Städtische Eigenbetrieb Fabido hat sich seit seiner Gründung 2005 kontinuierlich weiterentwickelt
Fabido-Geschäftsbericht 2018 im Evinger Familienzentrum Fröbelweg vorgestellt

Bei der Vorstellung des Fabido-Geschäftsberichts 2018 in der Fabido-Kita Fröbelweg am Standort Gretelweg (hinten v.l.n.r.): Dortmunds Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger, Fabido-Geschäftsführer Daniel Kunstleben, Kita-Leiterin Petra Orban und ihre Stellvertreterin Milena Gruchot-Veit. Vorne einige der Kita-Kinder.
  • Bei der Vorstellung des Fabido-Geschäftsberichts 2018 in der Fabido-Kita Fröbelweg am Standort Gretelweg (hinten v.l.n.r.): Dortmunds Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger, Fabido-Geschäftsführer Daniel Kunstleben, Kita-Leiterin Petra Orban und ihre Stellvertreterin Milena Gruchot-Veit. Vorne einige der Kita-Kinder.
  • Foto: Günter Schmitz
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

„Mit dem zweiten Geschäftsbericht dokumentiert Fabido, welche Maßnahmen und Aktionen im letzten Jahr dazu beitrugen, ein qualitativ und quantitativ hochwertiges Betreuungs- und Bildungsangebot für die Kinder in Dortmund anzubieten“, sagt Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger.

Gemeinsam mit Fabido-Geschäftsführer Daniel Kunstleben stellte sie heute (28.5.) im Evinger Fabido-Familienzentrum Fröbelweg, Gretelweg 35-37, den Fabido-Geschäftsbericht 2018 vor. Die Einrichtung steht beispielhaft für die vernetzende Arbeit der Fabido-Kitas.

Mit 99 Tageseinrichtungen für Kinder bietet Fabido ein vielfältiges und bedarfsgerechtes Betreuungsangebot an. Es stehen zurzeit 7210 Betreuungsplätze in Kitas zur Verfügung. 1275 Plätze sind für Kinder unter drei Jahren eingerichtet. 5935 Plätze gibt es für Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Schulpflicht. Mit zurzeit 1.140 Plätzen bei rund 350 Tagesmüttern und -vätern verfügt Fabido über ein breites Angebotsspektrum.

Fabido identifiziert sich mit den Werten der Stadt Dortmund und setzt sich für die Werte Vielfalt, Demokratie und Toleranz ein. Die zahlreichen pädagogischen und öffentlichen Aktionen sind ein fester Bestandteil im vorliegenden Bericht.
„Neben Zahlen, Daten und Fakten stehen der gezielte Ausbau und die Weiterentwicklung der Kooperationen sowie die Vernetzung mit anderen Bildungsinstitutionen im Mittelpunkt des Geschäftsberichtes“, erläutert Fabido-Geschäftsführer Daniel Kunstleben.

Familienzentrum Fröbelweg will der Vielfalt Evings gerecht werden

Die vernetzende Arbeit der Kitas wird beispielhaft am Familienzentrum Fröbelweg im Gretelweg dargestellt. Kooperationen sind für die Einrichtung ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt, um der Vielfalt Evings gerecht zu werden. Die Kita soll für die Kinder und die Familien Türöffner in die Gesellschaft sein.

Das Familienzentrum ist Ankerstandort für das „Netzwerk INFamilie Märchensiedung Eving“, Kooperations-Kita für die Fabido-Kinderstube Märchenwald, beteiligt sich am Runden Tisch für ein demokratisches Eving. Anstöße zur Kooperation mit Partnern -  beispielsweise Erziehungsberatungsstelle, Jugendhilfedienst und Frühförderstellen - entstehen auch aus den individuellen Lebenswelten der Familien. Eine Besonderheit ist die Kooperation mit dem Lernbauernhof Schulte-Tigges an der Kümper Heide im nahen Derne.

Das Gebäude des Familienzentrums am Fröbelweg wird komplett erneuert und mit sechs Gruppen und 105 Plätzen für Kinder im Alter von null bis sechs Jahren am gleichen Standort neu gebaut. Die Eröffnung ist für das erste Quartal 2020 geplant. Bis dahin ist das Fabido-Familienzentrum Fröbelweg übergangsweise mit 48 Kindern in das ehemalige OGS-Gebäude der alten Schule Minister Stein am Gretelweg in Kemminghausen umgezogen.

