5000. Photovoltaik-Anlage in Dortmund am Netz
OB Westphal informiert sich in Brackel-Hohenbuschei über Ausbau

Dr. Bernd Ramthun, Andrea Knobloch, Tom Bauernfeind und Thomas Westphal (v.l.n.r.) vor dem Einfamilienhaus in Brackel-Hohenbuschei, auf dem jetzt die 5000. Photovoltaikanlage Dortmunds angeschlossen wurde.
  • Dr. Bernd Ramthun, Andrea Knobloch, Tom Bauernfeind und Thomas Westphal (v.l.n.r.) vor dem Einfamilienhaus in Brackel-Hohenbuschei, auf dem jetzt die 5000. Photovoltaikanlage Dortmunds angeschlossen wurde.
  • Foto: Anja Kador/Stadt Dortmund
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

Die Donetz, eine hundertprozentige Tochter der DEW21, hat in einem privaten Haushalt in Brackel Dortmunds 5000. Photovoltaik-Anlage ans Netz angeschlossen.

Oberbürgermeister Thomas Westphal und Dr. Bernd Ramthun, Geschäftsführer der Donetz, haben jetzt bei einem Besuch des Eigentümers der Anlage, Tom Bauernfeind, in Hohenbuschei einen Überblick über den Ausbau der Photovoltaik in Dortmund gegeben.

„Beim Ausbau der Photovoltaik auf Dortmunds Dächern müssen wir weiter deutlich zulegen! Unser Sofortprogramm Klima wird dafür mehr Schubkraft erzeugen“, sagt Oberbürgermeister Thomas Westphal.

Bereits im Mai 2021 hatte der OB das „Sofortprogramm Klima“ vorgestellt. Damit reagierte die Stadt auf die seinerzeit aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, das die Regelungen im Klimaschutzgesetzt der Bundesregierung als nicht ausreichend einstufte und somit die Freiheitsrechte der jungen Generation verletzt sah. „Zu diesem Programm zählen der Aufbau eines Dortmund-Fonds, eines Nachhaltigkeitsnetzwerkes sowie eines kommunalen Wärme- und Dachnutzungsprogramm mit einer Vielzahl weiterer Photovoltaik-Anlagen“, so Westphal.

Die im Mai vorgestellten Maßnahmen wurden inzwischen Teil eines umfassender angelegten Handlungsprogramms Klima-Luft 2030. Ziel ist, dass ein Mehr an Klimaschutz in Dortmund zu mehr Qualität im Umweltschutz führt und sich auch zu einem Motor für mehr Arbeitsplätze entwickelt. Das ist eines der strategischen Ziele des Oberbürgermeisters und der Stadt. Der Verwaltungsvorstand hatte deshalb im Oktober dieses umfassende Paket zum Thema Klima auf den Weg in die politischen Gremien gebracht.

Mit den 5000 Anlagen auf Dächern von Unternehmen, Gewerbetreibenden und Privatleuten befindet sich Dortmund in der NRW-Spitzengruppe. Und das in einem Bundesland, das im deutschlandweiten Vergleich mit Platz 3 bei der installierten PV-Leistung bereits gut aufgestellt ist – wie das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ausführt. So werden für Düsseldorf rund 2000 Anlagen und für Essen rund 2800 Anlagen ausgewiesen.

Mit einer Gesamtleistung von rund 63 Megawatt erzeugen die 5000 Dortmunder Anlagen auf den Dächern privater Haushalte wie jenen von Tom Bauernfeind aber auch auf Dächern kommunalen Einrichtungen und von Unternehmen in einem durchschnittlichen Sonnenjahr rund 56 Millionen Kilowattstunden. Umgerechnet können damit zirka 13 500 Vier-Personenhaushalte mit Strom versorgt werden.

„Unsere Stadt treibt die Energiewende voran. Wir sind stolz darauf, am klimafreundlichen Dortmund mitzuwirken und als Netzbetreiber die Infrastruktur dafür zu bieten. Ein enormes Klimaschutzpotenzial liegt auf Dortmunder Dächern. Bei der PV können wir gerade einen Rekord im Langzeitvergleich melden“, sagt Donetz-Geschäftsführer Dr. Bernd Ramthun. Und weiter: „Seit dem Jahr 2000 hat sich die Anzahl der jährlichen PV-Neuanlagen, die wir angeschlossen haben, verzehnfacht. Das sind große Herausforderungen für die Netze. Wir arbeiten in den kommenden Jahren Stück für Stück daran, sie als Rückgrat für die Energiewende zukunftsfähig aufzustellen.“

Solardachkataster: https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/planen_bauen_wohnen(dlze/solarkataster_infos/index.html

Photovoltaik-Zahlen im Bereich DONETZ

- Immer mehr Unternehmen und Privathaushalte in Dortmund entscheiden sich für eine Photovoltaikanlage (PV): 5000 Anlagen sind bereits ans Netz angeschlossen.
- In einem durchschnittlichen Sonnenjahr erzeugen die 5000 Anlagen heute mit einer Gesamtleistung von ca. 63 MW ca. 56 Mio. kWh.
- Damit könnten etwa 13.500 Vier-Personenhaushalte versorgt werden.
- Die Photovoltaik boomt: In Dortmund meldet Donetz einen Rekord im Langzeitvergleich.
- Seit dem Jahr 2000 hat sich die Anzahl der jährlichen Neuanlagen verzehnfacht.
- Laut Zahlen aus dem Marktstammregister der Bundesnetzagentur gehört Dortmund in NRW zur PV-Spitzengruppe und liegt weit vor anderen Großstädten in Nordrhein-Westfalen wie Düsseldorf und Essen.

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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