Zinkstraße: Rot-Grüne-Koalition fordert sofortige Maßnahmen

Nur der Gipfel des Eisbergs: An der Bergeborbecker Zinkstraße herrschen choatische Zustände. Archivfoto: AMü
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„Hier besteht dringend akuter Handlungsbedarf, damit sich die Anwohner und die Menschen im Umfeld wieder wohl fühlen können“, fordert Peter Lübben, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bergeborbeck, von der Verwaltung der Stadt Essen eine unverzügliche Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen, um die Vermüllung sowie weitere ordnungswidrige Zustände im Umfeld der Häuser Zinkstraße 10 bis 20 nachhaltig zu beseitigen.

Seit Jahren sind die Schrottimmobilien an der Zinkstraße als Schandfleck Bergeborbecks bekannt, stets ein Thema waren Sauberkeit und Zustand von Häusern und Umfeld – der Borbeck Kurier berichtete.
Mannshohe Haufen von Sperrmüll türmen sich an der Straße, hinter den Gebäuden und auf benachbarten Wegen – von Kinderwagen über Elektrogeräte bis hin zu ganzen Garnituren lässt sich hier alles finden. Sogar Ratten wurden beobachtet, die aus den Müllansammlungen aufgeschreckt in den Gärten der gegenüberliegenden Häuser verschwanden. Angrenzend ist nach SPD-Informationen ein Grundstück der Stadt Essen, sogar hier finden sich Holzhütten und Möbel. Auch hinter Plastikplanen versteckte, gut gepflegte und hochwertige Pkw stehen auf dem Areal.

Mehrere Maßnahmen

Ursprünglich plante die SPD in der BV IV unter dem Titel "Wohnen am Wasser" eine auf lange Sicht gedachte Aufwertung des gesamten Areals im Rahmen der Emscher-Sanierung, doch angesichts der aktuellen Zustände sieht die Koalition akuten Handlungsbedarf.
Für die 16. Sitzung der Bezirksvertretung IV am Dienstag, 14. Juni, stellen SPD, Grüne sowie Einzelvertreterin Barbara Rienas deshalb einen entsprechenden Antrag: Zunächst soll eine kurzfristige Kontaktaufnahme mit den Eigentümern oder der Verwaltung der Problemimmobilien stattfinden, um diese auf die immer weiter ausufernde Vermüllung auf Gelände und im Umfeld hinzuweisen. Dann fordert die Koalition eine Feststellung der Eigentumsverhältnisse sowie des bau- und gewerberechtlichen Sachstands bezüglich der Hütten hinter den Häusern und der dort ausgeübten Tätigkeiten. Nächster Schritt ist die Aufforderung an die jeweils Verantwortlichen – mit der Setzung einer kurzen Frist –, für die Herstellung eines ordnungsgemäßen Zustands zu sorgen. Schließlich sollen Gespräche mit den Eigentümern und Bewohnern der Zinkstraße 10 bis 20 mit dem Ziel eines Konzeptes zur Verhinderung einer erneuten Vermüllung geführt werden.

Ergebnisse nach der Sommerpause

Ergebnisse fordert die Koalition von der Verwaltung Ende August, damit das Thema in der ersten Sitzung nach den Sommerpause, also erst wieder im September, diskutiert werden kann.

Autor:

Alexander Müller aus Essen-Borbeck

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