Freier Eintritt am Sonntag für alle Besucher, welche 1934 geboren wurden
Zoo Duisburg wird 85 Jahre alt

Die Gorilla-Anlage heute.
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Am 12. Mai 1934 wurde der Tierpark am Kaiserberg eröffnet. Zu seinem 85-jährigen Bestehen blickt der Zoo auf eine bewegte Geschichte zurück – und ermöglicht allen Besuchern, welche 1934 geboren wurden, einen kostenfreien Zootag am kommenden Sonntag unter Vorlage des Personalausweises an den Zookassen.

Gerade einmal 4 Hektar umfasste das Gelände des ehemaligen Tierparks an der Stadtgrenze zu Mülheim. Vornehmlich heimische Tierarten, aber auch ein Aquarium und ein Raubtierhaus lockten die Besucher in den Gründerjahren an den Kaiserberg. In den folgenden Jahren konnte der Tierpark Stück für Stück vergrößert werden – bis Gebäude und Tierbestand den Bombenangriffen während des zweiten Weltkrieges zum Opfer fielen. Lediglich ein Emu, drei Flamingos, zwei Schafe und ein Maulesel überlebten. Nach Kriegsende wurde der Zoo wieder aufgebaut und so konnten die Besucher bereits 1951 das erneuerte Aquarium besuchen – es ist bis heute das älteste Gebäude am Kaiserberg.

Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

Mit dem Aufbau der Expo-Brücke im Jahre 1959 konnte sich der Tierpark um weitere 5 Hektar vergrößern und ist bis heute der einzige Zoo, welcher von einer Autobahn geteilt wird. Ersetzt wurde die gelbe Expo-Brücke im Jahr 1997 durch die neue, bis zu 30 Meter breite Zoo-Landschaftsbrücke.

Das seinerzeit größte Affenhaus der Welt entstand 1962 am Kaiserberg. Im Äquatorium leben bis heute verschiedene Tierarten, vornehmlich Affen, welche rund um den Äquator beheimatet sind. Nur drei Jahre später eröffnete in Duisburg das erste Delfinarium, in welchem die vier großen Tümmler Flip, Flap, Perfect und Littlebit lebten. Aufgrund des großen Zuspruchs ersetzte der Zoo nach drei weiteren Jahren die Beckenkonstruktion mit einem Tragluftzelt durch ein damals wegweisendes Delfinarium und erweiterte dieses im Jahre 1995 beträchtlich.

Zum gleichen Zeitpunkt begann in Duisburg eine wahre Erfolgsgeschichte, das erste Koalajungtier wurde 1995 am Kaiserberg geboren. Erst ein Jahr zuvor begann der Zoo mit der Haltung der Kletterbeutler. Weitere erfolgreiche Nachzuchten in den folgenden Jahren sorgten dafür, dass der Zoo über die Grenzen Deutschlands für seine Koalazucht bekannt wurde. Nicht umsonst wird in Duisburg daher auch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für die sympathischen Beuteltiere koordiniert.

In den folgenden Jahren ersetzten Wegweisende, neue Tiergehege Stück für Stück ältere Anlagen. So konnten neue Gehege für Riesenotter und Brillenbären verwirklicht werden. Mit der Eröffnung der Sparkassen-Erlebniswelt in 2011 wurde der Zoo um ein weiteres Highlight reicher. Auch ein neues Riff-Aquarium begeistert seit einigen Jahren kleine und große Zoobesucher. Seit 2016 freuen sich die Sibirischen Tiger El-Roi und Dasha über eine großzügige und naturnah gestaltete Freianlage. Auch künftig wird der Zoo in naturnahe Tiergehege investieren. So bekommt das Duisburger Löwenrudel aktuell eine neue, 2.500 Quadratmeter große Außenanlage.

Die Gorilla-Anlage heute.
Die Gorilla-Anlage damals.

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