Fridays for Future: Nur ein Protest oder auch eine Lösung?
Junge Liberale Dortmund laden Fridays for Future zur Debatte ein

Die Jungen Liberalen Dortmund luden am vergangenen Dienstag die Organisatoren von Fridays for Future zur kritischen Diskussion in das Mercure Hotel in der Dortmunder City. Im Fokus der Diskussion stand die realpolitische Machbarkeit der ambitionierten Forderungen der Klimaaktivisten.
Bereits im frühen Verlauf der Diskussion zeichnete sich ab, dass die Aktivisten – im Gegensatz zu den Jungliberalen – ihre Mission nicht in der Ausarbeitung von Lösungsstrategien sehen. Vielmehr verstehen sie sich als „Sprachrohr der Wissenschaft“ und Mahner der inkonsequenten Klimapolitik. Ziel sei es, die Politik zum Handeln zu animieren, um die von Fridays for Future gesteckten Ziele umzusetzen.
Die Jungliberalen mahnten an, auch Lösungen für die gesetzten Ziele zu präsentieren und die Verantwortung nicht einfach an die Politik weiterzureichen. Außerdem wünschten sie sich eine ganzheitliche Blickweise auf politische Forderungen, zum Beispiel unter sozial- & wirtschaftspolitischen Aspekten. Denn den Menschen liegt aus Sicht der Liberalen auch ihre Selbstentfaltung, finanzielle und berufliche Sicherheit am Herzen.
Einig wurde man sich bei der Bewertung des Klimapaketes der Bundesregierung, welches von beiden Seiten als unwirksam eingestuft wurde. Die Liberalen wünschen sich für besseren Klimaschutz eine Ausweitung des Emissionshandels, den Abbau von Subventionen als auch massive Investitionen in Technologie und Fortschritt, um eine Vorreiterrolle in der Weltgemeinschaft einzunehmen.
Der Vorsitzende der JuLis in Dortmund, Nils Mehrer, ist sich darüber hinaus sicher, „Klimaschutz fängt am Ende des Tages bereist kommunal an: wir wollen den Bürgern hier aber nicht das Autofahren verbieten, sondern lieber dafür sorgen, dass der beispielsweise ÖPNV attraktiver wird und die Menschen Anreize haben, auf das Auto zu verzichten.“ Sein Pressesprecher Tim Schneider stimmt hier zu: „Statt Umweltspuren und Klimanotstände -wie in vielen Städten- zu verhängen, benötigen wir effektive Maßnahmen um möglichst klimafreundlich zu handeln.“. Beide kandidieren zur Kommunalwahl im kommenden Jahr für die FDP und wollen im Stadtrat auch für eine bessere Klimapolitik einstehen.

Autor:

Nils Mehrer aus Dortmund-Süd

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