Minister eröffnen Montag neues "Haus des Jugendrechts"

Hier an der Landgrafenstraße ist das Haus des Jugendrechts untergebracht.
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Großer Bahnhof am Montag an der Landgrafenstraße: Im Komplex Nr: 153 eröffnen Justizminister Kutschaty und Innenminister Jäger das "Haus des Jugendrechts". Nach Kölner Vorbild haben die Stadt, Polizei und die Staatsanwaltschaft es auf den Weg gebracht, auch um junge Intensivtäter schnell wieder in legale Bahnen lenken zu können.

In einem Gebäude am der Landgrafenstraße, ganz in der Nähe des Polizeipräsidiums, wurden Räume für die Jugendgerichtshilfe, das Jugendkommissariat und zwei Jugendstaatsanwälte angemietet.

Den Planungen für das Haus des Jugendrechts war eine Vereinbarung zwischen zwischen Oberbürgermeister Ullrich Sierau und NRW-Justizminister Thomas Kutschaty vorausgegangen. Insgesamt werden rund 40 Personen zukünftig dort tätig sein.

"Durch die konzentrierte Zusammenarbeit wird ein Beitrag geleistet, um in strafrechtlichen Ermittlungsverfahren gegen jugendliche und heranwachsende Intensivtäter effektiver und individueller auf junge Täter einwirken zu können", so die damalige leitende Oberstaatsanwältin Birgit Cirullies.

So können zum Beispiel in Fallkonferenzen bei Bedarf auch weitere Fachleute, beispielsweise aus den Jugendhilfediensten, hinzugezogen werden.
Die räumliche Nähe der Kooperationspartner zieht aber keine Vermischungen oder Veränderungen bei den Aufgaben des jeweiligen Partners nach sich. "Die beteiligten Institutionen arbeiten aufgabentreu, eigenständig und unabhängig gemäß ihrer gesetzlichen Aufträge", so Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Die Stadt bringt mit der Jugendgerichtshilfe die erzieherischen, sozialen und fürsorgerischen Gesichtspunkte in das Haus des Jugendrechts ein.

Jugendkommissariat eingerichtet

Schon im Vorfeld hatte die Dortmunder Polizei ein Jugendkommissariat eingerichtet: Polizeipräsident Gregor Lange: "Ich habe mich seit Beginn meiner Amtszeit vehement für die Einrichtung des Hauses des Jugendrechts eingesetzt. Wir haben vorgearbeitet und ein Jugendkommissariat gegründet. Hier arbeiten bereits versierte und erfahrene Ermittler aus dem Bereich Jugendkriminalität und kümmern sich derzeit um 44 Intensivtäter."
Das Jugendkommissariat kann nun komplett in die neue Einrichtung integriert werden. Abgestimmte Kooperation und Vernetzung zwischen Jugendgerichtshilfe, Staatsanwaltschaft und der Polizei zeigen einen erfolgversprechenden Ansatz.

Kurze Wege schaffen

Durch die kurzen Wege im Haus des Jugendrechts erfolgt ergeben sich kurze und wirkungsvolle Methoden der Zusammenarbeit. Ziel ist die gemeinsame Erarbeitung maßgeschneiderter Einwirkungsmöglichkeiten auf junge Täter.
Durch die möglichst schnelle Reaktion auf jugendkriminelle Aktivitäten soll vorbeugend eingegriffen werden. Individuell auf den jeweiligen Täter abgestimmte Maßnahmen sollen helfen, strafbares Verhalten zu unterbinden. Nach dieser Maßgabe arbeitet auch das Kölner Haus des Jugendrechts.

Kriminelle Karrieren beenden

Dadurch können die Kooperationspartner kriminelle Karrieren von jugendlichen und heranwachsenden Intensivtätern frühzeitig beenden oder deren Rückfallquote verringern. In Dortmund gab es im letzten Jahr rund 60 Intensivtäter zwischen acht und 14 Jahren. Sie waren jeweils mindestens fünf Mal straffällig, die Hauptdelikte waren Raub, Gewalttatenund Diebstahl.
Zudem eröffnen sich durch das neue Haus des Jugendrechts weitergehende Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Schulen, Eltern und Jugendeinrichtungen. Auch für die polizeilichen Projekte "Kurve kriegen" und "Klar kommen" ergeben sich hier ideale Verzahnungen.

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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