Corona-Schutz: Stadt Dortmund kontrollierte am Wochenende 31 Hochzeiten
Einige Gäste mussten nach Hause geschickt werden

Auch der schönste Tag im Leben wird von der Pandemie bestimmt: 31 Hochzeiten kontrollierte die Stadt Dortmund alleine am Wochenende im Rahmen des Corona-Schutzes. Auch weiterhin setzen die Mitarbeiter auf Aufklärung und Ansprachen, damit in Dortmund sicher gefeiert wird.
  • Auch der schönste Tag im Leben wird von der Pandemie bestimmt: 31 Hochzeiten kontrollierte die Stadt Dortmund alleine am Wochenende im Rahmen des Corona-Schutzes. Auch weiterhin setzen die Mitarbeiter auf Aufklärung und Ansprachen, damit in Dortmund sicher gefeiert wird.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Antje Geiß

Stärker kontrollieren will die Stadt Dortmund Hochzeiten im Blick auf die kommende Coronaschutz-Verordnung, aber auch Verstößen am Wochenende. Dabei will die Verwaltung nicht auf Anordnungen, sondern auch Dialog und Vertrauen setzen, damit auch am schönsten Tag im Leben, in der Pandemie vorsichtig gefeiert wird, um einem Ausbruch an Corona-Infektionen zu verhindern.    

"Wir haben eine Inzidenz von 19,7 das ist noch eine gute Entfernung vom Warnwert von 35 und zu 50, aber das kann sich schnell verändern. Das zeigen Nachbarkommunen", macht Corona-Krisenstabs-Leiterin heute im Rathaus die Veränderung des Infektionsgeschehens rund um private Feiern zum Thema.

Vorsicht bei privaten Feiern

Mit Blick auf die neue Verordnung die am 1. Oktober kommen werde, sei es wichtig, dass auf privaten Feiern, durch angemessenes Verhalten dafür gesorgt werden könne, dass die Zahlen nicht steigen. Dies bewiesen  Gastronomie und Kulturveranstaltungen. "Ich finde es vernünftig eine Rahmen zu setzen, der vor Ort im Einzelnen ausgeführt wird", sagt sie zu den Plänen aus Berlin. Bei Hochzeiten habe man sich in Dortmund verständigt, noch stärker zu kontrollieren.
Und Ordnungsdezernent Norbert Dahmen berichtet vom Wochenende: "Es hat 31 Kontrollen bei türkischen, russischen, rumänischen, albanischen und mazedonischen Hochzeiten und größeren Familienfeiern gegeben und auch etliche Verstöße." In einem Fall seien es zu viele Gäste, deutlich mehr als 150 gewesen, da mussten einige nach Hause geschickt werden, aber es sei auch um Namen auf Listen gegangen. Am Samstag sei alles störungsfrei verlaufen.  

Hochzeits-Liste vorab prüfen

Schon jetzt bekommen die Mitarbeiter im Ordnungsamt Teilnehmerlisten zugesandt für die Hochzeiten am Wochenende und es wird geprüft, ob die Namen richtig sind. Das werde auch in Zukunft so sein. "Im Nachhinein darf nur die Gesundheitsbehörde verfolgen", erklärt er. Das Ordnungsamt sei dafür zuständig, die Namen zu prüfen und ob die Zahl der Gäste eingehalten werde.  
Ein neuer Aspekt, so Dahmen, sei es in mehreren Städten eine Hochzeit zu feiern, das sei dann so  nicht nachvollbar. Überprüft werden könne die Feier im Bürgerhaus oder im gemieteten Saal, aber Zuhause bei privaten Veranstaltungen, sei der Türöffner nur die Beschwerde der Nachbarn über Lärm, verweist er auf Artikel 13 des Grundgesetztes auf das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung.  

Ansprachen statt Anordnung

Oberbürgermeister Ullrich Sierau erinnert an die vernünftigen Gespräche vorm Ramadan mit der Community und "unterm Strich hat das gut funktioniert", so Sierau: "Wir sind Stadt der Vielfalt und der Sorgfalt und wir haben auch Verantwortung für die Menschen mit Migrationshintergrund", betont er. Auch am schönsten Tag des Lebens will die Stadt mit Ansprachen und im Dialog darauf hinweisen, zu Corona-Zeiten Vorsicht walten zu lassen und achtsam zu sein, gegenüber dem Entstehen von Infektionsketten. "Wir wollen noch mal mit Kollegen aus den Kulturkreisen in unserer Verwaltung in die Ansprache gehen", sagt der Oberbürgermeister, " gute Erfahrungen ermutigen uns hier noch mal an die interkulturelle Vernunft zu appellieren, damit da nicht ein Infektionsherd allererster Güte entsteht."
Denn eines sei klar: Aufklärung statt Anordnungen, nur so sei es zu schaffen, dass die Stadt das Vertrauen schaffe, dass sich die Dortmunder auch am Hochzeitstag vernünftig verhalten.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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