Schülerinnen und Schüler der Vincenz-von-Paul-Schule fordern den Führerschein ab 16! !

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Die Abschlussfahrt der zehnten Klasse führte die Schülerinnen und Schüler der Vincenz-von-Paul-Schule am 15.06.2016 in den Bundesrat nach Berlin. Im Rahmen eines politischen Rollenspiels wurde die fiktive Gesetzesvorlage „Führerschein ab 16“ nach parlamentarischen Spielregeln diskutiert. Die Argumente der Befürworter lagen klar auf der Hand: So erlernten junge Fahrerinnen und Fahrer frühzeitig Verantwortung für sich und andere Menschen im Straßenverkehr zu übernehmen. Der Führerschein mit 16 fördere die Mobilität junger Menschen und könne dazu beitragen junge Autofahrerinnen und -fahrer für soziale und gemeinnützige Belange im Kranken-, Behinderten oder Seniorentransport zu interessieren. Die Gegner der Erteilung einer Fahrerlaubnis ab 16 konterten aber mindestens ebenso gewichtig: So seien junge Menschen noch nicht reif genug Kraftfahrzeuge zu führen und sie trügen mit ihrer Unbekümmertheit zu einer Erhöhung des Risikopotentials im Straßenverkehr bei. Auch seien junge Leute möglicherweise finanziell schnell überfordert, da mit dem Erwerb von Fahrzeugen erhebliche Belastungen verbunden seien. Auch käme es zu einer erheblichen Steigerung des Verkehrsaufkommens, die sich insbesondere in den Großstädten und Ballungsräumen negativ auf die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger auswirken würde. Nach knapp zweistündiger Debatte nahm der "Bundesrat" die "Gesetzesvorlage des Verkehrsministeriums" „Führerschein ab 16“ mit knapper Stimmenmehrheit an.
Ein weiterer Schwerpunkt der Abschlussfahrt war der Besuch des Mauermuseums an der Bernauer Straße am 14.06.2016. An diesem historisch bedeutenden Ort spielten sich zu DDR-Zeiten dramatische Fluchtszenen ab: Menschen sprangen aus den Fenstern ihrer auf DDR-Gebiet befindlichen Wohnungen, um auf die zu Westberlin gehörende Bernauer Straße zu gelangen. Heute erinnert ein etwa einhundert Meter langes Stück Mauer, ein Wachtturm und eine Gedenktafel mit Fotos und Namen der bei Fluchtversuchen erschossenen Menschen an ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte. Die mehrtägige staatspolitische Bildungsreise der Vincenz-von-Paul-Schule endete am 16.06.2016.

Über uns
Die Vincenz-von-Paul Schule ist eine staatlich anerkannte Förderschule in privater Trägerschaft mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung der Primarstufe, Sek. I und Sek. II. Alle Abschlüsse der Sekundarstufe I, die gleichwertig mit denen der Regelschulen sind, sind möglich. Unsere Schüler profitieren von einem Schulsystem mit familiärem Charakter, hochqualifizierten Sonderpädagogen, Lernen in Kleingruppen und besonderen Fördermöglichkeiten in den Bereichen Bewegung, Technik, Kreativität und Hauswirtschaft. Die Schule ist räumlich direkt an die Kinder- und Jugendhilfe Einrichtung St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e.V. angeschlossen, die auch Träger der Schule ist.
Der Schulträger
Das St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum betreut als anerkannter freier Träger der Jugendhilfe ca. 300 Personen in unterschiedlichen stationären, teilstationären und ambulanten Wohn- und Betreuungsformen. Es handelt sich um Kinder, Jugendliche und junge Volljährige sowie um Familien bzw. Alleinerziehende mit ihren Kindern im Säuglings- und Kleinkindalter.

Für weitere Informationen zur Schule:
www.vincenz-von-paul-schule.de

Autor:

Dorothee Gutierrez Blanco aus Dortmund-Nord

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