Medaillenregen für heimische DLRG-Schwimmer

Verena Marquis von der DLRG Gelsenkirchen über die 100 Meter Retten mit Flossen und Gurtretter.
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Über einen wahren Medaillenregen durften sich die Gelsenkirchener DLRG-Schwimmer bei den Landesmeisterschaften im Rettungsschwimmen im Zentralbad freuen: In den Einzelwettbewerben Gelsenkirchener sicherten sich Verena Marquis und Chantal Bernard Silber, Marina Nass gewann überraschend Bronze. Bei den Mannschaftswettbewerben am Sonntag gab es Gold für die Damen und Silber für das Juniorenteam.

Die heimische DLRG-Damenmannschaft war als Dritte im Rettungsvierkampf vorplatziert und konnte noch einmal mächtig zulegen: Das Quintett in der Besetzung Maxi Flacke, Vanessa Kik, Kirsten Lühr, Verena Marquis und Marina Nass sicherte mit 4354,07 Punkten souverän die Goldmedaille und hielt die Konkurrenz aus Beckum und Ennigerloh mit rund 100 Zählern deutlich auf Abstand. Bereits nach zwei Disziplinen lagen die Gelsenkirchenerinnen klar auf Goldkurs: Die 4x50-Meter-Grutretterstaffel gewannen sie in 1:50,28 Minuten und mit 4 Sekunden Vorsprung. Nach einem knappen Sieg in der 4x50-m-Puppenstaffel (1:37,15) mit einem Zehntel Vorsprung leisten sich die DLRG-Damen zwar eine schwache Rettungsstaffel (2:20,42 Min.), doch die abschließende Hindernisstaffel gewannen sie in 2:02,37 Minuten mit mehr als 5 Sekunden Vorsprung. „Wir haben uns heute selbst überrascht. Mit einem Platz auf dem Treppchen hatten wir schon gerechnet, dass es sogar für den Titel gereicht hat, ist einfach nur super“, freute sich Teamsprecherin Marina Nass.

Tags zuvor hatten sich die beiden Gelsenkirchenerinnen Verena Marquis und Verena Nass in der Offenen Altersklasse ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen im Kampf um Platz zwei geliefert, beide haben damit das Ticket für die Deutschen Meisterschaften sicher in der Tasche. In der Endabrechnung hatte Marquis (2867,89 Punkte) im Rettungsmehrkampf nur zwei hauchdünne Zähler Vorsprung vor ihrer Teamgefährtin, die gegenüber ihren Qualifikationszeiten einen Riesensprung gemacht hat. „Es ist heute einfach super gelaufen, damit hätte ich nicht gerechnet“, freute sich Marina Nass. „Ich bin hochzufrieden“, sagte denn auch Verena Marquis, die zweimalige Gelsenkirchener Sportlerin des Jahres, „unser Training in den vergangenen Wochen hat sehr gut angeschlagen.“ Der Rückstand auf Landesmeisterin Fabienne Göller (Gütersloh) betrug 80 Punkte.

Über die 50 Meter Retten einer Puppe schwamm Marquis in 37,44 Sekunden eine neue Bestzeit. Nass lag in 37,85 Sek. nur knapp dahinter, womit ihr die Qualifikation für den Landeskader gelang. Deutlich war ihr Vorsprung über die 100 Meter Lifesaver (1:07,15 Minuten) von zwei Sekunden. Über die 200 Meter Super-Lifesafer war es umgekehrt, hatte Nass (2:43,25 Min.) die Nase sogar um sechs Sekunden vorne, bei den 100 m Retten mit Flossen und Gurtretter war Nass in 1:05,32 Min. um drei Zehntel schneller.

