CDU möchte mehr Dortmunder Betriebskindergärten

CDU will Anschub durch Stadtverwaltung starten lassen

Die aktuelle Betreuungssituation der U3-, als auch der Ü3-Kinder hat sich weiterhin verschärft. Dortmund besitzt, in den einzelnen Stadtbezirken recht unterschiedlich Betreuungsquoten, die gegenwärtig noch nicht die große Nachfrage umfänglich befriedigen kann. In Zeiten einer alternden Gesellschaft, zunehmender Berufstätigkeit beider Elternteile, einer großen Anzahl alleinerziehender Elternteile und zusätzlich dem Auslaufen des Betreuungsgeldes muss – so sieht es der jugendpolitische Sprecher der CDU, Christian Barrenbrügge - weiter nach Lösungen im Feld der Kinderbetreuung gesucht und noch kreativer als bisher, die Umsetzung intensiviert werden. Nicht nur die EU-Freizügigkeit aller 28-EU-Staaten, sondern auch der Zustrom der Flüchtlinge mit ihren Kindern erhöhen den Handlungsdruck nach Betreuungsangeboten enorm, da durch eine frühkindliche Bildung und Betreuung ein essentieller Baustein zum Erwerb der deutschen Sprache gelegt und somit eine erfolgreiche Integration umso besser gelingen kann.

„Kinder sind unabdingbarer und kostbarer Bestandteil einer Gesellschaft. Den Eltern obliegt primär die Erziehung und es ist nicht Aufgabe des Staates oder der öffentlichen Hand, diesen Part zu übernehmen. Daher ist auch eine breite Vielfalt von Kinderbetreuungsangeboten zu begrüßen, so dass nicht allein staatliche Kinderbetreuungsangebote das Maß der Dinge sind. In diesem Zusammenhang muss für Dortmund das brach liegende Feld der betrieblichen Kinderbetreuung neu in den Fokus genommen werden“, fasst der jugendpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Barrenbrügge, die Situation zusammen.

Barrenbrügge führt aus, dass Erfahrungen anderer Städte mit Betriebskindergärten bestätigen, dass in einem immer stärker umkämpften Markt nach geeigneten, gut ausgebildeten Arbeitskräften, es der entscheidende Standortvorteil für ein Unternehmen sein kann, gute Arbeitskräfte zu halten oder neu zu gewinnen, wenn es eigene Betreuungsmöglichkeiten aufweisen kann, die bei Arbeits- und Betreuungszeiten ideal kompatibel sind. Große hiesige Unternehmen wie Signal Iduna, WILO oder KHS mit mehr als 1000 Mitarbeitern passen bspw. perfekt ins Anforderungsprofil und haben sicherlich genügend beschäftigte Eltern in ihren Reihen.

„Mit bis zu 400 Euro Fördergeldzuschuss pro Kind und pro Monat – für die Dauer von zwei Jahren – fördert das Bundesministerium für Familie Unternehmen, die sich für die Einrichtung eines Betriebskindergartens entscheiden. Viele Unternehmen haben von diesen Möglichkeiten wenig Kenntnis. Dabei ist die Entscheidung eines Unternehmens für einen Betriebskindergarten sehr lohnend. Denn durch weniger Fehlzeiten, niedrigeren Krankenstand und höhere Mitarbeitermotivation sinken die Personalkosten des Unternehmens. Die CDU würde es sehr begrüßen, wenn die Verwaltung des Jugendamtes die hiesigen Unternehmen – mit mehr als 50 Mitarbeitern an einem Standort - detailliert über die Möglichkeiten und finanziellen Förderprogramme des Ministeriums informiert mit dem Ziel, dass möglichst viele Unternehmen sich für die Einrichtung eines Betriebskindergartens entscheiden. Dabei soll auf das „know how“ der Verwaltung und das der Wirtschaftsförderung zurückgegriffen werden können. Einen entsprechenden Antrag werden wir in der nächsten Sitzung des AKJF einbringen“, so Barrenbrügge abschließend.

Autor:

Christian Barrenbrügge aus Dortmund-Ost

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