Herner Männer aufgepasst, die Damen kommen!

Genau, da muss das Kabel hinein. Juline Sonderwerth hat sofort verstanden, was Nico Scheerschmidt ihr erklärt. Die Schülerin schnuppert beim Girls’ Day neugierig in die Arbeitswelt des Azubis der Stadt Herne hinein.
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  • Genau, da muss das Kabel hinein. Juline Sonderwerth hat sofort verstanden, was Nico Scheerschmidt ihr erklärt. Die Schülerin schnuppert beim Girls’ Day neugierig in die Arbeitswelt des Azubis der Stadt Herne hinein.
  • Foto: Detlef Erler
  • hochgeladen von Dirk Marschke

Nanu, wer kommt denn da? An einigen Arbeitsstellen in Herne, wo sonst die Herren der Schöpfung zumeist unter sich sind, begehrt plötzlich das weibliche Geschlecht Einlass. Denn es ist Zeit für den Girls’ Day!

Was treibt eigentlich so ein Straßenbauer? Was genau muss ein Baumkontrolleur machen? Und wäre in Job im IT-Bereich vielleicht das Richtige? Antworten auf diese Fragen gibt wissbegierigen jungen Damen der alljährliche Girls’ Day. „Wir sind seit 2002 dabei“, verrät Stadtsprecher Christoph Hüsken.

In Männerdomänen hineinschnuppern

Insgesamt 46 Mädchen tummeln sich in diesem Jahr bei der Stadt Herne. „Wir wollen Hemmschwellen abbauen und zeigen, dass man als Frau auch in Jobs arbeiten kann, die als Männerdomänen gelten“, erläutert Hüsken. „Zudem können wir so auch auf die Stadt aus Ausbilder hinweisen.“

Zehn Mädchen werfen daher einen genauen Blick in den Fachinformatik-Bereich der Stadt. Ein wenig weiblicher Charme wäre dort eine fast gänzlich neue Erfahrung. „Seit 1998 hatten wir nur eine Auszubildende, die sich jetzt im zweiten Lehrjahr befindet“, verrät Fachinformatiker Maik Bernhardt, der sich zudem um die Azubis kümmert.

Einen ersten Eindruck gewinnen

Es ist spannend und bietet die Möglichkeit, in den Berufsalltag zu schnuppern“, lobt die 15-jährige Paula die Idee des Girls’ Day. Wobei natürlich nicht viel Zeit bleibt. „An so einem Tag kann man wirklich nur kurz hineinschnuppern“, macht Maik Bernhardt klar. „Bei den Azubis dauert dieses Kennenlernen zwei Wochen.“

„Wir haben den Aufbau und die einzelnen Teile des Computers angeschaut, die verschiedenen Bereiche wie die IT-Druckerei besucht und den Serverraum inspiziert“, erzählt Larissa (15). Gerade letzterer bleibt im Gedächtnis. „Es war beeindruckend, wie viele verschieden Kabel es dort gibt und wie diese alle miteinander verbunden sind“, lässt sie wissen. Dennoch hat sie ihren Taumjob an diesem Tag wohl noch nicht gefunden. Denn sie sitzt gerne vor dem Rechner und programmiert selbst. „Aber hier arbeiten sie halt meist mit fertigen Programmen“.

Na ja, vielleicht wurden ja einige der anderen Mädchen für einen Job so richtig begeistert. „Natürlich sind auch welche dabei, die sich über den freien Schultag freuen. aber etliche waren wirklich interessiert“, freut sich der Auszubildende Nico Scheerschmidt, der die Besucherinnen auch begleitet.

Übrigens können sich die Schülerinnen nicht nur bei der Stadt auf Entdeckungstour machen. Auch die HCR, Reifen Stiebling, das Archäologiemuseum, rku.it, Dachser GmbH & Co KG und UPS öffnen ihre Türen. Und im Sinne der Gleichberechtigung schauen auch die Jungen nicht in die Röhre. Beim Boys’ Day düfen sie in die von der holden Weiblichkeit dominierten Berufswelt blicken. „41 Jungen sind in den städtischen Kindertagesstätten zu Gast“, so Hüsken.

www.herne.de
www.girls-day.de
www.boys-day.de

Genau, da muss das Kabel hinein. Juline Sonderwerth hat sofort verstanden, was Nico Scheerschmidt ihr erklärt. Die Schülerin schnuppert beim Girls’ Day neugierig in die Arbeitswelt des Azubis der Stadt Herne hinein.
Der Besuch im Serverraum hinterlässt bei den Besucherinnen einen tiefen Eindruck.
Autor:

Dirk Marschke aus Herne

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