Duisburger Motorsportler am Pfingstwochenende erfolgreich am Start

André Lotterer, Mitte, bei der Siegerehrung zu den 24h Rennen von Le Mans
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Sieg für Andre Lotterer bei den 24h von Le Mans, Klassensieg für Michael Bohrer bei der Langstrecke auf dem Nürburgring, Platz vier für Lance David Arnold in der ADAC GT Masters im belgischen Zolder
Bei dem berühmtesten Langstreckenklassiker der Welt, den 24h von Le Mans sicherte sich der Duisburger André Lotterer mit seinen Teamkollengen Marcel Fässler und Benoit Tréuyer den Sieg. Die 79. Auflage des berühmtesten Langstrecken-Rennens der Welt vor über 250.000 Zuschauern war an Dramatik kaum zu übertreffen. Nachdem Audi bereits im ersten Renndrittel zwei seiner Audi R18 TDI durch Unfälle verlor, ruhten alle Hoffnungen auf dem Fahrzeug mit der Startnummer "2", das sich im Qualifying die Pole-Position gesichert hatte. 16 Stunden lang mussten Fässler, Lotterer und Tréluyer alleine gegen die drei Werks-Peugeot kämpfen, die nichts unversucht ließen, um Audi den Sieg streitig zu machen. Am Sonntagvormittag lagen die vier schnellsten Fahrzeuge noch immer innerhalb weniger Sekunden an der Spitze des Feldes. Immer wieder wechselte die Führung auch abhängig von den unterschiedlichen Strategien. Und stets spielten Fässler, Lotterer und Tréluyer den Performance-Vorteil ihres Diesel-Sportwagens aus, der im ersten Jahr des Motor-Downsizings in Le Mans klar das schnellste Auto im Feld war. Mit 3.25,289 Minuten gelang es André Lotterer in der 229. Rennrunde sogar, die Bestzeit aus dem Qualifying zu unterbieten und stellte den Sieg sicher.
André Lotterer (Audi R18 TDI #2): "Es war ein sehr intensives Rennen. Ich habe von der ersten bis zur letzten Minute gepusht wie verrückt. Ich hatte keine Langeweile im Auto. Ich habe alles gegeben, was ging. Mir blieb auch gar nichts anderes übrig. Letztendlich hat es funktioniert. Ich bin einfach glücklich, dass wir das zusammen geschafft haben. Die ganzen Mechaniker und alle haben so hart gearbeitet für die Vorbereitung des Autos. Das ist eine tolle Belohnung für viele Überstunden. Durch die zwei Unfälle war es gestern ein schwieriger Tag für Audi Sport. Ich bin sehr froh, dass Allan (McNish) und Rocky okay sind und wir trotz der Unfälle Grund zur Freude haben können."
Zu gleichen Zeit war Lance David Arnold im belgischen Zolder beim ADAC Masters Weekend im Einsatz. Auf der ehemaligen Formel 1 Rennstrecke bestritt er mit seinem Teamkollegen Andreas Zuber zwei Rennen in der ADC GT Masters auf dem Mercedes SLS AMG GT 3 vom Team Heico Motorsport. Nach dem es in den freien Trainingssitzungen nicht optimal lief, sicherten sie sich im ersten Qualifying für das Rennen am Samstag mit einer Zeit von 1.44.240 Minuten den zweiten Startplatz in mit 35 Sportwagen stark besetzten Feld. In einem spannenden Rennen überquerte der Duisburg nach einer Stunde Fahrzeit auf Platz vier die Ziellinie und verpasste den Podestplatz nur um einen Wimpernschlag.
Lance David Arnold: „Zunächst konnte ich die Position verteidigen. Dann habe ich Margaritis, der hinter mir lag ziehen lassen, um einfach meinen eigenen Rhythmus gehen zu können und den Flügeltürer nicht zu überfahren. Später musste ich dann auch noch einen der Lamborghinis vorbei lassen, ehe ich das Auto auf Platz vier liegend an meinen Teamkollegen übergeben habe. Wir haben heute das Podest ganz knapp verfehlt, aber mehr war mit unserem großen Gewicht einfach nicht drin.“
Das zweite Rennen am Sonntag mussten sie vom 17. Startplatz aus aufnehmen. Die Startphase zum Sonntagsrennen des ADAC GT Masters verlief turbulent. Nach einem Unfall von Frank Kechele im Lamborghini, in den auch René Rast im Audi R8 sowie einige Mercedes SLS AMG GT3 verwickelt wurde, ging das Safety-Car in der ersten Runde auf die Strecke. Für den Duisburger war da das Rennen auch schon fast gelaufen. Startfahrer Zuber wurde indirekt ebenfalls in den Unfall verwickelt. „Vor mir wurde plötzlich stark verzögert. Ich konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, bin auf einen Lamborghini aufgefahren und habe mir dabei die Halterung der Motorhaube beschädigt“, schildert der Österreicher sein Missgeschick. Der Schaden blieb nicht ohne Folgen. Als das Rennen wieder freigegeben wurde, klappte die Motorhaube auf, legte sich vor die Windschutzscheibe und nahm Zuber die Sicht. Der anschließende Boxenstopp warf den Österreicher und seinen Teamkollegen Lance David Arnold dann hoffnungslos zurück und beendeten das Rennen auf Rang 24.
Bei der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring sicherte sich Michael Bohrer (AMC Duisburg) mit seinen Teamkollegen Bruce Jouanny, Jürgen Nett und Stéphane Caillet beim fünften Lauf wieder den Klassensieg im weißen Peugeot RCZ 2.0 HDi FAP und war bei den Dieselfahrzeugen das Maß der Dinge. Nach 21 Runden auf der Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife hatte Jouanny zusammen mit Michael Bohrer, Stéphane Caillet und Jürgen Nett im weißen Peugeot RCZ 2.0 HDi FAP eine Runde Vorsprung auf das schwarze Diesel-Sportcoupé, das er zusammen mit Olivier Perez und Guillaume Roman pilotierte. Der Drittplatzierte der Diesel-Klasse lag eine weitere Runde zurück. Teammanager Timo Frings war voll des Lobes: „Alle Fahrer haben heute einen fehlerfreien Job abgeliefert. Dazu gab es perfekte Boxenstopps. Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring kann kommen, wir sind bestens gerüstet.“
Michael Bohrer: „Dank eines überarbeiteten Motormanagements waren die RCZ im Top-Speed fünf km/h schneller als zuvor. Das war wieder einer von vielen kleinen Schritten, die den RCZ von Rennen zu Rennen besser machen. 2010 mussten wir kämpfen, um Rundenzeiten unter zehn Minuten zu erreichen. Heute fahren wir diese dauerhaft und ohne Anstrengung. Den Speed von heute könnten wir mühelos 24 Stunden lang fahren, davon bin ich überzeugt. In der Meisterschaft liegen wir jetzt auf den 12. Gesamtrang.“ CS/motorracepics.de

Autor:

Cornelia Simon aus Duisburg

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