Tausend Sätze in der Nacht

Ich durfte als erster lesen
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Schalke liest!

Bei Lesungen war ich ja schon häufiger. Höchste Zeit mal nicht nur zuzuhören sondern selbst vorzulesen!
Die Gelegenheit bot sich Donnerstagabend in der Stadtbücherei Gladbeck.

Die Vorgeschichte

Matthias Berghöfer sammelt seit einigen Jahren Schalke-Geschichten um sie auf einer Webseite
http://1904geschichten.wordpress.com/
zu veröffentlichen. Einige davon hat er in Bücher gepackt, vor kurzem ist der 3. Band erschienen. Er enthält auch eine Geschichte die ich erlebt und geschrieben habe. Diese durfte ich gemeinsam mit einigen der anderen Autoren im Leseclub der Gladbecker Bücherei vortragen.

Wer nur an dieser Geschichte - sie heißt übrigens 'Derbywehen' - interessiert ist braucht nicht weiterzulesen sondern geht sich das Buch kaufen. Wer aber weiterliest wird am Ende belohnt :)

Der Tag der Lesung

...stand im Zeichen des misslungenen CL-Qualifikations-Hinspiels der Schalker gegen PAOK Saloniki am Vorabend. Neben dem schlechten Ergebnis (1:1) wurde vor allem eine fragwürdige Polizei-Aktion im Fanblock der Arena diskutiert, es ging um eine rote mazedonische Flagge. Die schlechte zweite Halbzeit der Blauen wurde zur Nebensache.

Pünktlich machte ich Feierabend und fuhr heim. Was zieht man am besten an? Trikot hab ich nicht, aber etwas Königsblaues sollte es schon sein. Der Sommer-Schal vom Libuda-Fanclub musste natürlich mit.

Um halb 6 fuhr ich los - viel zu früh aber man weiß ja nie. Ein wenig nervös war ich schon. Eine Stunde vor Beginn der Lesung kam ich an, drehte noch eine kurze Runde durch Gladbeck-Mitte und betrat dann die Bücherei. Ich war längst nicht der erste aber wie immer der längste. Matthias kann aber mithalten, ihn und seine Frau die holde Hellenin traf ich erstmals real. In der nächsten halben Stunde füllte sich das Lesecafe mit ca. 80-100 Zuhörern, viele davon blau-weiß gekleidet.

Der Abend - die erste Halbzeit

...begann pünktlich um 19:04 mit einer Begrüßung durch den Büchereichef Herrn von der Weppen. Er übergab die Moderation schnell an Matthias der dann gekonnt durch den Abend führte. Zunächst stellte er das Projekt vor, erzählte etwas über die Zusammenarbeit mit dem Verlag und wies auf ein paar statistische Kuriositäten hin:
- 15 % der Geschichten stammen von Autorinnen
- 20 % der Autoren des dritten Bandes wohnen in einem Haus mit der Hausnr. 11 oder 111

Dann war ich auch schon dran. Da es in meiner Geschichte um eine Geburt geht passte sie gut an den Anfang. Ich nannte meine Hausnummer (04 wie es sich für einen Schalker gehört), dann kann ich mir eine Bemerkung über die Länge der Einleitung nicht verkneifen. Die bringt mir einen Lacher aber womöglich auch Matthias' Unmut. Das fängt ja gut an.

Nun legte ich aber los mit dem Vorlesen. Der Text kam recht gut an, an einigen Stellen wurde gelacht. Prima! Nach ca. 5 Minuten gab es freundlichen Applaus und ich hatte es geschafft. Ab jetzt konnte ich den anderen Geschichten lauschen.

Als nächste las Iris Hasenberg einen Text des leider im letzten Jahr verstorbenen Matthias in der Weide dem auch das Buch gewidmet ist. Text und Vortrag: sehr gut, man merkte deutlich dass sie schon Hörbücher gesprochen hat.

Peter Stahlhut nutzte die Gelegenheit um eins seiner witzigen Märchen vorzutragen die nicht in den 1904 Geschichten sondern in einem eigenen Buch erschienen sind ("11 Märchen müsst ihr hören - Wundersame Geschichten um den FC Schalke 04").

Vor der Halbzeitpause las Matthias noch einen bisher unveröffentlichten Text eines Schalkers vor der durch Vermittlung eines Bayernfans zu VIP-Karten für das erste Schalker-UEFA-Cup-Auswärtsspiel in Kerkrade 1996 kam. Dann war Pause und Gelegenheit ein kühles Veltins zu trinken.

Der Abend - die zweite Halbzeit

...wurde eingerahmt von weiteren Texten die Matthias selbst vortrug, eigene und fremde. U. a. ging es um seine Erlebnisse auf Auswärtsfahrten durch Europa und Widrigkeiten bevor es überhaupt zu diesen kommt. Sehr abwechslungsreich zusammengestellt.

Aber auch drei weitere Autoren des dritten Bandes lasen noch vor. Zunächst zweimal Michael:
Michael Hubrich hatte ein etwas unappetitliches Erlebnis in der Glückauf-Kampfbahn - der Wellenbrecher an dem es geschah steht heute noch.
Michael Batke verlor seinen Opel auf der Reise zu einem Heim(!)spiel das nach Hannover verlegt worden war.

Susanne Hein-Reipen erzählte schließlich von einem kuriosen Kartenverkauf unter Schalkern. Man merkte dass sie in bisher jedem Band mit einem Text vertreten war - und sie war der optische Hingucker des Abends, von Kopf bis Fuß blau-weiß gekleidet. Sogar die Schuhe passten farblich!

Das Fazit

...ist kurz: ein gelungener Abend! Die Vielfalt der Themen rund um Schalke hat sicher bei vielen Interesse am Buch geweckt. Lobend erwähnen will ich noch den Gladbecker Fanclub 'Blau-Weißes Rudel' der bei Organisation und Verpflegung mitmachte.

Am Ende wies Matthias darauf hin dass die 1904 Geschichten noch längst nicht beisammen sind. Vielleicht lässt sich ja aus diesem Lesungsbericht eine weitere machen?

Wollt Ihr meine Geschichte lesen? Kauft das Buch - oder lest sie vorab schonmal hier:
http://1904geschichten.wordpress.com/2011/09/27/derbywehen/

Glückauf!

Autor:

Klaus Wurtz aus Rheinberg

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