Kosten-Explosion beim Rosenmontagszug

Daumen hoch: Prinz Olaf I. und seine Prinzessin Anke I., hier im Gespräch mit Stadtmarketing-Geschäftsführer Wilhelm Weßels (2.v.l.) und Hans-Georg Schweinsberg, sind zuversichtlich, dass auch der diesjährige Rosenmontagszug für jede Menge Begeisterung sorgen wird.     Foto: Gerd Kaemper
  • Daumen hoch: Prinz Olaf I. und seine Prinzessin Anke I., hier im Gespräch mit Stadtmarketing-Geschäftsführer Wilhelm Weßels (2.v.l.) und Hans-Georg Schweinsberg, sind zuversichtlich, dass auch der diesjährige Rosenmontagszug für jede Menge Begeisterung sorgen wird. Foto: Gerd Kaemper
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Er ist zweifellos einer der Höhepunkte einer jeden Karnevalssession: der Rosenmontagszug. Am 11. Februar zieht der „närrische Lindwurm“ wieder durch Erle und – man mag sich das kaum vorstellen – es könnte tatsächlich das vorerst letzte Mal sein.

„Die Kosten sind bedenklich gestiegen, und damit wird es für uns immer schwieriger, den Rosenmontagszug zu organisieren und durchzuführen. Dieses Jahr schaffen wir das noch, aber wer weiß, was im nächsten Jahr ist“, zeichnete Gerd Schwenzfeier, Präsident des Festkomitees Gelsenkirchener Karneval, bei der Präsentation des Rosenmontagszuges ein düsteres Zenario. „Das liegt natürlich auch am Sicherheitskonzept, das seit der Duisburger Loveparade sehr viel umfangreicher geworden ist. Allein in den letzten drei Jahren sind die Kosten für den Zug von 55.000 auf 75.000 Euro gestiegen. Und diese Summe ist für uns nur schwer zu stemmen“, so Schwenzfeier, der weitere klare Worte findet: „Die Schmerzgrenze ist damit nicht nur erreicht, sie ist sogar schon überschritten.“ Der mit Abstand größte Posten entfällt dabei auf Maßnahmen zur Sicherheit.
So kümmern sich in diesem Jahr zuzüglich zu den über 100 eingesetzten Polizeibeamten noch über 200 Ordner um den reibungslosen Ablauf des Rosenmontagszuges, der mit über 50 Spielmanszügen, Fußgruppen und Motiv-Wagen und über 650 Teilnehmern wieder jecke Stimmung entlang des Zugewes verbreitet. Dieser ist identisch zu den Vorjahren und führt von der Willy-Brandt-Allee (Aufstellung) über die Augustastraße, Cranger Straße bis zur Breite Straße, wo sich der Zug dann auflöst.

Eine wichtige Bedeutung für den Rosenmontagszug hat auch der Altweiber-Donnerstag am 7. Februar. Denn durch den Rathaussturm und vor allem die Karnevalsparty ab 19 Uhr auf der Königswiese kommt zusätzlich Geld in die Kasse des Festkomitees zur Finanzierung des Umzugs. Karten für die Altweiber-Party auf der Königswiese sind zum Preis von 15 Euro noch im Vorverkauf erhältlich (Stadtmarketing, Tel. 951970). Das große Festzelt bietet bis zu 2.000 Jecken Platz. Hier sorgen unter anderem „De Räuber“ und Schlagersänger Jörg Bausch für gute Laune und Party-Stimmung. „Ohne diese Einnahmen wäre der Rosenmontagszug für uns wohl nicht zu finanzieren“, weiß Gerd Schwenzfeier.

„Ein Füllhorn voller Fröhlichkeit, das ist unsere tolle Narrenzeit“ – so lautet das Motto der diejährigen Session im Gelsenkirchener Karneval. Ein Füllhorn voller Geld wäre dem Festkomitee angesichts der momentanen Situation aber wohl wesentlich lieber.

Autor:

Markus Tillmann aus Essen-Kettwig

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