Umweltunterricht macht einfach Spaß

Gespannt wird das Experiment verfolgt. Alle Fotos: Detlef Erler
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Manchmal kann man auch als Großer noch was lernen. „Auf einer Bohrinsel gibt es für die Mitarbeiter ein Kino, ein Fitnessstudio und Restaurants“, verrät Sandra Wasielewski ihren staunenden Zuhörern. Das hätte man bei den ästhetischen Ansprüchen meist deutlich hinterherhinkenden Anlagen gar nicht vermutet!
Die gut gelaunte Dame kommt von der Deutschen Umwelt-Aktion und führt im Auftrag der Stadtwerke Herne für die Viertklässler einen zweistündigen Umweltunterricht durch. Auf dem Stundenplan der 4a der Grundschule Claudiusstraße steht daher heute Erd- und Biogas.
Einfach und kindgerecht erläutert Sandra Wasielewski, wie die Wärme durch die Atmosphäre gespeichert wird und warum der hohe CO2-Ausstoß zur Erderwärmung beiträgt. „Davon merkt man jetzt aber nix!“, schallt es aus einer Ecke des Klassenzimmers mit Blick auf die aktuell herrschenden Minusgrade.
Im Sommer denken wir da bestimmt wieder anders und so erklärt Wasielewski, warum Erdgas zumindest umweltfreundlicher als beispielsweise Kohle ist, wie es entsteht, abgebaut und durch große Pipelines transportiert wird. Da die Praxis aber natürlich am meisten Spaß macht, können die Kinder bei einem Experiment zugucken. Denn mit einem Wärmeströmungsrohr, Wasser, Brennpaste, einem Feuerzeug und Lebensmittelfarbe, demonstriert Wasielewski den gespannten Schülern, wie das Gas durch Wärme nach oben steigt – natürlich im übertragenen Sinn. „Doch die Vorräte der Erde gehen so langsam zur Neige.“ Also muss eine Alternative her. Und die heißt Biogas.
„Was machen wir alle manchmal, ihr, ich, eure Lehrer und die Besucher?“, fragt sie in die erwartungsvoll dreinblickende Runde. Richtig, hin und wieder lässt man ein wenig Luft ab. Und das gilt auch für die Bakterien, die Bioabfälle vertilgen. „Eine Bio-gasanlage ist also eigentlich eine Pupsmaschine“, bringt Wasielewski es unter dem Gelächter der Viertklässler auf den Punkt.
Diese dürfen nun daheim ihr eigenes Experiment machen und in einem Glas mit Biomasse beobachten, was sich in einer Woche verändert. Um dann ganz gespannt den Deckel zu öffnen und abzuwarten, was geschieht. „Der Unterricht war echt gut, besonders der Versuch hat Spaß gemacht“, findet nicht nur Finja.

Autor:

Dirk Marschke aus Herne

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