Radtour über Holsterhausens Spielplätze

Die Teilnehmer der SPD-Radtour: (v.l.) Günther Schröder, der Vorsitzende der SPD-Bezirksfraktion, Bezirksbürgermeister Klaus Persch, SPD-Vorstandsmitglied Margret Schulte, der Vorsitzende der Juso-ZAG-West Oliver Kann, SPD-Kandidat für das Oberbürgermeisteramt Oliver Kern und der Ortsvereinsvorsitzende Benno Justfelder.
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  • Die Teilnehmer der SPD-Radtour: (v.l.) Günther Schröder, der Vorsitzende der SPD-Bezirksfraktion, Bezirksbürgermeister Klaus Persch, SPD-Vorstandsmitglied Margret Schulte, der Vorsitzende der Juso-ZAG-West Oliver Kann, SPD-Kandidat für das Oberbürgermeisteramt Oliver Kern und der Ortsvereinsvorsitzende Benno Justfelder.
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Das Wetter hatte es wie immer mit den Holsterhauser Sozialdemokrat*innen gut gemeint. Nach einem verregneten Tag setzte sich die Sonne gegen 16 Uhr durch. Damit konnte die Fahrt über die Holsterhauser Spielplätze beginnen. An der Radtour nahmen der SPD-Kandidat für das Oberbürgermeisteramt Oliver Kern, Bezirksbürgermeister Klaus Persch, der Vorsitzende der SPD-Bezirksfraktion Günther Schröder, der Ortsvereinsvorsitzende Benno Justfelder, der Vorsitzende der Juso-ZAG-West Oliver Kann und das SPD-Vorstandsmitglied Margret Schulte teil. Vom Kirchvorplatz aus fuhr der kleine Tross zum Spielplatz in der Suarezstraße, der mehr als sehr gut besucht war.

Schon im Vorfeld hatte der Ortsvereinsvorsitzende Benno Justfelder mit der künftigen Spielplatzpatin Yaiza Dreifert Kontakt aufgenommen. Die SPD-Radfahrer wollten sich von der langen Mängelliste vor Ort überzeugen. "Die Sträucher müssten stark zurück geschnitten werden. Die Kinder spielen oft fangen oder verstecken und verletzen sich regelmäßig an Sträuchern mit den Dornen. Außerdem sollten die Rosensträucher, die auf einem Spielplatz nichts zu suchen hat, entfernt werden. Regelmäßig haben die Kinder 0-3 Jahre Verletzungen im Augenbereich. Es müsssten Wurzeln, die aus der Erde ragen, entfernt werden, da diese wie ein dickes Seil zu Sturzunfälle gesorgt haben, mit der Folge von starken Prellungen. Die Holzbänke sind defekt. Wir Eltern haben uns im Sommer schon oft Kleidung bzw. an den Oberschenkel Holzsplitter und Kratzer zugezogen.   Die Sitzmöglichkeiten an der Tischplatte sind defekt, sie müssten erneuert werden. Der Kletterturm mit der Rutsche müsste mit Holzbrettern gesichert werden, da Kinder von oben (ca. 2-3 m Höhe) schon runter gestürzt sind. Das Eingangstor schließt nicht richtig, Kinder laufen regelmäßig raus auf die Straße. Das Hinweisschild des Spielplatzes mit den Verboten müsste erneuert werden, da es alt und nicht mehr lesbar ist, " so lautet die Liste von Frau Dreifert. Auch gibt es noch Schwierigkeiten mit der EBE, die es einfach nicht schafft, die kaputten Spielzeuge wie z.B. Bobby Cars als Sperrmüll zu entsorgen. Die SPD-Vertreter werden mit den verantwortlichen bei Stadt, Kinderbüro, Grün & Gruga sowie der EBE Kontakt aufnehmen, um diese Missstände beheben zu lassen. Am 11.10.2019 findet ein Spielplatzfest von 15 - 18 Uhr statt.

Weiter fuhren die radelnden Sozialdemokrat*innen zum Spielplatz an der Friedbergstraße. Vor fast 25 Jahren sorgten die Holsterhauser Sozaildemokrat*innen mit den SPD-Vertretern in der Bezirksvertretung für die Einrichtung dieses umstrittenen Spielplatzes nahe an der A 40. Aber nun endlich hatten die Kinder des damals benachteiligten Holsterhauser Nordens eine große Spielplatzanlage zum Spielen. Der Spielplatz macht heute einen sehr guten Eindruck. Der Kleinkinderbereich ist umzäunt, so dass die Kleinkinder nicht einfach davon laufen können. Die Skaterbahn ist vor nicht allzu langer Zeit repariert worden.

