37 Entwürfe Duisburger Künstler für die Gedenkstele der Loveparade-Tragödie

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Am vergangenen Montag (15.11.) endete die Bewerbungsfrist für die Gestaltung der Gedenkstele, die an die Opfer der Loveparade-Tragödie am 24. Juli 2010 erinnern. An dem Aufruf der „Initiative Spendentrauermarsch“ beteiligten sich 37 Duisburger Künstlerinnen und Künstler.

Über ihre Vorschläge für das Erinnerungszeichen, das in der Nähe des Tunnels an der Karl-Lehr-Straße gesetzt werden soll, entscheidet jetzt eine Jury. Das erste Treffen ist für den 1. Dezember 2010 geplant. Eine Entscheidung wird noch im Dezember erwartet. Die Stele selbst soll im Frühjahr 2011 errichtet werden. Mit der Stele wird dann der Kubus auf einem Parkgrundstück in der Nähe des Tunnels abgebaut.

Bis dahin sind unter anderem planungsrechtliche Auflagen zu erfüllen sowie die Zustimmung der politischen Gremien einzuholen. In der „Initiative Spendentrauermarsch“ arbeiten der Lions Club Duisburg-Rhenania, der Stadtsportbund Duisburg, der Steinhof Duisburg und die bürgerschaftliche Vereinigung proDUISBURG e.V. zusammen.

Gemeinsam hatte man unmittelbar nach der Loveparade Tragödie einen Trauermarsch organisiert und Spenden für ein Erinnerungszeichen der Duisburger Bürger gesammelt. Insgesamt kamen dabei mehr als 25.000 Euro zusammen. Die Ausschreibung mit dem Aufruf an Duisburger Künstlerinnen und Künstler erfolgte im Oktober 2010. Die Bewerbungsfrist endete am Montag, 15. November.

An den Jurysitzungen nehmen Vertreter der Initiative teil. Darüber hinaus sind zwei Mitglieder aus dem Kreis der Angehörigen der Loveparade-Opfer vertreten. Die Interessensgemeinschaft Duisburger Künstler ist ebenfalls vertreten. Alt-Oberbürgermeister Josef Krings, der auch die weithin beachtete Rede beim Spendentrauermarsch hielt, ist ein weiteres Mitglied der Jury. Sie nimmt nun ihre Arbeit auf.

Franz Hering, Vorsitzender des Stadtsportbundes, sagte zur Resonanz auf die Ausschreibung: „Ich bin zutiefst beeindruckt. Nicht nur die Vielzahl der Bewerbungen, sondern auch das hohe Einfühlungsvermögen der Künstlerinnen und Künstler, das sich an den Entwürfen ablesen lässt, ist ein bewegendes Zeichen.“ Den Stadtsportbund - als Adressat für die Bewerbungen - erreichten Skizzen, ausführliche Beschreibungen und zudem Modelle für die Gedenkstele.

Arno Eich, Geschäftsführer des Kulturzentrums Steinhof in Huckingen, sagte: „Auf uns als Jury kommt nun die schwierige Aufgabe zu, einen Entwurf aus dieser großen Zahl an Gestaltungsideen auszuwählen. Wir sehen die große Verantwortung. Wir sehen aber auch die Chance, ein wirklich wichtiges Zeichen des würdigen Erinnerns an die Tragödie des 24. Juli setzen zu können.“

Jörg Bunert, Mitorganisator des Trauermarschs und Mitglied des Lions Club Rhenania, sagte: „Ich bedanke mich beim Kulturbüro, das uns bei der Formulierung der Ausschreibung geholfen hat. Ich bedanke mich ebenfalls beim Kulturdezernat der Stadt Duisburg. Uns wurde Unterstützung bei der Umsetzung der Verwaltungsvorgaben zugesagt, die wir benötigen, um unser Vorhaben möglichst schnell umsetzen zu können.“

Hermann Kewitz, der Vorsitzende der 1910 gegründeten bürgerschaftlichen Vereinigung proDUISBURG e.V.: „Wir denken darüber nach, eine Ausstellung mit allen Skizzen, Modellen und Entwürfen zu organisieren. Denn aus unserer Sicht verdienen es auch die Künstlerinnen und Künstler, deren Idee nicht berücksichtigt werden können, dass ihre Idee für die Gedenkstele gesehen und wahrgenommen wird.“

Weitere Informationen über den Stadtsportbund Duisburg
Telefon 0203 3000811

Autor:

Harald Molder aus Duisburg

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