Musikalische Eröffnung am Sonntag um 15 Uhr
Märchenhafte Weihnacht in der Alten Custerey

Ursula Küppers und Josef Simons erfüllen mit ihren Arbeiten die diesjährige Jahresausstellung in der Alten Cuesterey mit Leben. Ab Sonntag ist die Präsentation mit dem Titel "Märchenhafte Weihnachten" am Weidkamp zu sehen.
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  • Ursula Küppers und Josef Simons erfüllen mit ihren Arbeiten die diesjährige Jahresausstellung in der Alten Cuesterey mit Leben. Ab Sonntag ist die Präsentation mit dem Titel "Märchenhafte Weihnachten" am Weidkamp zu sehen.
  • Foto: Doris Brändlein
  • hochgeladen von Christa Herlinger

Für die traditionelle Weihnachtsausstellung hat sich das Team des Kultur-Historischen Vereins Borbeck Gäste mit ganz besonderen Fähigkeiten eingeladen. Die Neusserin Ursula Küppers und der Karnaper Josef Simons zeigen ab morgen, Sonntag, 25. November, dort ihre Werke, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch in den historischen Räumen der Alten Cuesterey ergänzen sich die mehr als 200 Arbeiten zu einer harmonischen Einheit, die die Besucher auf "Märchenhafte Weihnachten"', so der Titel der Ausstellung, vorbereitet.

Ursula Küppers detailreiche Märchenbilder sprühen vor Bewegung, strahlen in leuchtenden Farben und ziehen den Betrachter in ihren Bann. Märchen der Gebrüder Grimm hat sich Küppers ausgesucht und in ihrem ganz eigenen Stil illustriert. Dabei zeichnet sie nicht mit dem Pinsel, sondern mit den unterschiedlichsten, farbigen Garnen. Unter transparenter Kunststofffolie entsteht der Entwurf. Himalaya-Papiere setzt die Künstlerin collagenartig zu prachtvollen Illustrationen zusammen, denen sie mit der Nähmaschine den erforderlichen Halt gibt. „Dafür benutze ich die alten Metall-Modelle aus den 50er-Jahren, die neueren halten das nicht aus“, schmunzelt sie.

Faszination mit Gruselfaktor

Die gebürtige Honneferin studierte an der Kunstakademie in Karlsruhe und spezialisierte sich auf Zeichnungen, Radierungen und Hinterglas-Malerei, bis sie vor zehn Jahren ihre ganz besondere, ausdrucksstarke Technik entwickelte. Die Märchen der Gebrüder Grimm mit ihren oft gruseligen Hintergründen faszinieren die 77-Jährige und mit jeder Menge Kreativität und einem Schuss schwarzem Humor interpretiert sie Rotkäppchen, Der Wolf und die sieben Geißlein oder Allerleirauh auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Händchen für die Details

Josef Simons naturbelassene Sägewerke aus Birke oder Pappel bilden in der Ausstellung den ruhenden Kontrast zu den farbenfrohen Märchenbildern. Doch eines ist beim Betrachten der Schwibbögen, Krippen, Engel, Tannenbäume und Sterne sofort klar: Beide Künstler haben ein Händchen für die detailgetreue, feine Ausführung ihrer Arbeiten.
Als gelernter Glasformenziseleur war der Karnaper schon beruflich gestalterisch erfolgreich. Als er vor 40 Jahren begann, im märkischen Sauerland für das Kolpingwerk im Diözesanverband Essen, Ferienkurse für Familien anzubieten, hat ihn das Sägefieber gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen. „Das genaue Aufzeichnen ist das A und O meiner Arbeiten“, betont der 79-Jährige.

Bis in die kleinsten Ecken

Mit seiner elektrischen Feinschnittsäge und einem Sägeblatt, das gerade mal einen halben Millimeter dick ist, kommt er dann auch um die kleinsten Ecken. An den aufwendigen Tannenbäumen oder Krippen arbeitet Simons oft einen Monat bis zur Vollendung. „Das macht mir sehr viel Freude“, versichert der Künstler. Und das merkt man den, teilweise mit LED-Lämpchen beleuchteten, Sägearbeiten auch an.

Am Sonntag, 25. November, 15 Uhr: Eröffnung der Ausstellung durch Jürgen Becker. Mit musikalischer Begleitung durch Nanni Beforth, Maria Junk und Maria Küppersbusch.
Öffnungszeiten: 15 bis 18 Uhr, montags, 1. Weihnachtstag und Neujahr geschlossen
Ausstellungsende: 6. Januar 2019, Eintritt frei Termine

Text und Fotos: Doris Brändlein

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