Endlich eine verbindliche Frauenquote einführen!

Unsere SPD-Bundestagsfraktion will eine verbindliche Frauenquote von mindestens 40 Prozent für Aufsichtsräte und Vorstände einführen. Wir brauchen endlich echte Chancengleichheit.

Am morgigen Donnerstag stehen im Deutschen Bundestag drei Gesetzentwürfe zur Frauenquote auf dem Plan. Der SPD-Entwurf zur „Förderung der Chancengleichheit von Männern und Frauen in Wirtschaftsunternehmen“ schlägt die weitestgehende Regelung vor. Er sieht eine geschlechtergerechte Besetzung von Vorständen und Aufsichtsräten börsennotierter und mitbestimmter Unternehmen vor. Ab 2013 soll für Neubesetzungen in Aufsichtsräten eine Mindestquote für Frauen von 30 Prozent gelten. In Vorständen müssen 20 Prozent erreicht werden. Ab 2015 ist ein Frauenanteil von 40 Prozent für Aufsichtsräte und Vorstände verpflichtend. Wird die Quote nicht erfüllt, bleiben die Sitze in Aufsichtsrat und Vorstand unbesetzt.

Frauen werden in der Wirtschaft benachteiligt, zu wenige steigen in Führungspositionen auf. Mehr als ein Jahrzehnt erfolgloser Selbstverpflichtungen reicht. Statt bei der morgigen Abstimmung endlich zu handeln, wollen CDU/CSU die Frauenquote nur in ihr Wahlprogramm aufnehmen und damit auf den Sanktnimmerleinstag verschieben. Dieses scheinheilige Wahlkampfmanöver soll einzig und allein die nächste schwarz-gelbe Koalitionskrise abwenden, weil die FDP und Teile der Union die Frauenquote blockieren.

Im Jahr 2012 waren nach Zahlen des Managerinnenbarometers 2013 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) 13 Prozent der Aufsichtsräte in den 200 größten Unternehmen Frauen. Mehr als zwei Drittel davon sind Vertreterinnen der Arbeitnehmerseite. In den DAX 30 Unternehmen liegt der Frauenanteil in den Aufsichtsräten bei 19 Prozent. In den Vorständen der 200 größten Unternehmen sitzen nur 4 Prozent Frauen. Damit sind 90 Prozent der Vorstände reine Männerrunden. In den DAX 30 Unternehmen sind Frauen mit 8 Prozent auf der Vorstandsebene vertreten.

Weitere Informationen zur Frauenquote finden Sie in der Kompaktinfo Frauenquote der SPD-Bundestagsfraktion, die Sie mit einem Klick hier abrufen können.

Autor:

Bärbel Bas aus Duisburg

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