"Angie" und "Sarko" kommen nach Gladbeck - "WDR 2 Lachen Live" am 4. Juni in der Stadthalle

Machen auf ihrer „WDR 2 Lachen Live“- Tour auch Stopp in Gladbeck: „Angie“ Maria Grund-Scholer und „Sarko“ René Steinberg.
  • Machen auf ihrer „WDR 2 Lachen Live“- Tour auch Stopp in Gladbeck: „Angie“ Maria Grund-Scholer und „Sarko“ René Steinberg.
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  • hochgeladen von Christian Gensheimer

Radiohörer kennen die beiden als Mama und Papa von der Leyen, „Sarko de Funes“ oder der Bundes-Angie aus Berlin - Maria Grund-Scholer und René Steinberg sind die Gesichter hinter den vielen Stimmen. Nun zeigen sie die bekannte, gnadenlos bissige Radio-Satire auch auf der Bühne. Mit ihrer neuen Show „WDR 2 Lachen Live - Mehr!“, bringen die beiden am Montag, 4. Juni, ab 20 Uhr in der Mathias-Jakobs-Stadthalle, Friedrichstraße 53, politisch inkorrekte Unterhaltung nach Gladbeck.

Was das Gladbecker Publikum von dem Abend erwarten kann, haben „Mutti Merkel“ Maria Grund-Scholer und „Sarko“ René Steinberg dem STADTSPIEGEL gegenüber exklusiv beantwortet.

STADTSPIEGEL: Frau Grund-Scholer, wie ist es heute um Angies Duktus bestellt? Jetzt, wo sie sich schmerzlich von Busenfreund Sarko de Funes trennen muss?
GRUND-SCHOLER: Die Männer in ihrem Umfeld kommen und gehen- Angie bleibt die Eiserne Lady und ob die Trennung von Sarko so schmerzlich war- das sei mal dahingestellt. Angie schafft sie alle.

STADTSPIEGEL: Neben Frankreichs Ex-Präsidenten liefern auch andere Politiker aus Europas Spitze genügend Material für Parodien. Warum etwa hat es Silvio Berlusconi nie in das Programm geschafft? Ein Mann, der mit seinem skurillen Lebenswandel schon beinah eine Karikatur seiner selbst darstellt?
STEINBERG: Eben deshalb. Sarkozy hat funktioniert, durch die Parallele zu Louis de Funes. Berlusconi war vielleicht als Realperson schon so sehr ein Abziehbild seiner selbst; da konnte man keinen mehr draufsetzen.

STADTSPIEGEL: Herr Steinberg, nun heißt es auch für Sie Abschied nehmen: Nachdem Nicolas Sarkozy eine weitere Amtszeit nicht vergönnt ist, wird es wohl auch keine Zukunft für ihre Figur „Sarko“ geben. Wieviel satirisches Potenzial steckt in dem Duo Merkel-Hollande?
STEINBERG: Dass Sarkozy die zweite Amtszeit nicht schafft, war mir im Grunde schon seit einem Jahr klar, von daher konnte ich mich auf den Abschied gut vorbereiten - dem ja bekanntlich auch immer ein Zauber des Neuanfangs innewohnt. (lacht). Mit Hollande habe ich mich gar nicht großartig beschäftigt, weil mir auch klar war, dass ich mich nach Sarko nicht wieder mit einem anderen französischen Präsidenten beschäftige. Egal, was ich gemacht hätte, es wäre immer“nachgeschoben“ gewesen und jeder hätte sich immer an die kleine aufgekratzte Heißdüse aus dem Elysee erinnert. Ausserdem kann man solche Figuren nicht erzwingen - sicher werde ich die beiden beobachten. Wenn sich was ergibt, umso besser, wenn mir nichts einfällt, dann muss das einfach nicht sein.

STADTSPIEGEL: Können die Gladbecker neben einem Comeback Sarkozys, unserer Bundes-Angie und dem Familienclan von der Leyens noch andere bekannte Persönlichkeiten erwarten?
STEINBERG: Klar, vor allem Maria Grund-Scholer und René Steinberg (lacht). Im Ernst, wir bekommen nach Auftritten immer wieder das Feedback, dass die Leute nie erwartet hätten, dass nur zwei Leute so eine Show kreieren. Das freut uns, liegt aber wahrscheinlich auch an der Unbedarftheit, mit der wir zwei an die Aufgabe rangegangen sind. Wir wollten mal gucken, wie Radiospaß auf der Bühne funktioniert. So sehen wir es weiterhin, nur unterhalten wir damit mittlerweile Hallen mit bis zu 1.000 Zuschauern. Das macht einen mitunter ehrfürchtig, aber auch immer noch immens großen Spaß.Mit im Gepäck haben wir übrigens noch Pofalla, Calmund und diverse andere Gestalten.

STADTSPIEGEL: Ihre Bühnenshow lebt zusätzlich von Improvisationen und spontanen Einlagen. Auf was darf sich das Publikum - ohne vielleicht zuviel zu verraten - sonst noch freuen?
GRUND-SCHOLER: Ich glaube, der besondere Reiz an unserer Show ist, dass es so „unfertig“ ist, weil wir auch einfach mal lachend aus Nummern aussteigen und es gleichzeitig so flott und abwechlungsreich ist. Und ich denke, das Publikum honoriert, dass da zwei ganz normale Leute auf der Bühne mit dem Publikum gemeinsam Spaß haben - abseits der sonst üblichen Unterhaltungsformate. Ich vergleiche es immer mit einem „unplugged-Konzert“ - da setzen sich auch ein paar Leute mit ihren Instrumenten hin und schrammeln gemeinsam los. Und wenn sich einer verspielt,... egal, denn genau das macht den besonderen Charme aus. So ähnlich ist es wohl auch bei uns.

STADTSPIEGEL: Vielen Dank für das nette Gespräch und viel Spaß in Gladbeck!

Karten gibt es an der Stadthallenkasse und in den Ticket-Shops für 17 Euro, (beziehungsweise an der Abendkasse 21 Euro), jeweils zuzüglich Gebühren.

Autor:

Christian Gensheimer aus Essen-Nord

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