Gelsenkirchener schreibt Verdi-Musical "Ein Lied von Freiheit" - jetzt auf CD

Der Gelsenkirchener Komponist Mario Stork. Foto: -lut
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Er wollte immer komponieren und er mag Musicals - da war es nur eine Frage der Zeit, bis sein eigenes das Bühnenlicht der Welt erblickte: Jetzt gibt es die Höhepunkte des Verdi-Musicals „Ein Lied von Freiheit“ von Mario Stork sogar auf CD.

„Ich wollte immer komponieren und die Idee für das Verdi-Musical ist eigentlich schon über 20 Jahre alt“, erklärt der 33 Jahre junge Schalker. „Zum Verdi/Wagner-Jahr 2013 konnte ich dann endlich diese Produktion in die Tat umsetzen.“

Uraufführung im Jubiläumsjahr

Das Jahr war natürlich perfekt dafür. „Doch für die Realisierung hatte ich letztlich nur ein halbes Jahr Zeit, in dem ich wirklich jede freie Minute an dem Projekt gearbeitet habe“, erinnert er sich. Ja, auch so Jubiläumsjahre wie 2013 kommen manchmal plötzlich...
Doch der Erfolg konnte sich mehr als sehen lassen: Zweimal platzte das Consol-Theater aus allen Nähten. „Wenn es zeitlich möglich gewesen wäre, dann hätten wir das Stück noch öfter vor vollem Haus spielen können“, meint er im Rückblick. Doch hinterher ist man immer schlauer und Musiker sind terminlich oft gebunden und können nicht spontan verlängern.

Freischaffender Musiker

Das geht ja auch Mario Stork so, der als freischaffender Musiker zwei Gospelchöre in Erle leitet, den Sound of Music-Chor, der wichtiger Bestandteil des Verdi-Musicals ist, nicht nur ins Leben rief, sondern natürlich auch dirigiert. Aber auch musikpädagogische Projekte im Rahmen von „Kultur und Schule“ leitet sowie als Gitarrist oder Pianist auf diversen Bühnen steht und Konzert-Arrangements schreibt.

"Viele schwarze Noten auf vielen schwarzen Linien"

Letzteres macht er unter anderem für die Sound of Music-Konzerte, die beispielsweise die „Musicals in concert“-Reihe im Oberhausener Ebertbad aus der Taufe gehoben haben. Aber was bedeutet es, die Arrangements zu schreiben? „Man schreibt viele schwarze Noten auf viele schwarze Linien“, fasst er zusammen. „Das ist wirklich so: Man nimmt ein vorhandenes Lied und arrangiert es so, dass die vorgegebene Besetzung es singen kann.“ So hat er beispielsweise einst eine Variante von „Memory“ - einem der bekanntesten Musical-Songs überhaupt - erfunden, die von vier Männern gesungen wurde. „Zuletzt durfte ich ein großes Orchester-Arrangement für einen Auftritt von Jan Ammann und Michaela Schober bei einer Gala in Reutlingen schreiben. Das hat richtig Spaß gemacht!“

Orchester-Arrangement von Mario Stork

Die „Farbenblind“-Tournee des Musical-Stars Ammann begleitete Mario Stork ebenfalls musikalisch - auch als Background-Sänger übrigens. Denn singen kann der musikalische Gelsenkirchener auch noch, ist sogar im September zweimal mit seinem Solo-Programm „Weiter geh‘n“ zu erleben. „Durch meinen Urlaub hatte ich jetzt einige Zeit gar nicht gesungen, das habe ich bei den Proben für diese Auftritte richtig gemerkt“, erklärt Stork, der weiß, dass hinter jedem guten Sänger jede Menge Training steckt. „Ohne an sich zu arbeiten, kann man nicht professionell singen“, ist er sicher und anders als die meisten hört er, wenn ein Sänger einen Viertelton „daneben“ liegt...

Christian Stadlhofer und Michaela Schober

Umso mehr hat er sich gefreut, dass er für sein Verdi-Musical-Projekt Christian Stadlhofer und Michaela Schober als Hauptakteure verpflichten konnte. „Das war natürlich toll. Christian hat zudem die gesamte Regie-Arbeit übernommen, so dass ich mich ganz auf die Musik konzentrieren konnte.“ Inzwischen gab es im Mai eine Wiederaufnahme der Produktion im Consol-Theater, die sich nochmal gut verkauft hat. „Das hat uns auch den Mut gemacht, die CD zu produzieren“, erzählt Stork. „Die haben wir in einem Gelsenkirchener Tonstudio aufgenommen, das ich bisher noch nicht kannte und das mich wirklich begeistert hat.“ Die CD wurde unter dem Musical-Spezial-Label „Sound of Music Records“ veröffentlicht und kann dort bestellt werden. Und für Menschen, die selbst gern singen, sind sogar Karaoke-Versionen der Songs auf der CD.

"Ich hasse Wiederholungen"

„Meine Musik ist nicht leicht zu lernen für die Sänger, denn ich hasse Wiederholungen“, grinst Mario Stork. Melodiös sind sie trotzdem und die Highlight-CD macht Lust darauf, sich mehr mit Giuseppe Verdis Leben zu befassen. „Wir träumen noch von einer Gesamtaufnahme des Musicals, aber das will erstmal finanziert werden...“ Vielleicht hört ja der eine oder andere Musicalbegeisterte in die CD rein und engagiert Mario Stork und sein Team inklusive gesamter Show: Die Geschichte hätte weitere Aufführungen verdient und vielleicht würde dann das Projekt Gesamtaufnahme doch Realität...

Der Gelsenkirchener Komponist Mario Stork. Foto: -lut
Autor:

Silke Heidenblut aus Gelsenkirchen

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