Vorplatziert als Vierte schafften die von Andreas Goetsch trainierte Junioren-Mannschaft (AK 15/16) in der Besetzung Felix Holm, Jan Lordieck, Robert Ortmann, Michael Watzel und Chantal Bernard mit 4388,4 Punkten in der Endabrechnung den erhofften Sprung auf den zweiten Platz und löste das Ticket für die Deutsche Meisterschaft. Der Abstand zu den Landesmeistern aus Borken war mit 98 Zählern zwar deutlich, allerdings konnten die Junioren auch die Drittplatzierten aus Rheda-Wiedenbrück mit 120 Punkten ebenfalls deutlich auf Abstand halten. Über die 4x50m-Rettungsstaffel und die 4x50m-Hindernisstaffel schlug die Mannschaft in 2:25,93 bzw. 2:03,71 Minuten nur jeweils knapp hinter Borken an. Bei der 4x50m-Gurtretter- (1:50,84) und die 4x25m-Puppenstaffel (1:43,14) betrug der Rückstand jedoch knapp 5 bzw. 3 Sekunden. „Das war eine tolle Leistung“, freute sich Goetsch.

Einen Platz unter den ersten Fünf“ hatte Trainer Andreas Goetsch seinem Schützling Chantal Bernard in der Altersklasse 13/14 im Vorfeld zugetraut. Mit 2844,43 Zählern in der Endabrechnung schwamm sie sogar auf Platz zwei und übertraf damit die Erwartungen. Eine Bestzeit schwamm Chantal Bernard dabei in herausragenden 31,27 Sekunden im letzten Rennen über die 50 Meter Retten mit Flossen, mit der sie nicht nur alle Konkurrentinnen deutlich hinter sich ließ, sondern sich auch erst in die Medaillenränge katapultierte.

Robert Ortmann (AK 15/16) verbesserte sich gegenüber seinem Meldeergebnis um rund 300 Punkte auf 2610,46 Zähler und damit vom zehnten auf den siebten Platz. Sein Abstand zu den Medaillenrängen betrug aber nur 75 Zähler, so dass er sich noch Hoffnung machen kann, für die Deutschen Meisterschaften zugelassen zu werden. Seine schnellste Zeit schwamm Ortmann in 1:07,8 Minuten über die 100 Meter Retten mit Flossen. „Robert hat sich in allen Disziplinen gegenüber den Bezirksmeisterschaften erheblich gesteigert, allerdings konnte sich auch die Konkurrenz noch einmal steigern. Die Meldepunktzahlen der ersten zehn Plätze lagen in diesem Jahr sehr knapp beieinander“, sagte sein Trainer Andreas Goetsch. Goetsch selbst, der für Harsewinkel startet, musste sich in der offenen Altersklasse mit Platz zwölf begnügen.

Großes Pech für die Mannschaft der AK 17/18 in der Besetzung, für die es fast zur Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften gereicht hätte. Doch bei der 4x50 Meter-Rettungsstaffel handelte sich das Team eine Disziplin ein, weil der zweite Schwimmer bei der Tauchstrecke mit der Flosse das Wasser durchstach. So musste sich das Quartett mit 2933,47 Punkten, knapp 700 Zählern weniger als möglich, und mit Rang sieben zufrieden geben.

Hoffnungen, noch zur DM fahren zu können, dürfen sich unterdessen die Gelsenkirchener Teams in den Altersklassen AK 13/14 männlich und 17/18 weiblich, die mit 3576,98 bzw. 3699,32 Punkten jeweils fünfte wurden.

Die weiteren Mannschaftsergebnisse: AK 12 weiblich: 10. Platz (2860,16 Punkte); AK 12 männlich: 15. (2473,53); AK 13/14 weiblich: 11. (3715,37).

Die weiteren Platzierungen der Gelsenkirchener Einzelstarter:AK 12: Vanessa Wentzek (26., 1889,89 Punkte), Fiete Przybyl (25., 1609,70); AK13/14: Philip Preilowski (20., 2122); AK 17/18: Dominik Meier (12., 2271,18); AK Offen: Fabian Schwiering (14., 2467,45), Maximiliane Flacke (15., 2424,50).

Autor:

Boris Spernol aus Gelsenkirchen

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