Die Arbeitslosigkeit im Dezember 2012

Im Dezember 2012 waren 30.081 Menschen bei uns in Duisburg arbeitslos gemeldet. Rein rechnerisch waren das 225 oder 0,8 % mehr als im November 2012. Untergliedert nach den Rechtskreisen waren im SGB III = Versicherungsbereich 5.656 Menschen arbeitslos, im SGB II = Grundsicherung 24.425 Menschen. "Der Dezember zeigt die saisonübliche Entwicklung mit leicht ansteigender Arbeitslosigkeit in beiden Rechtskreisen. Betroffen hiervon sind vor allem Männer in witterungsabhängigen Berufen, aber auch Gastronomie, Verkehr und Lagerei sowie die Arbeitnehmerüberlassung," betont Ulrich Käser, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. "Die Städte Dortmund und Gelsenkirchen sind - hinsichtlich der Arbeitslosigkeit - deutlich schlechter wie wir. Mit Essen liegen wir gleichauf."

Genau 1.427 Personen gelang es, eine Beschäftigung aufzunehmen. Die Agentur für Arbeit konnte 1.047 neue ungeförderte Arbeitsstellen in ihren Bestand aufnehmen, so daß dort jetzt 2.907 offene Stellen vorhanden sind.

Im Jahre kam mit amazon ein Arbeitgeber nach Rheinberg. "Er hat rund 2.000 Stellen geschaffen, an deren Besetzung auch wir in Duisburg beteiligt waren. Für Duisburg ist ein solcher Arbeitgeber wichtig, war wir gering qualifizierte Personen dorthin vermitteln können, und das überregional. Der Arbeitsplatzverlust in den Traditionsbranchen wie Kohle und Stahl der letzten Jahre muß schließlich irgendwie kompensiert werden. In der Regel kann das nur über kleine und mittelständische Unternehmen erfolgen. Wir müssen den Standortvorteil (Flughafen, Flüsse, Binnenhafen usw.) nutzen."

2013 wird sich Audi im Duisburg ansiedeln und 500 neue Arbeitsplätze beschäftigen. Momentan laufen bei der Duisburger Arbeitsverwaltung die Planungen, wie dem Unternehmen bei der Besetzung der offenen Stellen geholfen werden kann.

" Das seien 416.000 Menschen oder ein Prozent mehr im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch unter Berufung auf vorläufige Berechnungen mitteilte. Demnach stieg die Zahl der Erwerbstätigen seit 2005 um 2,66 Millionen Menschen an - ein Plus von knapp sieben Prozent.

Von der positiven Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt profitierten insbesondere die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, deren Anzahl - wie schon in den Jahren 2010 und 2011 - auch im Jahr 2012 überproportional gestiegen ist," berichtet die Deutsche Welle in ihrem elektronischen Newsletter; dies sei hier ergänzend zugefügt.

"Es gibt eine schwierige Arbeitsmarktsituation bei hoher Arbeitskräftenachfrage. Wir rechnen mit einem moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit," blickt häser in die Zukunft. "Logistik und Handel bieten Lichtblicke, Branchen wie der Stahl sind mit Fragezeichen behaftet." Er benennt auch die Arbeitsschwerpunkte für das kommende Jahr: Die Fachkräftesicherung steht 2013 im Vordergrund. Die Zahl von 4.000 Schülern ohne formalen Schulabschluß muß nach seinen Worten reduziert werden. Die Zahl der Ausbildungsabbrecher - im Handwerk liegt sie beispielsweise bei 16 % - muß reduziert werden. Es soll weniger Studienabbrecher geben. "Über die IHK gibt es ein System, unbürokratisch ausländische Schul- und Ausbildungsabschlüsse anzuerkennen."

Die Hoffnung von Käser: "Wir haben ausreichend Geld im Eingliederungstitel, so daß wir Weiterbildung und Umschulung finanzieren können." Außerdem können 1.850 Arbeitsgelegenheit (1-€-Jobs oder wie auch immer diese Jobs heißen) angeboten werden.

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