„StadtteilLeben“ – die Soziale Stadt NRW unter einem Dach

Das Podium | Foto: (Foto: EGDU)
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Von Bergheim bis Recklinghausen: NRW-Stadtteile präsentieren ihre Aktivitäten in benachteiligten Quartieren auf einer Fachmesse im Landschaftspark Duisburg-Nord.

Wie werden Bewohner in Veränderungsprozesse in ihren Stadteilen eingebunden? Wie können Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt aufgezeigt werden – und zwar dort, wo sich ökonomischer und struktureller Wandel besonders deutlich ausprägen? Wie wird mit maroder Baustruktur und Leerständen umgegangen?

Wie wird Integration vor Ort gelebt? Wie können die Bildungschancen der Kinder erhöht werden? Kurz: wie kann die Wohn- und Lebensqualität in benachteiligten Stadtquartieren verbessert werden? Seit mehr als 15 Jahren werden in NRW im Rahmen des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt" Antworten auf diese Fragen gefunden.

Nun beschäftigten sich Fachleute aus NRW und Europa mit diesem Thema. Zunächst in einer internationalen Fachkonferenz und am Freitag in einer großen nordrhein-westfälischen Leistungsshow.

Nach der Eröffnung durch den Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland, seinen Essener Amtskollegen Reinhard Paß, den Gelsenkirchener Stadtdirektor Michael von der Mühlen und den Innenminister Ralf Jäger präsentierten über 40 Stadtteile ihre Projekte und Aktivitäten an Infoständen und auf zwei Bühnen. Auf dem Podium diskutierten Vertreter des Städtebauministeriums und der Städte die Zukunft der integrierten Stadtteilentwicklung und die Frage, wie diese mit ausbleibenden Fördermitteln gelingen kann.

Auf der Bühne diskutierten derweil Heiner Maschke (EG DU), Christian Meyer (Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr), Ralf Zimmer-Hegmann (Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung), Thomas Franke (Deutsches Institut für Urbanistik) und Simon Güntner (Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg) Möglichkeiten zur Verstetigung der geschaffenen Strukturen in den Stadtteilen.

Veranstaltet wurde Stadteilleben von der EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH und dem Städtenetz Soziale Stadt NRW. "Es ist uns gelungen, die nordhrein-westfälischen und europäischen Fachleute miteinander ins Gespräch zu bringen", zeigt sich Heiner Maschke, Geschäftsführer der EG DU, zufrieden mit den Ergebnissen.

Etwa 1.200 Besucher informierten sich auf der Messe. Viele Aktive kehrten mit neuen Ideen im Gepäck in ihre Stadtteile zurück. "Wir konnten uns mit anderen austauschen und sehen, welche Lösungen in anderen Stadtteilen gefunden wurden. Für ein Obdachlosen-Projekt konnten wir neue Partner finden. Das motiviert nicht nur unsere ehrenamtlichen Akteure," erklärt Petra Klein aus dem Baudezernat der Stadt Witten.

"Heute haben wir gezeigt, wie kraftvoll und ideenstark die Soziale Stadt in NRW ist. Eine Diskussion über die Zukunft des Programms und eine Verstetigung der geschaffenen Strukturen in den Stadtteilen ist unerlässlich", so Brigitte Grandt eine der Verantwortlichen der EG DU.

Autor:

Harald Molder aus Duisburg

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