die Ampelmänner in Berlin sind sie ein Symbol für eine bewegte und keinesfalls nur positive, aber zweifelsohne bis heute identitätsstiftende Ära.

Auch die Geschichte der Stadt Dorsten ist beispielslos mit dem Bergbau verknüpft. Inzahlreichen Vereinen engagieren sich bis heute ehemalige Dorstener Kumpel für die Erinnerung an diese bewegte Vergangenheit. Der Bergbau und mit ihm verbundene Werte haben eine identitätsstiftende Wirkung bis in die jüngste Generation, die über reine Folklore hinausgeht.

Der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link nannte die Ampel „ein etwas anderes,aber umso schöneres Denkmal“. Dem kann ich nur beipflichten und möchte daher anregen, auch in Dorsten – sofern dies mit überschaubaren Kosten verbunden ist und rechtliche Hürden überwunden werden können – ein oder zwei solcher „Denkmäler“ zu errichten, und biete meine Unterstützung dabei an. Ich glaube nämlich, die Ampel-Bergmänner wären in dieser tollen Stadt voller Kumpel und Grubenhelden in bester Gesellschaft.

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