CDU: Laschet, Merz und Röttgen kandidieren, Spahn nicht
Machtkampf der NRW-Granden

Armin Laschet bewirbt sich jetzt um den CDU-Vorsitz. Foto: Carsten Walden
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Laschet will es werden, Merz und Röttgen auch: In der CDU ist der Machtkampf um die Nachfolge des Parteivorsitzes und die Kanzlerkandidatur entbrannt. Laschet und Spahn erklärten ihre Ambitionen am Dienstagvormittag in Berlin im Team vor der Presse, Merz folgte kurz darauf. Röttgen äußerte sich unterdessen auf Twitter.

Einer ist 'raus aus der Bewerber-Runde: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39) verzichtet auf eine zunächst angedachte eigene Kandidatur und unterstützt stattdessen den NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (59). "2012 war die CDU in NRW zutiefst zerstritten und bekam die schlechtesten Ergebnisse. Armin Laschet hat das geändert", antwortete Spahn am Dienstag auf die Frage, warum er Laschet unterstützt. Spahn sagte auch, dass sich die CDU "in der tiefsten Krise" ihrer Geschichte befinde. Deshalb ginge es jetzt nicht um persönlichen "Verzicht oder Belohnung, sondern um die Zukunft der CDU". Jetzt komme es auf das Zusammenhalten an. Spahn soll im Falle eines Wahlsieges von Laschet dessen Vize werden.

Seitenhieb gegen Friedrich Merz

Armin Laschet selbst gab bekannt, dass er im Falle einer Wahl zum Parteivorsitzenden sein Amt als NRW-Ministerpräsident behalten wolle. In Richtung seines Gegenkandidaten Friedrich Merz sagte er: "Wir haben in den letzten Tagen viele Gespräche geführt, um möglichst alle zusammenzuhalten. Ich bedaure, dass sich nicht alle Kandidaten dem Teamgedanken anschließen konnten." Zu Norbert Röttgen äußerte er sich nicht. Immer wieder betonte Laschet seine Erfolge und Erfahrung, die er als Ministerpräsident des bevölkerungsreichsten Bundeslandes mitbringe.

Er machte auch deutlich, dass er sich durchaus in der Kontinuität der Kanzlerin sieht: "Angela Merkel hat 15 Jahre erfolgreich regiert. Wir erkennen keinen Sinn darin, sich von diesen erfolgreichen Jahren abzugrenzen." Zu einer eigenen Kanzlerkandidatur sagte Laschet lediglich, dass die Entscheidung über den CDU-Vorsitz auch klar mache, wen die Partei als Kandidaten vorschlagen wird.

Merz attackiert "Team Laschet"

Wenige Minuten später attackierte Friedrich Merz das Team Laschet/Spahn frontal: "Mein Freund Armin Laschet und ich haben sehr unterschiedliche Auffassungen. Ich stehe für den Aufbruch und Erneuerung, Laschet für Kontinuität." Die Partei müsse sich "grundlegend erneuern", sagte Merz weiter. Zum Thema "Teamlösung" äußerte er sich süffisant: "Ich habe immer im Team gearbeitet und weiß, dass ein Team einen Führer braucht." Dabei ginge es aber nicht um die Frage, "wer von uns das wird", sondern: In welche Richtung geht die Partei?" Das müssten die Delegierten entscheiden. Einen Posten unter Laschet schloss Merz mehr oder weniger aus: "Ich spiele hier auf Sieg, nicht auf Platz." Merz kündigte außerdem an, dass er im Falle eines Wahlsieges eine Frau zur Generalsekretärin der CDU machen wolle.

Gleiches gab auch Norbert Röttgen bekannt. Zeitgleich zur Pressekonferenz von Laschet und Spahn postete er auf Twitter: "Die zweite Person in meinem Team wird eine Frau sein."

Über die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer entscheidet die CDU am 25. April. Auf einem Parteitag im Dezember geht es um die Frage der Kanzlerkandidatur.

Autor:

Martin Dubois aus Essen-Süd

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