Herbstausstellung in der Alten Spedition

Karoline Dumpe und ihr Objekt „Der süße Brei“ zu dem sie durch das Märchen der Gebüder Grimm inspiriert wurde.
10Bilder
  • Karoline Dumpe und ihr Objekt „Der süße Brei“ zu dem sie durch das Märchen der Gebüder Grimm inspiriert wurde.
  • hochgeladen von Annette Robenek

Künstler und ihre Werke, die noch nicht im Atelier „Alte Spedition“ gezeigt wurden, präsentiert die Gladbecker Künstlerin Karoline Dumpe in ihrer diesjährigen Herbstausstellung. Die Ausstellung startet mit der Eröffnung am 2. November um 19.30 Uhr, dann haben die Besucher die Gelegenheit zum ersten Mal die Bilder, Objekte und Skulpturen von Sibylle Will, Simone Litschka, Georg Janthur und natürlich von Karoline Dumpe in Augenschein zu nehmen.

Die hellen Räumlichkeiten an der Ringeldorfer Straße 6 bilden einen perfekten Rahmen für die Exponate zu den Themen Körper, Landschaft und Kontrolle/Kontrollverlust, die zum Verweilen, Nachdenken und sogar zum Schmunzeln einladen.

Die Holzobjekte des Wuppertalers Georg Janthur hieven Dinge des Alltags auf einen Sockel, so bekommt eine schlichte Gabel oder ein Löffel eine neue, humorvolle Dimension, sie wirken frisch und unbekümmert, machen dem Betrachter ihre Nützlichkeit wieder bewusst. Stark vergrößert und aus verwitterten Eichenholzpfosten gearbeitet, wecken sie sofort Erinnerungen.

Die Körper, die die Stuttgarterin Sibylle Will malt, konfrontieren mit Menschen ohne Ähnlichkeitsanspruch – man erfährt nichts über die soziale Einbindung, Kleidung oder Umfeld. Alles ist pur und konzentriert sich auf das Wesentliche, die Personen auf ihren Bildern präsentieren sich sozusagen „unplugged“, fragil und verletzlich.

„Yoga für die Augen“ - so könnte man kurz und knapp die Bilder der Freiburgerin Simone Litschka bezeichnen. In ruhigen Blau- und Grüntönen gehalten, üben sie eine gerade zu entspannende Wirkung aus. Überwiegend werden Landschaften in der Alten Spedition gezeigt, die mit ihrer Bewegung, der gewollten Unschärfe und den verwischten Konturen beim Betrachter den Eindruck erwecken, als würde er in einem Zug oder im Auto sitzen und die Eindrücke nur so vorbeifliegen sehen.

Das Märchen vom „Süßen Brei“ interpretiert Karoline Dumpe für die Gegenwart, hat das Thema Kontrolle und deren Verlust in den Fokus ihrer Arbeiten gestellt.
Der große Würfel, aus dem Montageschaum (Brei) quillt, ist über und über mit Zeitungsartikeln besetzt, die das aktuelle Weltgeschehen widerspiegeln. Nicht weiter verwunderlich, dass Börsennachrichten einen großen Platz einnehmen, was könnte zur Zeit besser den Kontrollverlust der Menschen, die fremdgesteuert von Finanzspekulanten um ihre Existenz kämpfen, aufzeigen.

„Das Märchen hat mich inspiriert“, bekennt die Künstlerin, die auch in ihren anderen Exponaten das Thema aufgreift und eindrucksvoll umsetzt. „Ich will mit meinen Arbeiten Dinge anschieben, manchmal auch durchaus radikal. Aber da ich meine Sicht in ein Kunstobjekt verpacke, ist noch eine Zwischenstation eingeschaltet, so kann jeder Betrachter sich auch sein eigenes Bild machen.“

Ihr eigenes Bild machen können die Besucher auch nach der Vernissage und zwar am Samstag (3. November) sowie am 4. und 11. November, jeweils von 15 bis 18 Uhr.
Danach können gerne Termine nach Vereinbarung (Tel. 02043/704347) gemacht werden, die Ausstellung endet am 30. November. Der Eintritt ist frei.

Autor:

Annette Robenek aus Gladbeck

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.