RWE, Hesse und die Rote Dame: Borbecker Heimatkalender begleitet mit gelungenen Schnappschüssen durch das Jahr 2019

Rainer Henselowsky und Andreas Koerner sind die Macher des Borbecker Heimatkalenders. Den gibt es zum nunmehr zwölften Mal.
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  • hochgeladen von Christa Herlinger

Schnappschüsse von gestern und heute - so ist der Borbecker Heimatkalender 2019 überschrieben. Und die Macher - Rainer Henselowsky vom Verlag edition rainruhr (Essen) und Andreas Koerner (Kultur-Historischer Verein Borbeck) - versprechen damit nicht zu viel. Zwölf ausgesuchte Motive begleiten die Borbecker durch das Jahr. Es ist eine ausgewogene Mixtur. Wobei Fotos aus der jüngeren Vergangenheit einen deutlichen Schwerpunkt bilden.

"Das war eine ganz bewusste Entscheidung", erklärt Rainer Henselowsky bei Vorstellung des vierfarbig gestalteten Kalendariums. "Denn wir möchten natürlich auch jüngere Zielgruppen ansprechen."
Und die werden beim Durchblättern des aktuellen Jahresplaners, der neben den Fotos auch jede Menge Platz für persönliche Notizen bietet, auf eine Vielzahl bekannter Ansichten aus dem eigenen Lebensumfeld stoßen.
Da ist zum Beispiel die Januar-Ansicht auf den vereisten Kanal bei Hesse. "Das Foto stammt aus dem Jahr 2009", kann Andreas Koerner berichten. Der Fotograf hat eine nicht alltägliche Ansicht auf das Dellwiger Areal eingefangen. "Denn allzu oft kommt es nicht vor, dass Eis auf dem Wasser liegt", ergänzt Rainer Henselowsky.

Blick auf das alte Georg-Melches-Stadion

Der Februar lässt das Herz der rot-weissen Fans höher schlagen. Eröffnet sich doch ein Blick in das neue Stadion. Entstanden im Jahr 2012, kurz vor der Fertigstellung. "Im Hintergrund ist noch das legendäre Georg-Melches-Stadion zu sehen", macht Henselowsky auf die Besonderheit des Borbecker Schnappschusses aufmerksam.
Nicht von allen Fotos - die ausgewählten Motive stammen allesamt aus dem Fundus des Kultur-Historischen Vereins - sind die Namen der Urheber bekannt. "Bei dem März-Motiv ist das nicht der Fall", berichtet Andreas Koerner. Die Farbfotografie stammt aus den 50er-Jahren. Emil Schramme hat die Eisenbahn ins Bild gesetzt, die die Germaniastraße in Höhe der Zechenstraße querte. "Daran kann ich mich noch gut erinnern", so Henselowsky, "ich habe als Kind häufig dort gespielt."

Erinnerung an Hannelore Diekmann 

Die "Rote Dame", Impressionen aus dem Schlosspark, eine Erinnerung an das Pfingstrennen, das den Radtross lange Jahre auch durch Frintroper Gebiet führte, der Bahnhof Borbeck oder aber die Schlackehalde an der Friedrich-Lange-Straße und das Adventsfenster in der Alten Cuesterey, das lange Jahre Hannelore Diekmann gestaltet hat, machen das Jahr komplett.
In Sachen Deckblatt haben sich die Macher auch in diesem Jahr für das Schloß Borbeck entschieden. "Allerdings in veränderter Form", erklärt Rainer Henselowsky. Nicht der historische Bau, sondern der Martinszug, den der Förderverein Schloß Borbeck in 2018 zum nunmehr sechsten Mal mit verschiedenen Kitas und Grundschulen durchführt, steht im Mittelpunkt.

Borbeck-Taler von der Fürstäbtissin

In diesem Jahr findet der Zug am 8. November statt. Neben der traditionellen Mantelteilung wird ein kurzes szenisches Spiel aufgeführt. Dieses erinnert an den alten Brauch, dass die Bauern am Martini-Tag der Äbtissin die jährlichen Abgaben überbrachten. Die Äbtissin ihrerseits versprach den Bauern Schutz und Sicherheit. Die Kinder überreichen der Äbtissin heute symbolische Gaben, die diese an gemeinnützige Borbecker Einrichtungen weiterleitet. Im Gegenzug bekommt jedes Kind einen Borbecker Taler. 

Heimatkalender 2019: 
Der Borbecker Heimatkalender ist im Verlag edition rainruhr, Essen, erschienen.
Für die Recherche und Texte zeichnet Andreas Koerner verantwortlich, die  Redaktion liegt in den Händen von Rainer Henselowsky.
Der Broschüren-Kalender (30 x 21 cm) ist bei "Das Buch in Borbeck" oder aber direkt über den Verlag www.edition-rainruhr.de erhältlich.
ISBN: 978-3-941676-26-8, der Preis für den Kalender beträgt 9,95 Euro.

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