Fällarbeiten der Emschergenossenschaft zwischen Hafen- und Gladbecker Straße
Start für neuen Berne-Stauraumkanal

Fällarbeiten vor der Brutzeit: Die Emschergenossenschaft bereitet einen Stauraumkanal an der Berne vor. Riccardo Franke/pixelio.de
  • Fällarbeiten vor der Brutzeit: Die Emschergenossenschaft bereitet einen Stauraumkanal an der Berne vor. Riccardo Franke/pixelio.de
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 Die Emschergenossenschaft baut in Bergeborbeck einen neuen Stauraumkanal an der Berne. Um die Baufläche vorzubereiten, werden seit vergangener Woche Fällarbeiten entlang des Gewässers zwischen Hafenstraße und Gladbecker Straße durchgeführt.

Die Arbeiten erfolgen im Rahmen der vorlaufenden Kampfmitteluntersuchung für den späteren Kanalbau. Die Emschergenossenschaft bewegt sich dabei hauptsächlich auf den Flächen zwischen dem Gewässer und dem Radweg entlang der Berne. Es ist daher temporär auch mit Einschränkungen auf dem Radweg zu rechnen. Mit dem Bau des Stauraumkanals „Essen-Sulterkamp“ wird voraussichtlich zum Ende des Jahres begonnen. Aufgrund der Brutzeit müssen die Fällarbeiten aber bis Ende Februar durchgeführt worden sein.

Trennung von Regen- und Schmutzwasser

Eine Regenwasserbehandlungsanlage dient der Trennung von sauberem Regenwasser und schmutzigem Abwasser. In einem Stauraumkanal oder Regenüberlaufbecken wird bei starken Niederschlägen das Mischwasser zunächst „angehalten“ und beruhigt. Dabei kommt das physikalische Gesetz der Schwerkraft zum Tragen: Die schwereren Schmutzsedimente setzen sich nach unten ab und können gedrosselt durch eine Ableitung in den Abwasserkanal und anschließend zur Kläranlage transportiert werden.
Das oben schwimmende, weitestgehend saubere und nicht-klärpflichtige Regenwasser dagegen kann nach Erreichen einer bestimmten Menge und Höhe über eine sogenannte Entlastungsschwelle ins Gewässer „schwappen“.

Keine unnötige Reinigung für viel Geld

Mit Hilfe der Regenwasserbehandlungsanlagen erhalten die Gewässer also weitestgehend sauberes Wasser, während die Abwasserkanäle und insbesondere die Kläranlagen entlastet werden. Das ist nicht nur ökologisch äußerst sinnvoll, sondern auch ökonomisch – denn die Abwasserkanäle müssen nicht durchgängig übergroß dimensioniert werden, was die Baukosten erheblich senkt! Zudem gehört sauberes Regenwasser ins Gewässer und nicht in die Kläranlage, wo es unnötigerweise noch einmal für viel Geld gereinigt würde.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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