Feuerwehr warnt an zugefrorenen Teichen: Auf dem Eis droht Lebensgefahr

Die Feuerwehr bei einer Eis-Rettungsübung, bei der ein im Eis Eingbebrochener ohne warmen Schutzanzug schnell unterkühlt.
  • Die Feuerwehr bei einer Eis-Rettungsübung, bei der ein im Eis Eingbebrochener ohne warmen Schutzanzug schnell unterkühlt.
  • Foto: Daniel Magalski
  • hochgeladen von Antje Geiß

In den nächsten Tagen werden auch in Dortmund die Temperaturen immer frostiger und auf den Gewässern bildet sich eine Eisschicht. Doch auch wenn das Eis auf Teichen und Seen stabil aussieht, besteht die akute Gefahr, dass Menschen oder Tiere einbrechen und in Lebensgefahr geraten. Eine dicke Eisschicht, die tragfähig ist, bildet sich erst nach mehreren Wochen Dauerfrost und ein Betreten der Eisflächen ist erst dann erlaubt, wenn die Stadt offiziell eine Freigabe erteilt hat!

Gerade Kinder können die Gefahr nicht richtig einschätzen und werden zusätzlich von den Eisflächen angezogen. Doch auch wenn das Eis in Ufernähe fest aussieht, kann es wenige Meter weiter viel dünner sein und das Gewicht von Mensch und Tier nicht mehr tragen. Erwachsene sollten mit gutem Beispiel voran gehen und keine Eisflächen betreten. "Sprechen sie mit Ihren Kindern über die Gefahren, denn oftmals ist eine Rettung aus eigener Kraft nach dem Einbrechen kaum möglich", rät die Feuerwehr. Denn der Körper verliert durch das kalte Wasser schnell an Kraft, so dass die eingebrochene Person nach kurzer Zeit untergehen kann.

Wichtig im Notfall 

Im Notfall rät die Feuerwehr: Rufen sie im Unglücksfall sofort den Notruf 112 und betreten die Eisfläche selber nicht, um eine Eigengefährdung auszuschließen. Nutzen sie entsprechende Rettungsringe oder Seile, die im Regelfall an Gewässern als Sicherheitseinrichtungen vorhanden sind. Der Deutsche Feuerwehrverband hat aktuell folgende Sicherheitshinweise und Verhaltenstipps herausgegeben:
 Nehmen Sie örtliche Warnhinweise ernst. Kindern müssen die Gefahren erklärt werden.
 Vermeiden Sie einsame Ausflüge aufs Eis - bei einem Unfall kann es sonst sein, dass niemand Hilfe leisten kann.

Wenn's knistert: flach hinlegen!

 Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt: nicht betreten. Wenn Sie bereits auf dem Eis sind: Flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen, zum Ufer robben ohne ruckartige Bewegungen.
 Rufen Sie im Unglücksfall sofort über den Notruf 112 Hilfe oder organisieren Sie, dass jemand einen Notruf absetzt. In unübersichtlichem Gelände kann ein Einweiser die Anfahrt der Rettungskräfte erleichtern.
 Vorsicht ist nicht nur bei fließendem Gewässer, verschneiter Oberfläche und bewachsenem Ufer geboten; auch an Ein- und Ausflüssen kann die Eisdicke plötzlich abnehmen. Vor allem an dunklen Stellen kann das Eis zu dünn sein - hier droht Einbruchgefahr!

Bricht das Eis ein, Weg freischlagen

 Wer einbricht, sollte versuchen, sich vorsichtig am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.
 Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen, die Eigensicherung beachten (Leinen/Schwimmweste/Rettungsring) und sich nicht zu weit hinaus wagen.
 Wer sich zum Helfen aus Eis begibt, sollte als Unterlage (Leiter, Bretter, Zaun, Hockeyschläger) verwenden, um sein Gewicht zu verteilen.
 Die Hilfsmittel kann man dem Eingebrochenen zuschieben.
 Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage oder Äste machen die Rettung leichter. Hilfreich können auch an Gewässern aufgehängte Rettungsringe sein.
 Gerettete in warme Decken oder Jacken hüllen, vorsichtig erwärmen, nicht mit Schnee abreiben.

Unterkühlten warmen Tee geben 

 Unterkühlten keinen Alkohol, sondern warmen Tee reichen. Das Eis sah stabiler aus, als es war: 

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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