Die überaus lebendigen Adventsfenster ließen das Abteistädtchen erstrahlen
Die Menschen zusammenführen

Die Grafenstraße wackelte, als die Herren von der „Bagpipe Company“ ihre Instrumente losdonnern ließen. 
Foto: Henschke
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  • Die Grafenstraße wackelte, als die Herren von der „Bagpipe Company“ ihre Instrumente losdonnern ließen.
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Das Engagement einer Werdenerin sorgte dafür, dass der lebendige Adventskalenders nicht still und heimlich zu Ende gehen musste.

Es wurde Nachwuchs gesucht für die Organisation dieser schönen Tradition und Alexandra Peiper warf, wohl ein wenig unbedacht, ihren Hut in den Ring. Eine Herkulesaufgabe wartete. Als Journalistin hat sie aber diese Fähigkeit, mit umfassender Kommunikation die verschiedensten Menschen zusammen zu führen. Das ist anstrengend. Das macht nicht immer Spaß. Aber es lohnte sich.

Damit die Werdener die Übersicht behalten konnten, stellte Alexandra Peiper alle Veranstaltungen auf die facebook-Seite der Adventsfenster. Außerdem wurden Flyer verteilt mit dem umfangreichen Programm. Gut besucht waren die einzelnen Termine, nur einmal schlug das Wetter ein Schnippchen. Kurzfristig musste der Feuerzauber auf dem Treidelplatz abgesagt werden. Der Biergarten sollte in einen Glühwein-Garten verwandelt werden und ein wahrhaftiger Feuerschlucker vom Essener Weihnachtscircus wollte nicht nur Kinderaugen leuchten lassen. Die Vorfreude war riesig, doch die Vernunft siegte: „Es tat uns so leid. Alles war vorbereitet unter der Brücke, aber die angekündigte Windstärke 8 war ein zu großes Sicherheitsrisiko.“ Um der Enttäuschung entgegen zu wirken, unternahm Alexandra Peiper kurzerhand einen Besuch der Show im Zirkuszelt auf dem Campingplatz: „Es war eine wunderschöne Vorstellung.“

Furioser Endspurt

Nach turbulenten Wochen mit etlichen anrührenden Highlights nahm „werden leuchtet“ zum Schluss noch einmal richtig Fahrt auf. Bei „Navidad Flamenca“ wirbelten, stampften, steppten, klopften, klatschten und schnipsten Maria del Mar und Vural ihr Publikum in atemlose Begeisterung. Es gab Standing Ovations für dieses Turbo-Adventsfenster. Doch nicht genug der fröhlichen Power. Die Grafenstraße wackelte, als die Herren von der „Bagpipe Company“ ihre Instrumente losdonnern ließen. Vor der Buchhandlung Schmitz gab es traditionelle Great Highland Bagpipes und Trommeln, dazu reichte man schottischen Whisky, dessen Wasser natürlich aus dem Flüsschen Spey stammen muss. Bekannte und nicht so bekannte schottische Weisen wie „Bonnie Galloway“ oder der „Skye Boat Song“ begeisterten, dann wurden noch weihnachtliche Lieder eingestreut und mit dem Steigerlied dem Ende des Bergbaus ein Zeichen gesetzt. Im Familien- und Spielcafé „Krümel-Lounge“ ließ Simone Abendroth die kleinen Kunden basteln für ihr Adventsfenster. Unzählige Materialien standen bereit: bunte Pappen, Federn, Scheren, Kleber, Basteldraht und vieles mehr. Natürlich wurden auch eifrig Plätzchen gebacken. Zum Finish dieses furiosen Endspurts lud das Bürgermeisterhaus zum „Oh du Fröhliche!“-Konzert mit dem Trio Ariosa. Es gab Schönes zum Zuhören, aber auf vielfachen Wunsch auch Weihnachtliches zum Mitsingen. Und viel Lob für Alexandra Peiper und ihr Engagement.

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