Gladbecker Schüler stoppen Taschendiebe mit Mikrochip

Auch VDE-Präsident Alf Henryk Wul applaudiert den beiden cleveren Gladbeckern Jan Grasedieck und Daniel Meinert. | Foto: VDE
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Er passt ins Portemonnaie oder kann am Schlüsselbund befestigt werden, der neue Mikrochip von Jan Grasedieck (18) und Daniel Meinert (18) vom Ratsgymnasium in Gladbeck soll die Lösung bei Verlust oder Diebstahl sein. Mit ihrem Theft and Oblivion Protector (T.O.P.) haben sie ein System erdacht, das ihnen Platz Eins und ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro beim weltweit einmaligen Schülerwettbewerb „Invent a Chip“ bescherte.

„Es dient dazu, bestimmte Gegenstände gegen Diebstahl zu überwachen sowie abhanden gekommene Gegenstände wieder zu finden.“ Dazu hat das Duo zwei separate Geräte entwickelt und gebaut: Sie nennen diese „Master“ und „Slave“. In den Prototypen sitzen jeweils Bluetoothmodule, die auf vorgeschriebene Parameter reagieren und mit dem Chip kommunizieren. „Der Master ist das Gerät, das der Anwender bei sich trägt. Folglich beinhaltet er die komplette Steuerung und übernimmt die Kontroll-Aufgaben. Das Slave-Gerät wird am zu überwachenden Gegenstand befestigt“, sagen die Prämierten. Das Duo hat sich noch weitere Ziele gesetzt: „Wir haben das Projekt um eine weitere Idee ergänzt, bei der es sich um eine Steuerung per Smartphone handelt. Daran arbeiten wir aktuell“.

Mit ihrer ungewöhnlichen Idee im Kampf gegen Diebstahl und Verlust setzten sich die beiden Nordrhein-Westfalenener an die Spitze des Teilnehmerfeldes von „Invent a Chip“. Der Wettbewerb wird zum elften Mal in Folge vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Technologieverband VDE fürSchüler der Klassen 8 bis 13 von weiterführenden und berufsbildenden Schulen initiiert. . Der Schülerwettbewerb startete im Frühjahr mit 2.000 Teilnehmern, darunter 30 Prozent Mädchen.

Es folgte die Auswahl von zwölf Teams für die Praxisphase und einen dreitägigen Workshop mit Profis an der Leibniz Universität Hannover. Für das Team aus Gladbeck eine wertvolle Erfahrung: „Der Workshop war eine spannende Erfahrung, bei der uns viele neue Kenntnisse vermittelt wurden. Bei der anschließenden Betreuung wurde auf unsere Fragen immer zeitnah reagiert und die regelmäßigen Meilensteine führten zu einem verbesserten Zeitmanagement.“

Die Erstplatzierten Jan Grasedieck (18) und Daniel Meinert (18) sind rundum zufrieden mit ihrem eigenen Mikrochip: „Wir haben so einen Zugang zur Elektrotechnik bekommen, den wir ohne den Wettbewerb nicht gehabt hätten.“

Die Sieger-Teams erwartet jetzt neben vielfältigen Kontakten zu Industrie und Hochschulen und Einladungen zu Projektpräsentationen auf Messen auch die Aufnahme ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie ein mehrtägiges Praktikum bei der Robert Bosch GmbH in Reutlingen.

Autor:

Annette Robenek aus Gladbeck

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