Rote Liste an der Autobahn

Foto: Gohl

Was kann an der Autobahn schon groß wachsen? Großes vielleicht nicht, das wird sicherheitshalber zurückgestutzt, aber ansonsten eine ganze Menge. Beweisen können es jene Botaniker und ehrenamtlichen Naturschützer, die entlang der A40 eine gründliche Pflanzenkartierung vornahmen. Das ging natürlich nur am 18. Juli, dem Tag des Still-Lebens bei Ruhr.2010.
An jenem Sonntag trafen sich 70 Beteiligte, die aufgeteilt in zehn Gruppen zwischen Duisburg und Dortmund alle Grünflächen mitten auf und direkt neben der Autobahn erforschten und ihre Funde detailliert in Karten eintrugen. Sie entdeckten Einwanderer aus fremden Welten (an einer Autobahn naheliegend) wie das Schmalblättrige Greiskraut aus Südafrika, verwilderte Gartenpflanzen wie den Gemüseampfer, aber auch solche, denen der schneereiche Winter gerade recht kam: Die Verschieden­samige Melde verträgt (Streu-)Salz ausgezeichnet. Und sogar einige Arten, die auf der Roten Liste stehen, also im Bestand gefährdet sind, waren zu entdecken.
Wer mehr Ergebnisse wissen will, erfährt sie am Dienstag, 22. Februar, um 18 Uhr im Haus der Technik. Corinne Buch von der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet stellt an der Hollestraße 1A die „Flora der A40“ vor. Veranstaltet wird der Abend gemeinsam mit der Biologischen Gesellschaft Essen.
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Autor:

Sabine Pfeffer aus Essen-Kettwig

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