Ruderer fahren in Dortmund zwei volle Rennen, um in den Wettkampf-Rhythmus zu kommen
Deutschland-Achter simuliert Weltcup in Zagreb daheim auf dem Dortmund-Ems-Kanal

Der Deutschland-Achter simuliert das ausgefallene Weltcup-Wochenende im kroatischen Zagreb aktuell im heimischen Ruderrevier auf dem Kanal in Lindenhorst.
  • Der Deutschland-Achter simuliert das ausgefallene Weltcup-Wochenende im kroatischen Zagreb aktuell im heimischen Ruderrevier auf dem Kanal in Lindenhorst.
  • Foto: Lennart Heyduck
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

Der Weltcup in Zagreb an diesem Wochenende findet ohne Achter-Rennen statt, weil zu wenig Boote gemeldet hatten. Die Crew vom Deutschland-Achter hat sich trotzdem in Wettkampfstimmung gebracht: Die Sportler haben ihr bis zum Weltcup geplantes Trainingsprogramm absolviert und simulieren bis Sonntag (2.5.) den Wettkampf und fahren auf dem Dortmund-Ems-Kanal zwei volle Rennen über die 2.000-Meter-Distanz.

„Wir haben auch nach der Absage des Achterrennens in Zagreb unseren ursprünglichen Plan beibehalten und das Training voll durchgezogen. Jetzt wollen wir genau den Zeitplan, den wir in Zagreb gehabt hätten, hier in Dortmund abbilden“, erklärt Bundestrainer Uwe Bender: „Uns haben der Rhythmus und die Wettkampfintensität gefehlt, deswegen wollen wir den Weltcup simulieren. Wir werden das Programm alleine, nur für uns durchziehen und fahren dabei gegen die Uhr.“

„Alle ziehen mit und sind positiv.“
Achter-Bundestrainer Uwe Bender

Die Athleten haben die Vorbereitung ernst genommen und jeden Schritt so abgespult, wie sie es vor dem Weltcup getan hätten. „Das Wettkampfgefühl ist da. Alle ziehen mit und sind positiv“, bestätigt Bender: „Natürlich fehlen die Gegner und das Ambiente, es ist schon etwas anderes als der Weltcup. Aber der findet ja nun mal nicht statt und wir alle wissen, dass uns diese Intensität der Wettkämpfe gefehlt hat. Die Rennen helfen uns bei der weiteren Analyse.“

Statt in Zagreb geht es für den Deutschland-Achter nun also auf dem Dortmund-Ems-Kanal rund. Am heutigen Freitagmorgen (30.4.) absolvierten die Sportler das erste Rennen über die olympische Distanz von 2.000 Metern. Ziel war der Dortmunder Hardenberg-Hafen.

Finalrennen am Sonntag

Am Samstag (1.5.) ist Ruhetag angesagt – was für die Ruderer um Steuermann Martin Sauer eine lockere Einheit im Boot bedeutet und einige Gymnastikübungen. Am Sonntag (2.5.) wird dann wieder richtig aufgedreht, wenn das simulierte Weltcupfinale ansteht. Dabei will Bender auch Fortschritte im Vergleich zur Leistung bei den Europameisterschaften sehen: „Wir wollen den Rennverlauf und vor allem die zweiten tausend Meter schneller gestalten.“

Zwei weitere Weltcups stehen auf dem Plan

Den nächsten Schritt will das deutsche Flaggschiff dann wieder gegen Gegner machen, gegen die es hoffentlich in den kommenden Wochen geht. Auf dem Plan in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele stehen für den Deutschland-Achter noch die Weltcups in Luzern (Schweiz, 21. bis 23. Mai) und Sabaudia (Italien, 4. bis 6. Juni).

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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