Hier werden 48 Kinder ab drei Jahren in zwei Gruppen von 7 bis 16 Uhr betreut. Im hauswirtschaftlichen Bereich wird die Cateringküche von drei Mitarbeiterinnen geführt. Das Team besteht aus zehn pädagogischen Kräften. Unterstützung leisten eine Sprachförderkraft und zwei „plusKITA“-Kräfte im Rahmen des NRW-Förderprogrammes. Eine Sprachtherapeutin der städtischen Sprachambulanz ergänzt den Bildungsbereich Sprache.

Kapitalrücklage des Streiks 2016

Der Rat der Stadt Dortmund hat im Juli 2016 beschlossen, die Gelder aus der Kapitalrücklage des Streiks der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst mit einem Gesamtvolumen von 1,7 Millionen Euro für qualitätsunterstützende Maßnahmen in den Fabido-Kitas zu verwenden. Diese Angebote richten sich insbesondere an Kitas mit einem erhöhten Unterstützungsbedarf, die Projekte mit ihren Eigenmitteln nicht finanzieren können.

Es gibt Kooperationen im Bereich Musik, Bildende Kunst, Theater und Ökologie. Die städtische Musikschule realisiert in sieben Fabido-Kitas einmal wöchentlich ein musikpädagogisches Angebot und arbeitet dabei mit einer pädagogischen Fachkraft der jeweiligen Einrichtung zusammen. Bei den sogenannten „Sitzkissenkonzerten“ und Probenbesuchen konnten bisher 890 Fabido-Kinder klassische Musik erleben.

Durch das Museum Ostwall im Dortmunder U wurde das bewährte Konzept der „Weltentdecker und Farbmischer“ für weitere fünf Kitas neu aufgelegt. Rund um das Theaterspiel geht es in der Kooperation mit dem Kinder- und Jugendtheater. Theaterpädagoginnen besuchen sechs Kitas und führen nach individuellen Wünschen gemeinsam mit den Fachkräften Projekte durch. Durch die Zusammenarbeit mit dem „QuerWaldEin e.V“ können die Waldwochen und Waldtage in 20 Kitas unterstützt werden.

Auch das Kindermuseum mondomio! öffnet seine Pforten für Fabido. Bisher haben 14 Kitas die Workshops zum Thema nachhaltige Bildung besucht. Im Rahmen der Kooperation mit dem Lernbauernhof Schulte-Tigges besuchen 13 Kitas den Jahreszeitenkurs.

Zahl der Ausbildungsplätze soll gesteigert werden

Ohne qualifiziertes und motiviertes Personal lässt sich die Qualität der pädagogischen Bildungsarbeit nicht sichern, daher engagiert sich Fabido für die Ausbildung. Knapp die Hälfte der 99 Kitas hat eine Berufspraktikantin oder einen -praktikanten.

Im August 2018 starteten 40 junge Menschen mit der praxisintegrierten Ausbildung (PIA) zu Erzieherinnen und Erziehern, zehn mehr als 2017. Bei dieser Ausbildungsform können nun langfristig insgesamt 120 Ausbildungsplätze angeboten werden. Fabido will diese Zahl künftig weiter steigern.

Um die Ausbildungsplätze mit jungen und qualifizierten Menschen gut zu besetzen, hat Fabido 2018 sein Engagement zur Fachkräfte-Gewinnung fortgesetzt und in den sozialen Medien mit einer Video-Story und Werbe-Clips dafür geworben. In Verbindung mit bewährten Maßnahmen konnte sichergestellt werden, dass auch im kommenden Kindergartenjahr alle Ausbildungsplätze bei Fabido besetzt werden können.

Fabido stellt sich, so die Stadt, der Herausforderung des erhöhten Fachkräftebedarfs durch vielfältige Maßnahmen wie beispielsweise der Umsetzung der Ergebnisse des Projekts „Zukunft - aber sicher!“ und gezielten Werbemaßnahmen.

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