„Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“

Alexandra Sollbach nimmt ab Januar den „Staffelstab“, beziehungsweise das „Zepter“ in die Hand: Der langjährige Leiter Michael Kempf geht, Alexandra Sollbach kommt.
  • Alexandra Sollbach nimmt ab Januar den „Staffelstab“, beziehungsweise das „Zepter“ in die Hand: Der langjährige Leiter Michael Kempf geht, Alexandra Sollbach kommt.
  • hochgeladen von Christian Gensheimer

Staffelübergabe in den Wohnstätten „Busfortshof“: Zum Jahreswechsel wechselt auch die Führung der Braucker AWO Einrichtung „Busfortshof“.

Michael Kempf hat das Haus im Busfortshof 16a knapp 17 Jahre geführt und wird ab dem 1. Januar 2012 die Leitung des Geschäftsbereiches Produktion bei der Westfalenfleiß GmbH in Münster übernehmen. „Ich war hier quasi von Anfang an dabei, durfte die Dinge entwickeln und Strukturen aufbauen.“
Doch Kinder, so Kempf, müsse man ja bekanntlich mit 18 Jahren ziehen lassen. „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ übergibt er die Leitung ab Januar an Alexandra Sollbach. Die 46-jährige hat bisher die AWO Wohnstätten in Herten und Marl geleitet und war schon früher in Gladbeck im ambulanten sozialpsychatrischen Bereich tätig. „Somit kehre ich zu meinen beruflichen Wurzeln zurück,“ erklärt die Mutter zweier Kinder, die in ihrer neuen Funktion Bewährtes beibehalten, aber auch persönliche Akzente setzen möchte.
„Wir befinden uns momentan in den Übergabegesprächen. Ich bin schon sehr gespannt auf die kommenden Aufgaben.“
Eine der größeren Planungen des nächsten Jahres wird der Bau eines zweiten Stammhauses in der Berliner Straße in Rentfort-Nord mit insgesamt 24 Wohnplätzen sein. Sobald diese Räumlichkeiten bezugsfertig sind, „werden wir zehn Doppelzimmer des Haupthauses in Brauck zu Einzelzimmern zurückbauen,“ so Harry Junghans, stellvertretender Geschäftsführer des AWO Unterbezirks Münsterland-Recklinghausen.
„Die steigende Nachfrage nach Plätzen und mangelnde Raumkapazitäten machen diesen Schritt notwendig.“

Die Wohnstätten „Busfortshof“ - mit 34 Bewohnern im Haupthaus und 37 in den Außengruppen- sind in Gladbeck der einzige Anbieter ambulanter und stationärer Angebote für chronisch psychisch Erkrankte ab 18 Jahren, die nicht mehr in der Lage sind, ein komplett ­selbständiges Leben zu führen.

Autor:

Christian Gensheimer aus Essen-Nord

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