Unterschriftenübergabe an Oberbürgermeister Thomas Kufen - Informationsveranstaltung im Frühjahr geplant
Diskussion um zusätzlichen Schulstandort: Erster Schritt ist getan

2.000 Unterschriften haben Jana Hensel-Wilczopolski, Erika Küpper und Nadine Hahn-Oxen im Rathaus an Oberbürgermeister Thomas Kufen übergeben.
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  • 2.000 Unterschriften haben Jana Hensel-Wilczopolski, Erika Küpper und Nadine Hahn-Oxen im Rathaus an Oberbürgermeister Thomas Kufen übergeben.
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Ihr Ziel ist klar und die aktuellen Anmeldezahlen für die Altfriedschule lassen ihrer Meinung nach auch keinen anderen Schluss zu. Um in zukünftigen Jahren ausreichend Schulplätze in den Ortsteilen Frintrop und Bedingrade bereitstellen zu können, muss ein zusätzlicher Schulstandort her. Für Erika Küpper, Nadine Hahn-Oxen und Jana Hensel-Wilczopolski gibt es wenig Diskussionsbedarf darüber, wo der liegen soll.

Die ehemalige Walter-Pleitgen-Schule im Neerfeld bietet alle dafür notwendigen Voraussetzungen. "Vor allem, was die Lage und Erreichbarkeit betrifft", erklärt Erika Küpper. Sie hat mit Nadine Hahn-Oxen und Jana Hensel-Wilczopolski zwei engagierte Mitstreiterinnen gefunden. Die beiden Mütter haben eine von Küppers im vergangenen Jahr organisierte Infoveranstaltung zur Schulsituation in den Stadtteilen besucht. "Da ist der Kontakt entstanden", erinnert sich Nadine Hahn-Oxen. Seitdem macht sich das Dreigestirn gemeinsam für die Idee der Wiederbelebung des Standortes stark.

Ergebnis hat Erwartungen übertroffen

In den letzten Monaten haben die drei Frauen unermüdlich Unterschriften gesammelt und um Unterstützer geworben. Auf Sommer- und Pfarrfesten, bei der Frintroper Shopping Nacht und bei zahlreichen Spielplatzfesten im Stadtteil. 2.000 Namen haben sie zusammengetragen, die Listen vor Weihnachten im Essener Rathaus persönlich an Oberbürgermeister Thomas Kufen überreicht. 1.000 Unterschriften hatten sie sich zum Ziel gesetzt, dass es jetzt doppelt so viele geworden sind, darin sehen sich die Initiatorinnen der Unterschriftenaktion in ihrem Engagement bestätigt. "Viele Frintroper verbinden Erinnerungen mit dem 1904 eröffneten Schulgebäude", so Erika Küpper.

Gemeinsamer Antrag von SPD und CDU

Dass der Rat der Stadt Essen in seiner letzten Sitzung den gemeinsamen Antrag von SPD und CDU zur Sanierung und Erweiterung der Altfriedschule sowie der Reservierung des Grundstücks der ehemaligen Walter-Pleitgen-Schule für schulische Zwecke beschlossen hat, werten Küpper und ihre Mitstreiterinnen als ersten Schritt in die richtige Richtung. Die Verwaltung hat den Auftrag erhalten, das Gebäude zu prüfen, unter wirtschaftlichen und pädagogischen Gesichtspunkten. Als mögliche Varianten stehen Abriss und anschließender Neubau ebenso wie eine Sanierung des knapp 115 Jahre alten Gebäudes. "Die Prüfung kann sofort beginnen, das ist Teil des Ratsbeschlusses", so Erika Küpper.
2021 wird Nadine Hahn-Oxens kleine Tochter Mila eingeschult. "Dass es dann schon eine städtische Gemeinschaftsgrundschule im Neerfeld geben wird, davon gehe ich nicht aus", gibt sich die Mutter realistisch. Dazu ist die verbleibende Zeit wahrscheinlich zu knapp. "Doch schon heute gehen 40 Kinder aus Essen in Oberhausen zur Schule. Im nächsten Jahr stehen an der Grundschule Bedingrade und der Altfriedschule für die Stadtteile 4 Eingangsklassen zur Verfügung, benötigt werden rein rechnerisch allerdings 6,5", macht Küpper den Bedarf noch einmal deutlich.

Für Kinder gelten keine Verwaltungsgrenzen

Die drei Frauen wollen die Diskussion über den zusätzlichen Schulstandort in Gang halten. "Es muss einfach klar sein, dass für die Kinder keine Verwaltungsgrenzen gelten und die drei Klassen der Altfriedschule den Bedarf in Frintrop nicht decken können. Bei allen zukünftigen Planungen müssen wir über den Tellerrand hinausschauen. Dellwig und Bedingrade miteinbeziehen. Denn auch von dort werden viele Erstklässler in Frintrop eingeschult." Kurze Beine - kurze Wege. Dieses Motto will Erika Küpper bei der Schulwahl umgesetzt wissen. "Es kann nicht sein, dass sich schon Erstklässler morgens in den Bus setzen müssen, um wer weiß wie weit zur Schule zu fahren."
Im Frühjahr möchte die Kümmerin im Stadtteilentwicklungsprozess eine weitere Veranstaltung in Sachen zusätzlicher Schulstandort organisieren. "Um über den aktuellen Stand zu informieren." Vielleicht liegen dann bereits erste Prüfergebnisse vor. Beispielsweise, was den Brandschutz im alten Schulgebäude betrifft.
Aktuell überwiegt der Optimismus, dass das Projekt auf die Schiene gesetzt werden kann. "Und wenn wir den neuen Schulstandort bekommen, dann bin ich sicher, dass er sehr gemischt sein wird und eine solche Schule sehr viel Unterstützung aus dem Stadtteil erfahren wird."

2.000 Unterschriften haben Jana Hensel-Wilczopolski, Erika Küpper und Nadine Hahn-Oxen im Rathaus an Oberbürgermeister Thomas Kufen übergeben.
Kurze Beine - kurze Wege: Nach Ansicht von Erika Küpper und den Organisatorinnen der Unterschriftenaktion würde der Standort im Neerfeld, als saniertes Schulgebäude oder Neubau, diesem Anspruch gerecht werden.

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