"Maria 2.0" fordert deutliche Reformen im Bereich der Katholischen Kirche
"Thesenanschlag" auch in Gladbeck

Auch an den drei Gladbecker Kirchen "St. Lamberti" (siehe Foto), "St. Marien" und "Herz-Jesu"  brachten Mitglieder der Reformgruppierung "Maria 2.0" ihren sieben Thesen zu Veränderungen im Bereich der katholischen Kirche an.
  • Auch an den drei Gladbecker Kirchen "St. Lamberti" (siehe Foto), "St. Marien" und "Herz-Jesu" brachten Mitglieder der Reformgruppierung "Maria 2.0" ihren sieben Thesen zu Veränderungen im Bereich der katholischen Kirche an.
  • Foto: Privat
  • hochgeladen von Uwe Rath

Die Aktion hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Und auch in Gladbeck waren Damen der Reformgruppierung "Maria 2.0" im Einsatz, brachten zum Beispiel an den Türen der Propsteikirche St. Lamberti ihre Thesenpapiere an. Gleiches galt für die Kirchen "St. Marien" in Brauck sowie "Herz-Jesu" in Zweckel.

Und so bezeichnete selbst der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer den "Thesenanschlag" als ein „Zeichen von großer Wucht“! Und Pfeffer führt weiter aus: „Die Thesen der Frauen von Maria 2.0 machen in ihrer Schärfe unmissverständlich klar, wie sehr sich die Konfliktlage in unserer Kirche inzwischen zugespitzt hat“, sagt Pfeffer, „dieser Protest muss sehr ernst genommen werden, weil er aus der Mitte unserer Kirche kommt und einer breiten Mehrheit der Gläubigen aus dem Herzen spricht.“

Den Termin für die Aktion hatten die Organisatoren bewusst gewählt, nämlich das Wochenende vor der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischöfe. Nun fordern die Mitglieder von "Maria 2.0" den Zugang aller Katholiken zu den Ämtern der Kirche, einen entschiedeneren Umgang mit sexualisierter Gewalt, Respekt vor einer selbstbestimmten und achtsamen Sexualität sowie die Aufhebung des Pflichtzölibats.

Die genannten Forderungen veröffentlichte "Maria 2.0" nicht nur an den Portalen von Kirchen und Domgebäuden, sondern auch mit Infoblättern, die in den Gotteshäusern ausgelegt wurden. Und darüber hinaus sind die Thesen auch online in lateinischer Sprache zu finden.

Eigenen Ausführungen nach setzt sich das Bistum Essen sich seit einigen Jahren offensiv damit auseinander, wie die Kirche erneuert werden kann. Doch Generalvikar Pfeffers Eindruck stimmt eher nachdenklich: „Das reicht aber nicht mehr aus. Eine immer größer werdende Zahl von katholischen Gläubigen in Deutschland – selbst die treuesten der Treuen – ist nicht mehr bereit, unsere Kirche zu unterstützen, wenn es keine sehr grundsätzlichen Veränderungen gibt, die die Ursachen vieler trauriger Leidensgeschichten beseitigen.“

Die Reformbemühungen im Ruhrbistum griffen die Themen auf, die Maria 2.0 in ihren Thesen benennen, so Pfeffer. Der Essener Generalvikar appelliert aber auch dafür, „in dieser schwierigen Phase unserer Kirche auch bei unterschiedlichen Auffassungen respektvoll miteinander umzugehen. Uns alle verbindet ein gemeinsamer Glaube, der uns trägt und miteinander verbindet.“

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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