Landgericht
Und immer wieder Drogen

Ein 26jähriger Hattinger, bisher nicht vorbestraft, hatte sich heute direkt vor einer Großen Strafkammer des Landgerichtes Essen wegen unerlaubtem Handel mit Betäubungsmitteln zu verantworten. Der Urteilsspruch soll am 11.4.2019 erfolgen.

Nachdem die geladenen Schöffen mit einstündiger Verspätung eintrafen, eröffnete Richterin Maiberg die Hauptverhandlung. Rechtsanwalt Dr. Hanisch gab zu Beginn im Namen seines Mandanten eine Erklärung ab, die den weiteren Prozessverlauf wesentlich verkürzte.

Der Angeklagte gestand im Grundsatz die ihm von der Staatsanwaltschaft zur Last gelegten Vorwürfe, nur bei der Anzahl der getätigten Geschäfte nahm er eine Korrektur vor. „Es waren keine 15 von mir getätigten Verkäufe sondern nur fünf bis 10“, sagte er mehrmals aus.

Nachdem die Rauschgiftermittler Hinweise auf den Angeklagten erhalten hatten, erfolgte bei ihm Mitte April 2018 eine Wohnungsdurchsuchung. Neben einer nicht geladenen Schreckschusspistole und drei Einhandmessern fanden die Ermittler umfangreiche Mengen an Marihuana, Amphetaminen, Samen und Setzlinge von Cannabispflanzen sowie eine Menge Bargeld.

Der arbeitslose Hattinger gestand, neben dem eigenen Konsum ab August 2017 bis zur Wohnungsdurchsuchung im April 2018 gedealt zu haben, um seinen immer größer werdenden eigenen Konsumbedarf mit Marihuana und Amphetaminen durch die eigenen Verkaufserlöse finanzieren zu können.

Im Bereich der Ruhrbrücke verkaufte er dann die Betäubungsmittel an einen Hattinger Konsumenten.

„Ich konsumiere immer noch täglich Marihuana und strebe einen stationären Entzug an“, sagte der Angeklagte und schilderte dann seine aktuellen Bemühungen, eine Kostenzusage des Sozialversicherungsträgers für diesen Entzug zu erhalten. Da er ohne Schulabschluss, ohne Ausbildung und arbeitssuchend ist, will er sein Leben zukünftig neu gestalten.

Gegen den Hattinger Drogenkäufer des Angeklagten, der als Zeuge unentschuldigt fehlte, wurde ein Ordnungsgeld in Höhe von 150 Euro erlassen, ersatzweise drei Tage Ordnungshaft. Zum nächsten Termin am 11.4.2019 wird er polizeilich vorgeführt. An diesem Termin werden dann auch die Plädoyers gehalten und die Große Strafkammer wird ihr Urteil verkünden.

Erneuter erfolgreicher Schlag gegen die Hattinger Rauschgift-Szene
Nach einem entsprechenden HInweis gelang der Hattinger Polizei bereits gestern ein weiterer Schlag gegen die Hattinger Rauschgiftszene. Nur wenige Häuser neben der Wohnanschrift des Angeklagten entdeckte die Polizei eine weitere Cannabis-Plantage eines anderen Hattinger. Einen Tag vorher wurde schon im Bereich des Rosenberg eine weitere Rauschgift-Plantage "hochgenommen".

Autor:

Hans-Georg Höffken aus Hattingen

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