Schon seit Jahren war der Spielplatz an der Adolf-Schmidt-Straße ein Schandfleck in Holsterhausen. Er gehörte immer einen privaten Wohnungsgesellschaft. Trotz zahlreicher Anfragen bei schnell wechselnden Besitzern kam nur selten ein Gespräch zustande. Zur großen Überraschung ist jetzt der Spielplatz, was man aber nicht so nennen konnte, komplett abgetragen samt Sitzbänken, Tischtennisplatte und Sandkasten. "Ich werde mich mit dem Besitzer der Wohnungsanlage in Verbindung setzen und nachfragen, warum der Spielplatz abgerissen wurde. In diesem Wohnquartier leben viele Familien mit kleinen Kindern, denen ein adäquater Spielplatz vorenthalten wird," so der Bezirksbürgermeister Klaus Persch.

Entlang der Keplerstraße kommt unter den Teilnehmern unweigerlich die Diskussion auf die hier geplante Fahrradstraße. Ein besonderer Aspekt ist die für Fußgänger unübersichtliche Verkehrssituation an der Ein- und Ausfahrt der ALDI-Filiale. "Die Situation an dieser Stelle ist für Fußgänger besonders gefährlich. Aus Richtung Gesamtschule kommen Fahrzeuge jedweder Art, aus Richtung Windmühlenstraße und aus Richtung Breslauer Brücke sogar noch Busse, und ALDI ist ein eine stark frequentierte Filiale. Es gibt eine sogenannte Querungshilfe für Fußgänger, aber anders als bei Zebrastreifen müssen sie hier warten, bis sich eine Lücke im fließenden Verkehr ergibt, um die Fahrbahn sicher zu überqueren. Fahrzeuge aller Art haben hier Vorrang. Sicherheit könnten die großen blauen Schilder von Zebrastreifen bringen, damit die Fußgänger Vorrang erhalten," mahnt der SPD-Fraktionsvorsitzende Günther Schröder an.

Am nächsten Haltepunkt an der Hausackerstraße gibt es nichts zu bemängeln. Der parkähnliche Spielplatz mit großen Grünflächen umsäumt von Bäumen und Sträuchern hat sich sehr gut entwickelt. So soll es auch bleiben. Anders dann in der Hans-Thoma-Straße, wo der Spielplatz im wahrsten Sinne des Wortes ein Schattendasein fristet. Schon zum vierten Mal hintereinander sind die SPD-Vertreter hier. Es hat sich so gut wie nichts geändert. "Die Bäume müssten mal gelichtet werden, damit wenigstens etwas Sonne in diese dunkle Ecke scheint. Da müssen wir mal Grün & Gruga anfragen", gibt sich Bezirksbürgermeister Klaus Persch kämpferisch.

Der Spielplatz an der Cranachstraße gegenüber den Cranachhöfen ist ein gut besuchter Kinderspielplatz, den die AWO wegen der Erweiterung des Otto-Hue-Hauses im Tausch für einen anderen gebaut hat. Der heutige Spielplatz erfährt eine Erweiterung, weil ein Weg von der Cranachstraße bis zur Rubensstraße gebaut wird. Die ursprünglichen Planungen mussten in den Papierkorb geworfen werden, weil die Grundstücksgrenze der Cranachschule erst spät entdeckt worden sind.

Zum Abschluss der Radtour traf der kleine Tross in der Barthel-Bruyn-Straße auf dem Spielplatz an der städtischen KITA ein. Auch dort sprachen die Holsterhauser SPD-Vertreter ein Elternpaar mit Kind an. "Die alte Kastanie musste gefällt werden. Der neu gepflanzte Baum ist noch viel zu klein, um Schatten zu spenden. Auf unsere Anfrage anch einem Sonnenschutz erhielten wir die Antwort, dass wir so lange warten müssten, bis der neu gepflanzte Baum groß geworden ist", erzählte das junge Elternpaar über die flapsige Antwort eines städtischen Mitarbeiters. SPD-OB-Kandidat Oliver Kern, selbst von Beruf Erzieher, machte sofort ein paar Änderungsvorschläge."Für den Sonnenschutz gibt es ein paar andere Varianten als Sonnensegel. Ein Spielgerät für die entfernte frühere Wippe müsste eigentlich noch zu besorgen sein. Das Spielplatzschild sollte auch tatsächlich vor dem Spielplatz angebracht werden. Die Umzäunung sollte auch komplettiert werden, weil Radfahrer durch die Zone fahren dürfen."

Nach knapp zwei Stunden Radtour ging es für die SPD-Mitglieder zum Grillen und zum verdienten kalten Bierchen ins Otto-Hue-Haus. Es wurde noch ein langer Abend mit vielen Gesprächen und leckerem Essen. Und im nächsten jahr findet wieder eine Radtour über die Spielplätze statt, um zu sehen, ob die Mängel dann beseitigt sein werden.

Autor:

Benno Justfelder aus Essen-Süd

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