Frage der Woche: Sollte man Großstädte von Autos befreien?

Dauerstaus und stockender Verkehr sind aufgrund von Massenmotorisierung zum Alltag geworden.
  • Dauerstaus und stockender Verkehr sind aufgrund von Massenmotorisierung zum Alltag geworden.
  • Foto: Alexander Blum (www.alexanderblum.de)
  • hochgeladen von Vanessa Neuhaus

In Deutschland gibt es knapp 46 Millionen Kraftfahrzeuge. Alleine im Jahr 2016 wurden 3,35 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Negative Folgen dieser immensen Massenmotorisierung sind vor allem in Großstädten kaum zu übersehen. Feinstaubalarm, Dauerstaus, Parkplatzsuche, Lärm, sowie kaum Platz für Fußgänger und Radfahrer, sind nur einige der Probleme mit denen sich die städtische Bevölkerung heutzutage konfrontiert sieht.

Nordrhein-Westfalen ist Spitzenreiter: Dort gab es vergangenes Jahr die meisten Führerscheine der Klasse B, fast 3,2 Millionen. Ein deutscher Haushalt besitzt im Durchschnitt ein bis zwei Autos. Dieser Umstand ist heutzutage zur Normalität geworden. Die tatsächliche Nutzungsdauer von Fahrzeugen in Großstädten ist jedoch deutlich gesunken. Im Schnitt werden Autos knapp 94 Prozent der theoretisch nutzbaren Zeit überhaupt nicht gefahren und größtenteils im öffentlichen Raum abgestellt. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Neuzulassungen und der Erwerb von Fahrerlaubnissen weiter an.

Alternativen zum PKW

Die am häufigsten genutzten Alternativen zum eigenen PKW sind weiterhin die öffentlichen Verkehrsmittel. Rund 11 Millionen Menschen in Deutschland sind täglich mit Bus, Straßenbahn, U-Bahn und S-Bahn unterwegs. Beim Schienenfernverkehr sind es sogar knapp 129 Millionen. Neben den ÖPVN werden jedoch auch Angebote wie das sogenannte "Ride Sharing", also Online-Plattformen und Apps, die Fahrgäste und Fahrer miteinander verbinden, immer populärer. Alleine im vergangenen Jahr wurden über eine Millionen Carsharing-Nutzer gezählt. Auch die Anzahl der Radfahrer steigt weiterhin an. Vor allem Räder mit elektronischem Getriebe werden zu immer größeren Trends.

Die Frage der Woche lautet daher: Sollte man Großstädte von Autos befreien? Braucht ein Großstädter heutzutage noch einen eigenen PKW? Können Alternativen, wie öffentliche Verkehrsmittel eine vergleichbare Mobilität überhaupt gewährleisten? Ist "Ride Sharing" auch eine realistische Alternative für ältere Menschen? Wir freuen uns auf Eure Ideen!

Hintergrundinfos:
Ride Sharing
Bestand 2017
Carsharing
Neuzulassungen
Fahrzeugbestand in Deutschland

Hintergrund: die Frage der Woche

Einmal in der Woche stellen wir an die gesamte Lokalkompass-Community die Frage der Woche. Denn wir interessieren uns für Euer Wissen, Eure Meinungen, Eure Fantasie. Lasst uns Erfahrungen und Erkenntnisse austauschen - und beim Plausch darüber ein wenig Spaß haben - los geht's!

Autor:

Vanessa Neuhaus aus Düsseldorf

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

22 Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.