Duisburger schätzen ihre Innenstadt: Citymanagement und IHK legen Kundenzufriedenheitsanalyse vor

Wer die Innenstadt aufsucht, möchte in erster Linie Kleidung kaufen.
  • Wer die Innenstadt aufsucht, möchte in erster Linie Kleidung kaufen.
  • Foto: Frank Preuß
  • hochgeladen von Sabine Justen

Die Duisburger zieht es zumeist in ihre Innenstadt, wenn sie Kleidung, Schuhe, Kosmetik oder Unterhaltungselektronik kaufen wollen. Das geht aus der Kundenzufriedenheitsanalayse hervor, die das Citymanagement und die Industrie- und Handelskammer in Auftrag gegeben haben.

309 Passanten wurden im Frühjahr in der City durch die Stadt und Handel GmbH befragt, 22 Prozent von ihnen gaben sich als auswärtige Besucher zu erkennen. Ein Anteil "fremder" Gäste, wie er für vergleichbare Großstädte durchaus üblich ist. Der Wert liegt in der Regel zwischen 20 und 30 Prozent. Darüber hinaus wurden 300 Haushalte telefonisch um ihre Meinung gebeten.

Von den befragten Passanten gaben 75 Prozent an, nicht nur durch die Innenstadt zu bummeln, sondern hier auch gekauft zu haben. Und zwar in erster Linie Bekleidung, gefolgt von Nahrungs- und Genussmitteln, Schuhe und Lederwaren, Drogerie- und Kosmetikartikeln, Büchern und Unterhaltungselektronik. Zum Einkaufen nach Düsseldorf oder Essen zieht's die Duisburger weniger. Mehr Konkurrenz stellen da das Centro, benachbarte Mittelzentren oder das Internet dar. Der überraschend hohe Käufer-anteil bei Nahrungs- und Genussmitteln ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass der Bauernmarkt an gleich drei Tagen in die City lockt.

"Weshalb sind Sie heute (außer zum Einkauf) noch in die Duisburger Innenstadt gekommen?", wollten die Interviewer von den Passanten wissen. 30 Prozent nannten die Gastronomie als Grund, 28 Prozent wollten Bummeln beziehungsweise hier ihre Freizeit verbringen. Überdurchschnittlich hoch sei die Gastronomienennung, urteilen die mit der Analyse beauftragten Experten. Das korrespondiere allerdings mit der spürbaren Entwicklung gastronomischer Angebote im Stadtzentrum in den vergangenen Jahren.

Es gibt allerdings auch Sortimente, die Passanten und Haushalte gleichermaßen in der Duisburger City vermissen. Ein Mehr an "qualitativ hochwertiger Ware" wünscht sich vor allem die ältere Kundschaft. Dazu zählen auch Herrenausstatter und Modehäuser, wie sie früher beispielsweise in der Münzstraße zu finden waren. Das jüngere Publikum hätte gerne mehr günstige, trendige Modeketten wie Primark.

Auf eine Schulnote für die City angesprochen, gaben 33 Prozent der Passanten der Innenstadt ein "Gut", 49 Prozent fanden sie "befriedigend", 15 Prozent urteilten ausreichend.

"Die Aussagen sind im Großen und Ganzen recht positiv", freut sich Citymanagerin Dagmar Bungardt über das Ergebnis der Kundenzufriedenheitsanalyse. Allerdings kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. "Das bestärkt uns, weiter an der Attraktivitätssteigerung der Innenstadt zu arbeiten." So möchte das Citymanagement Duisburg unter anderem weiter das optische Erscheinungsbild verbessern, die Servicequalität verbessern und die Belästigung durch angetrunkene Personen vermeiden helfen.

Dem vielerorts sichtbaren Leerstand entgegenwirken, dürfte allerdings schwierig sein. In vielen Fällen sind die Immobilienbesitzer keine Duisburger beziehungsweise keine einheimischen Unternehmen und daher nicht am Geschehen vor Ort interessiert.

Autor:

Sabine Justen aus Duisburg

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