Terebinthe-Kids bekamen Besuch aus der Luft

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Die Geduld der Kids vom Kinderhort Terebinthe wurde jetzt arg auf die Probe gestellt, warteten sie doch aufgeregt auf Falkner Franz Schnurbusch und seine Greifvögel. Doch was dann tatsächlich geschehen würde, sollte für den Nachwuchs bis zuletzt eine Überraschung bleiben.

Zum krönenden Abschluss der Projekttage „Abenteuer Wald“ habe man etwas „ganz Besonderes geplant“, so Leiter Jörg Hain. Etwas, dass die Kinder so wohl noch nicht erlebt und „im engen Wohngebiet von Zweckel“ auch nicht erwarten würden. Umso größer war die Freude, als der Falkner vom Rheinischen Waldpädagogium eintraf und den Kindern seinen Habicht „Mr. Harris“ vorstellte. Einen 800 g schweren Wüstenbussard (engl. Harris Hawk), der in aller Ruhe die Wiese hinter dem Hort inspizierte und der staunenden Truppe mit seinem friedlichen Wesen imponierte.

Mit dem Ziel, das ökologische Bewusstsein der Kinder zu schärfen und sie für die Natur zu sensibilisieren, hatte man schon zuvor „Entspannungsreisen“ in den nahegelegenen Zweckeler Wald unternommnen, unter anderem einen Sinnesparcour durchlaufen und Brettspiele aus Naturmaterialien gebastelt.
„Manchen Kindern waren selbst die nur fünf Minuten entfernten Bauernhöfe unbekannt,“ erzählt der Diplom Sozialpädagoge. „Hier erkannten wir Nachholbedarf.“ Nachdem sie nun einen ersten Eindruck von der Komplexität der Natur bekommen hatten, stellte sich der Besuch des Habichts zweifelsohne als Highlight heraus, was sich auch einige Eltern aus der Nachbarschaft nicht entgehen lassen wollten.

Jedes Kind, das sich traute, durfte den Lederhandschuh überziehen und den Greifvogel nach einem kurzen Flug in Empfang nehmen.
Mit jedem Flügelschlag verflog die anfängliche Scheu, präsentierte sich das Tier doch als routinierter Menschenfreund. Der 10-jährige Mohammed musste aber auch gestehen: „Ein bißchen Schiss hatte ich schon.“
Nach der Flug-Show zeigte Franz Schnurbusch den Kleinen zwei weitere imposante Jäger der Lüfte. Auf einem kleinen Balken nahmen ein Steinadler und ein Jagdfalke Platz. Anfassen erwünscht, Streicheln erlaubt. Ohne sich lange bitten zu lassen, nutzten die Kinder die Gelegenheit, mit den stolzen Vögeln auf Tuchfühlung zu gehen.

Und der erfahrene Falkner und Waldpädagoge konnte den Kindern nicht bloß die Angst vor großen Vögeln, sondern ebenso auch vor vermeintlich giftigen Beeren nehmen. Auf dem anschließenden Spaziergang durch den Wald überraschte er mit Insider-Wissen zu Wurzeln, Rinden und Blättern. Vogelbeeren seien nicht giftig.
„Sie sind zwar etwas sehr bitter, enthalten aber reichlich Vitamine,“ so der Düsseldorfer. Auch Brennnessel könne man getrost essen. Die Schleimhäute im Mund verhinderten brennenden Schmerz. Ob sie wirklich so schmackhaft sind, wie Franz Schnurbusch versprach, muss allerdings jeder für sich entscheiden.

Beim nächsten Ausflug in die benachbarte Natur wissen die Kinder außerdem nicht nur das Alter und die Höhe von Bäumen zu bestimmen, sondern auch welche Blätter sie sich gegen Schwellungen auf die Haut reiben und was für Stengel sie -Aspirin-ähnlich- gegen Kopfschmerzen kauen können. Der Wald, dein Freund und Helfer.

Autor:

Christian Gensheimer aus Essen-Nord

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