Benjamin Zaschke tritt als neuer stellvertretender Schulleiter an
Ein starkes Team fürs GymBo

Schulleiter Lars Schnor (l.) und Stellvertreter Benjamin Zaschke.
  • Schulleiter Lars Schnor (l.) und Stellvertreter Benjamin Zaschke.
  • Foto: Gymnasium Borbeck
  • hochgeladen von Christa Herlinger

 „Ich trage die Kette, die ich während meines Lebens geschmiedet habe", sagt der Geist zum geizigen Ebenezer Scrooge in Charles Dickens‘ Weihnachtsgeschichte. So muss sich Lars Schnor auch lange Zeit gefühlt haben – denn mit der Entscheidung, die Geschicke seines GymBo nach dem Ausscheiden von Schulleiterin Heike Walbrodt-Derichs im Jahr 2016 allein zu leiten, halste sich der Borbecker jede Menge 12-Stunden-Tage auf.

Und - ganz nebenbei - lief auch noch die Bewerbung zum Schulleiter. Doch wie die Weihnachtserzählung ging auch diese Geschichte gut aus: Seit April 2018 bekleidet Schnor das Amt an der Spitze und hat nun endlich auch einen Stellvertreter an seiner Seite.

Ein überzeugter Ruhrie

Doch wer ist der neue Mann? Benjamin Zaschke ist in Bonn aufgewachsen, wohnt aber schon viele, viele Jahre im Ruhrgebiet. Zuletzt am Maria-Wächtler-Gymnasium in Rüttenscheid tätig, ist Essen seine Heimat geworden. „Ich würde nirgendwo anders mehr wohnen wollen“, sagt der Biologie- und Musiklehrer. Der Charme Borbecks und das Selbstverständnis seiner Bewohner gefallen ihm. „Die Leute hier sind offen und herzlich. Es gibt eine starke lokale Identität: Die Borbecker wissen, wer sie sind und was sie wollen.“
Seit Januar füllt der 52-Jährige nun die Rolle des stellvertretenden Schulleiters aus; seine Tätigkeit beim Essener Schulamt hat ihn in Verwaltungsstrukturen eingeführt und Organisation gelehrt, sodass er seinen neuen Chef künftig in allerlei Dingen entlasten kann. Stundentafel, Terminplan, Koordination – alles kein Problem für den Strategen Zaschke.

Zauberwort Kommunikation

Doch der Schachspieler weiß auch um die Wichtigkeit anderer Tugenden abseits der Beherrschung von Verwaltungsarbeit. „Kommunikation ist das Zauberwort“, lächelt Zaschke. „Und zwar auf Augenhöhe.“ In der heutigen Zeit könne man keine Entscheidungen mehr von oben herab treffen. „Man muss die Leute einbinden, um ihre Meinung bitten und diese dann auch wertschätzen – und das bei Kollegen, Schülern und Eltern gleichermaßen.“ Zaschke wünscht sich eine moderne Schule, die Chancen ermöglicht, statt sie im alten Gymnasialstil zu verweigern.
Mit dieser Haltung rennt er bei Lars Schnor offene Türen ein: „Der Schulalltag stellt uns vor eine Fülle von Aufgaben, auch wenn wir im kommenden Schuljahr in vielerlei Hinsicht entlastet sind.“

Leute ins Boot holen 

Schnor meint damit, dass dem GymBo ab dem kommenden Schuljahr keine Kinder zum Gemeinsamen Lernen mehr zugewiesen werden oder dass seine Schule die G9-Entscheidung der Landesregierung schon seit Jahren im Schulversuch durchführt. „Das erleichtert die Organisation. Und trotzdem: Man muss moderieren und die eigenen Vorstellungen modifizieren können. Es geht darum, die Leute ins Boot zu holen.“ Zu zweit getragen, wiegt die Kette dann auch nicht mehr so schwer – und wer weiß, vielleicht rostet sie auch und fällt gänzlich ab.

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