Schon mal nachgesehen wie der Wein 2019 wird!
Osann-Monzel, diese traumhafte Lage, wunderschönes Wetter und die Kamera dabei

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Gerne möchte ich Euch mal an dieser Stelle etwas über die vier besonderen und einzigartigen Weinlagen unserer Freunde Karl und Herbert Veit erzählen. Da wäre das Monzelener Kätzchen, das in einem der Mosel zugewandten steilen Südhänge liegt, wo es bereits im Frühjahr sehr warm wird.
Diesen Namen verdankt die Weinlage zum einen den Weidenkätzchen, die hier im Frühling als ersten Frühlingsboten blühen und zum anderen der Tatsache, dass Katzen sich gerne an warmen, kuscheligen Stellen legen, um neue Energie zu tanken.
Gegenüber dem Ort Brauneberg erstreckt sich die Brauneberger Juffer über fast 2 km auf der linken Moseluferseite. Bei dieser Lage handelt es sich um eine reine Südschieferlage mit feinstem, verwittertem Devonschiefer, der über 400 Millionen Jahre alt ist und blau schimmert.
Dieser verleiht den ausschließlich hier wachsenden Rieslingtrauben ein großes, mineralisches und unverkennbares Potential und daraus den ausgeprägten „schiefrigen“ Geschmack.
Bei Örtchen Minheim erhebt sich in 95 m Höhe die Burglay über die Mosel, eine ehemalige Befestigungsanlage auf einem Bergsporn. Die hier wachsenden Rieslingtrauben bergen eine Fruchtsüße voller Aromen und Komplexität. 
Der Weinberg in der geschätzten Weinlage Minheimer Burglay hat eine lange Geschichte, die bis ins 4. Jahrhundert nach Christus reicht. Münzen, Metallfunde und Keramik zeugen von spätrömischer Kultur. Schon früher wurde hier an der Südseite des steil abfallenden Bergausläufers Wein angebaut.
Nicht nur die Römer schwärmten von diesem Weinberg, sondern auch unser Großvater Josef und seine Tochter Angelika – ersterer, weil hier ein außergewöhnlich edler Tropfen wächst und sie hingegen, weil sie vom Felskopf der „Burg“ eine tolle Fernsicht nach Monzel zu ihrem Karl hatte.
Und dann wäre da noch der ,,Kestener Herrenberg''! Die Kestener „Herren“, die Grafen von Manderscheid, Blankenheim und vom Stift St.Paulin in Trier waren, hatten hier ihren Zenthof. Auf diesem Weinberg wachsen heute ausschließlich unsere Traminerreben. Der daraus gewonnene Wein ist mineralisch und filigran mit einem feinen Säurespiegel.
Im 18. Jahrhundert war der Kestener Herrenberg für das Piesporter Goldtröpfen und für seinen Spätburgunder bekannt. Durch ein striktes Riesling-Dekret geriet diese Besonderheit leider in Vergessenheit.
Im „gemischten“ Satz wuchsen hier später auch Traminerreben an der Mosel und durch den gemeinsamen Anbau mit dem Riesling ernte man interessante Weine. Im Jahr 2000 entschieden wir uns für einen reinen Traminerberg.
Der Herrenberg ist tiefgründig, geprägt von weichem Tonschiefer und liegt hier nach Süden und nach Südwest. Diese besondere Eigenwilligkeit der Weinlage und des Bodens spiegeln sich im Wein wieder – dieser ist nämlich reich an Mineralien und filigran mit einem feinen Säurespiel.
Wir haben in der zweiten April-Woche dort wieder einmal wunderschöne Tage dort verbracht und uns ganz einfach des Lebens erfreut ... ein Dank für die Informationen an Herbert Veit.

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