Deduktion und Mystik: Autorin Desirée Hoese veröffentlicht „Sherlock Holmes und die Loge der Wiederkehr“

Desirée Hoese mit ihrem Roman „Sherlock Holmes und die Loge der Wiederkehr“.
  • Desirée Hoese mit ihrem Roman „Sherlock Holmes und die Loge der Wiederkehr“.
  • hochgeladen von Tobias Weskamp

Geheimnisvoll und gruselig wird es mit „Sherlock Holmes und die Loge der Wiederkehr“: Autorin Desirée Hoese nimmt ihre Leser mit in das viktorianische England der 1880er-Jahre.

Ein lange zurückliegender Doppelmord wird Edward Bellingham, einem angesehenen Geschäftsmann und Altertumsforscher mit Vorliebe für das antike Ägypten angelastet. Arthur Conan Doyles Detektiv Holmes und sein treuer Chronist Doktor Watson beginnen zu ermitteln und stoßen bald an die Grenzen ihrer Vorstellungskraft: Besitzt Bellingham die Macht, Tote wiederauferstehen zu lassen?

Der Roman spielt zwei Jahre nach „Die Studie in Scharlachrot“, dem ersten Doyle-Roman mit Holmes und Watson. Der Detektiv hat sich zwar schon einen Namen gemacht, ist aber noch nicht so berühmt wie in vielen anderen Geschichten. An der spannend geschriebenen Story hat Desirée Hose etwa ein dreiviertel Jahr gearbeitet. Vor den Augen des Lesers entsteht das viktorianische London mit seinen Droschken, Gentlemen mit Stock und Zylinder und dem allgegenwärtigen Nebel. Die Autorin hat sich intensiv mit den Figuren von Arthur Conan Doyle beschäftigt. Es gelingt ihr, den Ton der Originalgeschichten zu treffen, ohne bloß abzuschreiben.

Lange Zeit bleibt unklar, über welche Möglichkeiten und Fähigkeiten Bellingham wirklich verfügt. Zudem schafft es Desirée Hoese, viele falsche Fährten zu legen. Altorientalische Sprachen, Spiritismus und Mumien spielen eine große Rolle. „Der Roman beruht zum Teil auf der Kurzgeschichte ‚Die Mumie‘,ebenfalls von Doyle“, verrät die Nordstädterin. „Ich habe die Story und ihre Charaktere aber nur als Grundlage der vergangenen Ereignisse genommen. Das schnelle Ende fand ich immer schade. Mich fasziniert, dass Doyle neben dem analytischen Holmes auch einen Hang zum Übernatürlichen hatte.“

Die „Loge der Wiederkehr“ ist nicht Desirée Hoeses erster Ausflug in die Welt von Arthur Conan Doyles Detektiv. Bereits 2012 erschien ihre Kurzgeschichte „Eine Studie in Blut“ in „Sherlock Holmes und das Druidengrab". Im gleichen Jahr wurde „Das Rätsel des Rad fahrenden Affen“ in „Sherlock Holmes und die Tochter des Henkers“ veröffentlicht. In der gemeinsam mit ihrem Mann Frank verfassten Geschichte klären Holmes und Watson mehrere Diebstähle auf. Aber auch im Bereich der Science Fiction haben beide bereits mehrere Werke verfasst. Eine Fortsetzung der „Loge der Wiederkehr“ ist möglich. Momentan arbeitet die Autorin aber an einem Phantastik-Krimi und einem Steampunk-Roman um Oscar Wilde.

Das 220 Seiten starke Buch „Sherlock Holmes und die Loge der Wiederkehr“ ist im Fabylon Verlag in der Reihe „Meisterdetektive“ erschienen, ISBN 978-3-927071-68-1, und kostet 14,90 Euro.

Autor:

Tobias Weskamp aus Dortmund-Ost

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