Auch die LINKE hat ihren Bundestagskandidaten

Freut sich schon auf den Wahlkampf: Der LINKEN-Bundestagskandidat Wilhelm Zachraj
  • Freut sich schon auf den Wahlkampf: Der LINKEN-Bundestagskandidat Wilhelm Zachraj
  • hochgeladen von Annette Robenek

Gestern abend (8. April) wählten der LINKE-Kreisverband Bottrop sowie die Stadtverbände Dorsten und Gladbeck im Gladbecker LINKEN-Fraktionsbüro „Mittendrin“ ihren Direktkandidaten zum Bundestag: Der aus Bottrop stammende Dorstener Wilhelm Zachraj (65) wurde mit 94 Prozent der Stimmen zum Direktkandidaten nominiert.

Zachraj ist Mitglied des Kreistages Recklinghausen und der Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe sowie des Kreisvorstandes der LINKEN. Recklinghausen. In Bottrop war er bis zu seinem Umzug nach Dorsten im Jahr 1980 für die DKP als Sachkundiger Bürger im Planungs- und Umweltausschuss sowie im Bau- und Verkehrsausschuss.

1994 war Zachraj in die PDS eingetreten und hatte ab 2005 den Einigungsprozess mit der WASG zur LINKEN aktiv mitgestaltet. Gewerkschaftlich aktiv war der frühere Technische Fernmeldebetriebsinspektor zunächst bei der IG Bergbau, dann bei der Deutschen Postgewerkschaft und zuletzt bei ver.di als Teamer auf Landesebene. Im sportlichen Bereich engagiert er sich als Vorsitzender des Tae-Kwon-Do-Clubs Baek-Ho Wulfen.

Inhaltlich rückt Zachraj auch bei seiner Bundestagskandidatur kommunalpolitische Themen in den Mittelpunkt: „Alle drei Städte in diesem Wahlkreis – Bottrop, Gladbeck und Dorsten – sind vom sogenannten ‚Stärkungspakt‘ betroffen: Sie werden so gezwungen, ihre Bürger gleich doppelt zu missbrauchen: als Melkkühe, indem Hundesteuer, Grundsteuer und Gewerbesteuer angehoben werden; und als Sparschweine, indem immer mehr öffentliche Leistungen zusammengestrichen werden.“

Zachraj nennt prägnante Beispiele aus seiner SIcht: "Die beabsichtigte Schließung des Stenkhoffbads als einzigem Freibad in Bottrop und die Erhöhung der Grundsteuer B in Gladbeck um 42 Prozent, was sich auch heftig auf die Mietkosten auswirkt, sowie massive Stellenstreichungen im öffentlichen Dienst und daraus folgende Arbeitsüberlastung für die Beschäftigten sowie Qualitätsverschlechterungen für die Bürger."

Doch die eigentlichen Probleme seien in Berlin und Düsseldorf geschaffen worden: Allein durch die Steuersenkungen für Reiche und Konzerne in der Ära Schröder/Fischer würden Bund, Ländern und Gemeinden Jahr für Jahr Steuereinnahmen in Höhe von 100 Milliarden Euro verloren gehen.

"Hieran gilt es im Bundestag zu arbeiten: die Gemeinden finanziell wieder lebensfähig auszustatten. Dafür setze ich mich ein", verspricht Zachraj.

Autor:

Annette Robenek aus Gladbeck

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